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Aktuelle Pressemitteilungen

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    • Donnerstagsführung zur Mindener Stadtgeschichte im Mindener Museum

      Am Donnerstag, 1. Oktober, findet um 17 Uhr im Mindener Museum ein gut einstündiger Streifzug durch die Mindener Stadtgeschichte statt. Beginnend am multimedialen Stadtmodell und am Schaufenster zur Stadtgeschichte nimmt Museumsleiter Philipp Koch die Besucher mit auf eine spannende Reise durch die mehr als 1200jährige Geschichte der Stadt Minden. Angefangen von der Gründungslegende um Widukind und Karl den Großen, über den mittelalterlichen Bischofssitz werden dabei wichtige historische Ereignisse und Personen aus der Geschichte der Weserstadt vorgestellt.

      Eine Teilnahme an der Führung ist nur mit vorheriger Anmeldung unter 0571-9724020 oder möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf insgesamt 8 Personen begrenzt. Pro Erwachsenem kostet die Führung 5 €. Während der Führung sowie des gesamten Aufenthalts im Museum ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

       

      Multimediales Stadtmodell und Schaufenster zur Stadtgeschichte im Mindener Museum.

       © Mindener Museum

    • Freie Plätze bei Familienführung zur Mondlandung im Mindener Museum

      Am Sonntag, den 27. September haben Familien mit Kindern ab 6 Jahren im Mindener Museum letztmalig die Möglichkeit, an einer Familienführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Sommer 1969 – Westfalen im Mondfieber“ teilzunehmen. Groß und Klein erfahren dabei allerhand Wissenswertes über die erste bemannte Mission zum Mond. Sie stellen ihr Wissen beim Astronautentest unter Beweis, bestaunen echten Mondstaub und finden bei einem Experiment vor der Museumszeile heraus, weshalb eine Rakete überhaupt fliegt.

      Bei der Führung um 14:00 Uhr sowie bei dem zusätzlich angebotenen Termin um 15:30 Uhr sind noch einige wenige Plätze frei. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils max. 8 Personen begrenzt. Um möglichst vielen Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen, kann jedes Kind max. eine erwachsene Begleitperson mitbringen. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung unter 0571-9724020 oder möglich. Pro Kind und einem Erwachsenem kostet die Führung 5 €. Während der Führung sowie des gesamten Aufenthalts im Museum ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern erforderlich.

      Die Laufzeit der Sonderausstellung endet am 27. September und kann in dieser Woche von Do – So, jeweils von 12-18 Uhr besucht werden. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de oder Tel. 0571-9724020.

       

      Modell der Saturn V Mondrakete © Mindener Museum

    • Objekt im Fokus „Textbuch Fidelio, 1926“

      In der Sammlung des Mindener Museums werden rund 60.000 Objekte bewahrt. Trotz Dauer- und Sonderausstellungen oder Leihgaben an andere Museen lagern 95% der Sammlung verborgen im Magazin. Die Vielfalt und die Geschichte der Sammlung und das Wissen über die Objekte stellt das Museumsteam regelmäßig in Kabinettausstellungen vor. Alle zwei Monate wird außerdem ein „Objekt im Fokus“ im Foyer des Museums ausgestellt und dort seine Geschichte erzählt.

                                                                                                                                                                                                  

       

      Das Objekt im Fokus in den Monaten September und Oktober ist ein Textbuch zu der Opernübertragung des „Fidelio“ im Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1926. Illustriert ist das Buch mit drei Radierungen des 1875 in Minden geborenen Künstlers Otto Quante (†1947). „Fidelio“ ist die einzige Oper aus der Feder des 1770 in Bonn geborenen Ludwig van Beethoven (†1827). Der Komponist würde in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiern.

      Der Rundfunk ist seit Oktober 1923 in Deutschland zu Unterhaltungszwecken auf Sendung. Den Beginn macht Berliner Voxhaus für den „norddeutschen Sendebezirk“. Im März 1924 folgt dann die Übertragung „Deutsche Stunde in Bayern“. Im August 1924 wird die Bayerische Radiozeitung GmbH gegründet, die das hier gezeigte Textbuch veröffentlicht und bis 1932 erscheint. Ein Radiogerät ist damals nicht ohne eine Genehmigung bei der Reichspost zu erwerben, zudem muss man eine Rundfunkgebühr von zwei Mark entrichten (dieser Betrag verändert sich bis in das Jahr 1970 nicht). Gesendet werden in den ersten Jahren Zeitansagen, Nachrichten, Wetterberichte, Börsennachrichten und vor allem Musik.

      Otto Quante, der auf dem Gut Rodenbeck in Minden aufwächst, studiert zunächst Medizin und praktiziert einige Jahre als Augenarzt in Hamburg und Dortmund. Mit Anfang 30 gibt er seinen Beruf auf und lernt bei den Künstlern Prof. Walter Conz (1872-1947) und Ludwig Schmid-Reutte (1862-1909) in Karlsruhe und an der Kunstschule des Heinrich Knirr (1862-1944) in München. In den 1920er Jahren lässt er sich in München nieder. Hier veröffentlicht er vor allem beim Kunstverlag Franz Hanfstaengel Kunstdrucke, Mappenwerke und Postkarten. Beliebt sind insbesondere seine „Vagabunden“-Bilder, Bilder von in den Tag hineinlebenden, häufig lächelnden, nachlässig gekleideten, älteren Männern. Er illustriert aber auch literarische Werke. 1927 wird er Mitglied im Reichsbund bildender Künstler. Sein bevorzugtes Medium ist die Kaltnadelradierung, eine Technik bei der in eine Metallplatte mit einer spitzen Nadel feine Linien gedrückt werden. In diesen Linien sammelt sich später die Druckerfarbe, die durch eine Presse auf ein feuchtes Papier gedruckt wird. Da sich die Metallplatte beim Druck abnutzt, ist nur eine begrenzte Anzahl von Drucken in gleichbleibender Qualität möglich. Diese Technik verwendet Quante auch bei den Druckvorlagen der im Textbuch „Fidelio“ veröffentlichten Bilder. Ein originaler Abdruck der 2. Abbildung befindet sich in der Sammlung des Mindener Museums.

      Vorlage für Beethovens Oper war eine von Jean Nicolaus Bouilly (1763-1842) verfasste Geschichte, die sich im Jahr 1798 in Frankreich zu Beginn der Revolution (1789 -1799) ereignen soll. Der Wiener Hofsekretär Joseph Sonnleithner (1766-1835) übersetzt den französischen Text der Oper für Beethoven ins Deutsche. Die Uraufführung 1805 und die ein Jahr später aufgelegte gekürzte Fassung bleiben jedoch ohne Erfolg. Erst die dritte durch den Theaterregisseur Georg Friedrich Treitschke (1776-1842) umgeschriebene Version kann 1814 überzeugen und wird bis heute aufgeführt.

      Die Handlung der Oper wird ins 18. Jh. ins Staatsgefängnis von Spanien versetzt. Leonore will Ihren widerrechtlich eingesperrten Ehemann Florestan aus der Kerkerhaft des Gouverneurs Pizzaro befreien und gibt sich daher als der Mann „Fidelio“ aus. Sie bewirbt sich als Schließer beim Kerkermeister Rocco, um zu ihrem Mann zu gelangen. Weitere Mitwirkende sind die Tochter des Kerkermeisters Marzelline, die sich in Fidelio verliebt und der Pförtner Jaquino, ihr ehemaliger Favorit.

      Otto Quante zeigt folgende Szenen: Fidelio, Marzelline, Rocco und Jaquino im Gefängnishof; Fidelio, Rocco und Florestan im Kerkerverließ und die Auseinandersetzung zwischen Leonore und Pizzaro um Florestan.


      Textbuch zur Oper „Fidelio“ mit Illustrationen des in Minden geborenen Künstlers Otto Quante

      © Mindener Museum

    • Familienführungen zur Mondlandung im Mindener Museum

      Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie bietet das Mindener Museum wieder eine Mit-Mach-Aktion für Eltern, Großeltern und Schulkinder ab sechs Jahren an. Bei zwei Familienführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Sommer 1969 – Westfalen im Mondfieber“ am Sonntag, 30. August und 27. September, jeweils um 14 Uhr, erfahren Groß und Klein, allerhand Wissenswertes über den kleinen Nachbarn der Erde. Wer waren die ersten drei Astronauten auf dem Mond, wie gelangt man überhaupt dahin und was muss man als Astronaut alles können? Die Teilnehmer*innen bestaunen echten Mondstaub, begutachten die Nahrung von Astronauten und nehmen eine Tube Zahnpasta, die sogar schon einmal auf dem Mond war, unter die Lupe. Während der einstündigen Führungen finden die Kinder bei einem Experiment heraus, wie weit Mond und Erde überhaupt voneinander entfernt sind. Beim Astronautentest stellen sie ihr Wissen unter Beweis und ein Versuch vor der Museumszeile zeigt, was sich hinter dem Rückstoßprinzip verbirgt.

      Eine Teilnahme an der Führung ist nur mit vorheriger Anmeldung unter 0571-9724020 oder möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf insgesamt 8 Personen begrenzt, sodass max. vier Kinder mit je einer Begleitperson teilnehmen können. Anmelden können sich alle Kombinationen von Mutter mit Sohn bis Opa mit Enkel. Um möglichst vielen Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen, kann jedes Kind max. eine erwachsene Begleitperson mitbringen. Pro Kind und einem Erwachsenem kostet die Führung 5 €. Während der Führung sowie des gesamten Aufenthalts im Museum ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern erforderlich.

       Pim, der Pelikan in der Ausstellung „Mondfieber“ © Mindener Museum

    • Pressemitteilung der Günter-Cassel-Stiftung Minden Neuerwerbung von zwei Gemälden von Wilhelm Busch

      Minden, 21.2.2018. Die Günter-Cassel-Stiftung präsentierte heute zwei Neuerwerbungen von Wilhelm Busch (1832–1908.), die am 10. November auf einer Auktion der Münchener Galerie Carl & Faber ersteigert wurden. Zugleich verabschiedete Vorstand Jan-Nicolai Klement das langjährige Kuratoriumsmitglied Dr. Volker Schäferbarthold, der seit Gründung der Stiftung 1996 die Mindener Wirtschaft im Kuratorium vertrat und nun auf eigenen Wunsch ausschied.

      Bei den erworbenen Gemälden handelt es um zwei von insgesamt sechs Werken, die das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover an die Erben des jüdischen Sammlers Rudolf Neugass zu restituieren hatte. Wie eine systematische Provenienzforschung des Museums 2011/2012 ergab, war das Museum um 1938/39 in den Besitz von acht Ölbildern des Bad Homburger Sammlers gelangt, die die Gestapo bei ihm beschlagnahmt hatte. Neugass starb 1942 im Konzentrationslager. Nach der Restituierung an die Erben 2017 ließen diese die Werke über die Galerie Carl & Faber in München versteigern. Bei den durch die Stiftung erworbenen Werken handelt es sich um die Gemälde „Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke“ (Werkverzeichnis GM Nr. 726) und „Studie eines stehenden Bauern“ (Werkverzeichnis GM Nr. 314):

      „Studie eines stehenden Bauern“, 1885-1890

      Lost Art-ID 438496

      Öl auf Papier / Pappe, 13,2 × 7,0 cm

      Malerei

      Motiv: Halb von rückwärts gesehen steht ein Bauer in einer knapp angedeuteten Raumecke und zündet sich eine Pfeife an.

       

      “Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke”, um 1890

      Lost Art-ID 438501

      Öl auf Papier / Pappe, 17,5 × 20,9 cm

      Malerei

      Motiv: Auf feuerrotem Gelände sitzt vor dünn strukturiertem  braunem Buschwerk und einer nach rechts hängenden Birke eine Rotjacke in Rückenfigur. Vorne rechts liegen zwei Findlinge am Boden.

      Günter-Cassel-Stiftung

      Die Stiftung ist benannt nach dem Privatier Günter Cassel (geboren am 15. September 1915 in Minden, gestorben am 13. November 1990 in Berlin). Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur durch die Förderung des Kunstbesitzes des Mindener Museums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Anschaffung von Kunstwerken namhafter deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, von Darstellungen mit Bezug auf die Stadt Minden und deren Umgebung sowie – vom Jahre 2015 an – durch die Anschaffung auch anderer Kunstwerke für das Mindener Museum verwirklicht.

      Weitere Informationen unter: www.guenter-cassel-stiftung.org

      Vorstand:
      Jan-Nicolai Klement, (Städtischer Rechtsdirektor)

      Kuratorium:
      N.N., (Vertreter Mindener Wirtschaft)

      Hans Peter Korth, (Vorsitzender Mindener Kunstverein)

      Philipp Koch, (Leiter Mindener Museum)

       

    • Mindener Museum und Domschatz Minden kooperieren im Ticket-Bereich – Ermäßigungen für Besucher beider musealen Einrichtungen

      Minden. Das Mindener Museum und der Domschatz Minden kooperieren ab dem 1. Februar im Ticket-Bereich. Besucher, die in einer der beiden musealen Einrichtungen eine Eintrittskarte erwerben, erhalten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten einmalig 50 Cent Ermäßigung beim Kauf eines Tickets im anderen Museum.

       „Beide Museen verfolgen das gleiche Ziel“, erklärt der Leiter des Mindener Museums, Philipp Koch: „Wir wollen unseren Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Stadt Minden und ihre Bedeutung in all ihren Facetten nahebringen.“ Dazu gehöre die Entwicklung des Mindener Gemeingefüges ebenso, wie die Einflüsse, die das ehemalige Bistum Minden über mehr als acht Jahrhunderte genommen habe, betont der Vorsitzende des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage. Der Förderverein ist seit Neugestaltung und Wiedereröffnung im März 2017 Betreiber der Domschatzkammer am Kleinen Domhof.

       Das Mindener Museum an der Ritterstraße zählt mit seinen sechs Häusern aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance zu den traditionsreichsten westfälischen Museen. Der Domschatz Minden mit seinem modernen Äußeren gilt mit seinen Exponaten aus elf Jahrhunderten als eine der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. „Diese Stärken wollen wir mit der Kooperation im Ticket-Bereich gemeinsam nutzen“, so Philipp Koch.

       

    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, k.saretzki@minden.de

        


       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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