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Bildung, Kultur, Sport

Aktuelle Pressemitteilungen

Informieren Sie sich hier über unsere aktuellen Pressemitteilungen!

    • Adventskalender Mindener Museumszeile

      Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens muss das Mindener Museum zurzeit für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. Den beliebten Adventskalender unserer Museumszeile können Interessierte aber trotzdem beim Museumsteam erwerben. Die Kosten betragen 6,- € zzgl. 2,50,- € Verpackung und Versand. Bestellungen werden über oder telefonisch unter 0571/9724020 entgegengenommen.

      Das Museumsteam wünscht eine schöne Adventszeit!


      Adventskalender des Mindener Museums (© Mindener Museum)

    • Differenzierungskurs Politik-Geschichte des Ratsgymnasiums forscht zu Mindener Denkmälern Kooperationsprojekt mit dem Mindener Museum

      Mehrere Wochen lang beschäftigten sich Schüler*innen des Differenzierungskurses Politik-Geschichte am Ratsgymnasium mit der Mindener Stadtgeschichte. In Kleingruppen erforschten die Neuntklässler*innen die Geschichte und Bedeutung von verschiedenen Denkmälern im Mindener Stadtgebiet. Zur Auswahl standen das Denkmal des Großen Kurfürsten, das Bürgermeister-Kleine-Denkmal, das Gefallenendenkmal des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 58 und das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.

      Nach einer thematischen Einführung in der Schule führte das Projekt die Schüler*innen ins Mindener Museum. Dort erfuhren sie, wie historisches Arbeiten funktioniert, welche Methoden Historiker*innen nutzen und was es beim Umgang mit historischen Quellen zu beachten gibt. Anschließend durften sie selbst einen Blick in historisches Material werfen und untersuchten Fotos, Festschriften, Zeitungsartikel und andere Archivalien. Schließlich folgte die Arbeitsphase: „Zwischendurch haben wir uns getroffen, um den Stand unseres Projekts zu besprechen. Im Anschluss haben zwei aus der Gruppe für weitere Informationen das Kommunalarchiv besucht,“ erklären die Schüler*innen.

      Eine Gruppe kontaktierte sogar den Künstler Joachim Bandau, der das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus 1988 entwarf. Die Schüler*innen dieser Arbeitsgruppe zogen folgendes Fazit: „Im Allgemeinen fanden wir dieses Projekt sehr spannend und aufschlussreich, da wir viel über die Geschichte von den Opfern des Zweiten Weltkrieges in unserer Umgebung aber auch generell gelernt haben, allerdings war es sehr anstrengend und zeitaufwändig, aber es hat sich gelohnt und wir empfehlen, solche Projekte auch mit den zukünftigen Klassen zu machen.“

      Jede Gruppe erarbeitete Ergebnisse, die sie dann vor Ort an den Denkmälern dem Kurs präsentierte. Die Arbeitsgruppe zum Bürgermeister-Kleine-Denkmal stellte fest: "Zusammenfassend ist unsere Gruppe der Meinung, dass das Bürgermeister-Kleine-Denkmal, welches auf dem Schulhof der ehemaligen Bürgerschule steht, erhalten bleiben sollte, weil er sich für die Stadt Minden viele Jahre lang eingesetzt hat. Zudem haben ehemalige Freunde des Bürgermeisters ihm dieses Denkmal errichtet und es wäre unserer Meinung nach unverschämt, es abzutragen. Generell wünschen wir uns, dass das Denkmal restauriert wird und auch in Zukunft allgemein mehr gepflegt wird.“

      Die Schüler*innen erkannten schnell, dass sich zu manchen Denkmälern mehr Informationen finden ließen als zu anderen und stellten als Ergebnis fest, dass das Benennen von offenen und sogar nicht beantwortbaren Fragen ebenso zur historischen Forschung gehört wie das Zusammentragen von Informationen. Abschließend stellten sie sich der regen Diskussion, welche Bedeutung den Denkmälern in der heutigen Zeit zugemessen werden sollte. Sie debattierten darüber, ob die Denkmäler unveränderter Teil des Mindener Stadtbildes bleiben sollten oder wo sich ein kritisches Hinterfragen lohnt.



      Die Schüler*innen erfahren von Museumsleiter Philipp Koch, wie historisches Arbeiten funktioniert. © Tobias Oder


      Die Schüler*innen bei der Sichtung von Fotos und Archivalien. © Tobias Oder


      Die Schüler*innen präsentieren ihre Ergebnisse vor dem Gefallenendenkmal des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 58. © Tobias Oder


      Die Präsentation vor dem Bürgermeister-Kleine-Denkmal. © Tobias Oder

    • Objekt im Fokus in den Monaten November & Dezember

      Das Mindener Museum muss zwar aufgrund der Corona-Pandemie bis 30. November schließen. Aber trotzdem möchte das Museumsteam weiter die Vielfalt, die Geschichte und den Dokumentationsstand seiner Sammlung vorstellen. Das „Objekt im Fokus“, das alle zwei Monate ein Objekt der Sammlung frei zugänglich im Foyer des Museums ausstellt und seine Geschichte erzählt, kann im November aber zunächst nur digital fortgesetzt werden. In den Monaten November bis Dezember ist es eine Christbaumspitze. Die Spitze entstand ungefähr zwischen 1900 und 1920. Wann und wie das Objekt ins Haus kam, ist unbekannt. Es besteht aus mundgeblasenem Glas, welches von innen Silber verspiegelt wurde. Von außen wurde die Spitze Pink mit Gelatine angemalt. Umsponnen ist sie mit einem Kupferdraht (leonischem Draht) und verziert mit zu Schnecken gedrehtem Draht, kleinen pinken Kugeln und flach geschlagenem Draht, dem Lametta.

      Alle Informationen finden sich auch auf der Webseite des Mindener Museums: https://www.minden.de/stadt_minden/de/Bildung,%20Kultur,%20Sport/Kultur/Museen/Mindener%20Museum/Sammlung/Objekte%20im%20Fokus/

      Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .


    • „Demokratie als Feind – das völkische Westfalen“

      Minden/Münster. 30. Oktober 2020

       

      Ab Freitag, 30. Oktober, bis Freitag, 28. November 2020, ist am ehemaligen Ratscafé am Kleinen Domhof 17 eine Schaufensterinstallation zu sehen. Sie berichtet davon, wie im November 1919 tausende Sozialdemokrat*innen und Demokrat*innen in Minden auf die Straße gingen und gegen völkisch-nationalistische Tendenzen in der Stadt protestierten.

       

      Das „Zeit-Fenster“ ist Teil des Bildungs- und Ausstellungsprojekts „Demokratie als Feind – das völkische Westfalen“, das der Förderverein des Geschichtsortes Villa ten Hompel in Münster gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern an insgesamt zehn Standorten in Westfalen durchführt. Anhand ausgewählter historischer Ereignisse veranschaulicht das Projekt exemplarisch die Mechanismen, Aktionsformen und sozialen Praktiken, mit denen rechtsradikale und völkisch-nationalistische Akteure zur Zeit der Weimarer Republik die Demokratie in Westfalen systematisch bekämpften.

       

      Die Schaufensterinstallation am Kleinen Domhof 17 entstand in Zusammenarbeit mit dem Mindener Museum. Sie zeigt, wie sich Anhänger der Demokratie in den ersten Jahren der Weimarer Republik gegen demokratiefeindliche, völkisch-nationalistische Hetze zur Wehr setzten und mit friedlichen Mitteln für ihre Überzeugung eintraten. Weitere Informationen zu den rechten Mechanismen der Weimarer Zeit liefert die Begleitpublikation der „Westfälische Bote“, eine im Rahmen des Bildungs- und Ausstellungsprojekts und nach Vorbild der 1920er-Jahre gestalteten Zeitung. Ab Mitte November 2020 ist diese auf Anfrage beim Mindener Museum sowie an weiteren ausgesuchten Orten in Minden kostenlos erhältlich.

       

      Das Bildungs- und Ausstellungsprojekt „Demokratie als Feind – das völkische Westfalen“ wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der LWL-Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

       


      Nachdem in Minden im November 1919 bei einer Versammlung der DNVP öffentlich gegen Republik und Juden gehetzt wird, gehen tausende Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße. Sie protestieren gegen die reaktionären Tendenzen in der Stadt. Noch am 1. Mai 1919 war die Feier auf dem Mindener Marktplatz dagegen friedlich verlaufen. © Mindener Museum

       


    • Ausstellung »ÜberLebensmittel« lädt zum Mitmachen und Entdecken ins Mindener Museum ein

      Minden. Wie werden alle satt? Täglich leben mehr Menschen auf unserer Erde. Täglich möchten mehr Menschen satt werden und täglich ziehen mehr Menschen in die Städte und ändern damit meist auch ihre Lebens- und Essgewohnheiten. In der Aus­stellung »ÜberLebensmittel« erfahren Besu­cherinnen und Besucher: Wir brauchen nicht nur immer mehr Lebensmittel für alle, son­dern wir haben auch immer größere Ansprü­che. Zucker, fettreiche Nahrung sowie stark verarbeitete oder tierische Produkte sind weltweit im Trend. Doch reichen die Flächen unserer Erde aus, um alle Menschen zu versorgen und gleich­zeitig die natürlichen Ressourcen zu scho­nen?

      Die Ausstellung »ÜberLebensmittel« zeigt in 8 Bereichen an 16 Mitmachstationen Lösungsansätze für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesicherte, ausgewogene Ernährung. Die zehnte Wanderausstellung der Deut­schen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt sich mit den vielfältigen Aspekten einer nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung auseinander. Die DBU entwickelte sie zusammen mit der Agentur Kessler & Co. aus Mülheim. Die Ausstellung ist von Samstag, 10. Oktober bis Sonntag, 7. Februar 2021 jeweils von donnerstags bis sonntags zwischen 12 und 18 Uhr im Mindener Museum zu sehen. Während des gesamten Aufenthalts im Museum ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Besucher erforderlich.

       

      Trotz der Corona-Pandemie gibt es ein museumspädagogisches Begleitprogramm zur Sonderausstellung. Die Jahrgangsstufen 7 bis 10 von weiterführenden Schulen können in maximal 7 Kleingruppen von 3 Schülern*innen gleichzeitig die Ausstellung während der Öffnungszeiten besuchen, bearbeiten dort einen Aufgabenbogen und sammeln Informationen für die Präsentation in der Schule. Die Aufgabenbögen werden nach vorheriger Anmeldung digital zur Verfügung gestellt. Die Lehrkraft organisiert die Gruppeneinteilung und die Präsentation in der Schule. Die Schüler*innen besuchen das Museum selbstständig.

       

      In den Herbstferien finden unter dem Motto „Tischlein deck dich! Wo kommen unsere Lebensmittel her?“ zwei Nachmittage für Kinder, Eltern und Großeltern statt. Am 15.10.20 geht es um 16:00 Uhr und am 22.11.20 um 14 Uhr darum, gesunde „Kresse-Gesichter“ zu basteln und am 20.10.20 um 14:00 Uhr um die Gestaltung lustiger „Obstgesichter“. Die Familiennachmittage richten sich an Eltern, Großeltern und Kinder ab 6 Jahren. Im Anschluss an eine spannende Führung nimmt jedes Kind ein persönliches, selbst gefertigtes Erinnerungsstück mit nach Hause. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung unter 0571-9724020 oder möglich. Jedes Kind kann max. eine erwachsene Begleitperson mitbringen. Die Teilnehmerzahl insgesamt ist auf maximal 8 Personen begrenzt. Sollten die Programme ausgebucht sein, werden bei Bedarf weitere Termine angeboten.

       

      Weitere Informationen zur Ausstellung auch unter https://www.ausstellung-ueberlebensmittel.de/ oder www.mindenermuseum.de


      Eine von 16 Mitmachstationen in der Ausstellung »ÜberLebensmittel«. 

      (© DBU)

    • Pressemitteilung der Günter-Cassel-Stiftung Minden Neuerwerbung von zwei Gemälden von Wilhelm Busch

      Minden, 21.2.2018. Die Günter-Cassel-Stiftung präsentierte heute zwei Neuerwerbungen von Wilhelm Busch (1832–1908.), die am 10. November auf einer Auktion der Münchener Galerie Carl & Faber ersteigert wurden. Zugleich verabschiedete Vorstand Jan-Nicolai Klement das langjährige Kuratoriumsmitglied Dr. Volker Schäferbarthold, der seit Gründung der Stiftung 1996 die Mindener Wirtschaft im Kuratorium vertrat und nun auf eigenen Wunsch ausschied.

      Bei den erworbenen Gemälden handelt es um zwei von insgesamt sechs Werken, die das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover an die Erben des jüdischen Sammlers Rudolf Neugass zu restituieren hatte. Wie eine systematische Provenienzforschung des Museums 2011/2012 ergab, war das Museum um 1938/39 in den Besitz von acht Ölbildern des Bad Homburger Sammlers gelangt, die die Gestapo bei ihm beschlagnahmt hatte. Neugass starb 1942 im Konzentrationslager. Nach der Restituierung an die Erben 2017 ließen diese die Werke über die Galerie Carl & Faber in München versteigern. Bei den durch die Stiftung erworbenen Werken handelt es sich um die Gemälde „Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke“ (Werkverzeichnis GM Nr. 726) und „Studie eines stehenden Bauern“ (Werkverzeichnis GM Nr. 314):

      „Studie eines stehenden Bauern“, 1885-1890

      Lost Art-ID 438496

      Öl auf Papier / Pappe, 13,2 × 7,0 cm

      Malerei

      Motiv: Halb von rückwärts gesehen steht ein Bauer in einer knapp angedeuteten Raumecke und zündet sich eine Pfeife an.

       

      “Herbstlicher Waldrand mit sitzender Rotjacke”, um 1890

      Lost Art-ID 438501

      Öl auf Papier / Pappe, 17,5 × 20,9 cm

      Malerei

      Motiv: Auf feuerrotem Gelände sitzt vor dünn strukturiertem  braunem Buschwerk und einer nach rechts hängenden Birke eine Rotjacke in Rückenfigur. Vorne rechts liegen zwei Findlinge am Boden.

      Günter-Cassel-Stiftung

      Die Stiftung ist benannt nach dem Privatier Günter Cassel (geboren am 15. September 1915 in Minden, gestorben am 13. November 1990 in Berlin). Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kunst und Kultur durch die Förderung des Kunstbesitzes des Mindener Museums. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Anschaffung von Kunstwerken namhafter deutscher Maler des 19. Jahrhunderts, von Darstellungen mit Bezug auf die Stadt Minden und deren Umgebung sowie – vom Jahre 2015 an – durch die Anschaffung auch anderer Kunstwerke für das Mindener Museum verwirklicht.

      Weitere Informationen unter: www.guenter-cassel-stiftung.org

      Vorstand:
      Jan-Nicolai Klement, (Städtischer Rechtsdirektor)

      Kuratorium:
      N.N., (Vertreter Mindener Wirtschaft)

      Hans Peter Korth, (Vorsitzender Mindener Kunstverein)

      Philipp Koch, (Leiter Mindener Museum)

       

    • Stiftung der Fielmann AG setzt Förderung des Mindener Museums fort

      Minden. Die Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums und das Mindener Museum freuen sich über eine großzügige Schenkung der Stiftung der Fielmann AG. Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden Ina Rinsche übergab heute ein wertvolles Gemälde an die Fördergesellschaft und das Team des Mindener Museums. Das Portrait zeigt den aus altem preußischen Adel stammenden Oberst Maximilian August von Kracht (1803-1862). Der Offizier war von 1859 bis zu seinem Tod 1862 Kommandeur des in Minden stationierten 15. Infanterieregiments Prinz Friedrich der Niederlande. In dieser Funktion besaß er eine herausragende Stellung im gesellschaftlichen und politischen Leben der Stadt Minden. Zu dieser Zeit gab es in Preußen eine Verfassungskrise, die den Aufstieg des späteren Reichskanzlers Bismarck ermöglichte. Der junge König Wilhelm I. stritt in dieser auch als Heereskonflikt bezeichneten Krise mit dem liberal dominierten Abgeordnetenhaus über die zur Reorganisation der preußischen Armee und Landwehr notwendigen Finanzmittel. Auf dem Höhepunkt des Konflikts löste der König am 11. März 1862 das Parlament auf. Von Kracht, der bei der Krönung Wilhelms I. als persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich der Niederlande anwesend war, starb nur wenige Tage später, am 29. März 1862, an einem Halsleiden in Minden. Als hoher Repräsentant des preußischen Militärs stellt von Kracht die eine Seite dieses für die preußische Geschichte zentralen Konfliktes dar und veranschaulicht die Bedeutung des Militärs für die Mindener Stadtgeschichte.

      Die Stiftung der Fielmann AG setzt mit der Schenkung des Portraits von Krachts ihre seit Jahren großzügige Förderung des Mindener Museums und seiner Fördergesellschaft fort. So stiftete die Fielmann AG in den Jahren 2014 und 2015 drei wertvolle Portraits der Familien Pogrell und Harten, des 1828 in Minden geborenen Malers Friedrich Wilhelm Graupenstein.

      Die Leiterin der Fielmann Niederlassung in Minden, Ina Rinsche, überreicht das Gemälde an den Leiter des Mindener Museums Philipp Koch.

    • Sprachförderprogramm für Flüchtlinge im Mindener Museum

      Spracherwerb und Sprachkompetenz sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Sprachförderung mit Kulturvermittlung zu verbinden, ist ein vielversprechender Ansatz die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu unterstützen. Darum entwickelten das Mindener Museum und das Mindener Profilingbüro Glaser das museumspädagogische Programm „Stadt, Land, Fluss“. Das Büro Glaser ist eine der Institutionen vor Ort, die vom Bundesamt für  Migration und Flüchtlinge (BAMF) zertifizierte Deutsch- und Integrationskurse anbietet. Die Ausgangsidee war, das in den Deutschkursen erlernte Sprachwissen durch kulturelle Bildung im Mindener Museum zu unterstützen. Dafür sollten Aspekte aus der Geschichte der Stadt Minden und seiner Region genutzt werden. Das Konzept wurde niedrigschwellig und bedarfsorientiert ausgerichtet. Und hier lag die große Herausforderung: Wie vermittelt man Sprachanfängern mit geringen Deutschkenntnissen in nur drei Zeitstunden Wissen zu wichtigen Bauten wie dem Dom oder zur Gründungslegende Mindens? Entstanden ist ein Programm, dass sich aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten zusammensetzt, die an verschiedenen Orten stattfinden: Schulungsraum, Museum und Stadtrundgang. Vorbereitend erhalten die Teilnehmer eine Woche vor Programmbeginn eine nach Themen und nach Wortgruppen geordnete Vokabelliste.

      Nach einer rund sechsmonatigen Erprobungsphase, an dem neun Deutschkurse  des Profilingbüros Glaser teilnahmen, wurde das Programm abschließend von den Museumspädagogen des Mindener Museums und den sprachpädagogischen Lehrkräften des Profilingbüros Glaser evaluiert. Ein Ergebnis dieser Evaluation ist die Beobachtung, das Sprachförderprogramm an die individuellen Bedarfe der Kursteilnehmer weiter zu entwickeln und zu diversifizieren. Dabei sollen die vom BAMF für Integrationskurse vorgegebenen Lehrinhalte noch gezielter als bisher Berücksichtigung finden. Die vorgegebenen allgemeinen Lehrinhalte zu Geschichte, Kultur und Rechtsordnung in Deutschland aus dem letzten Kursabschnitt von Integrationskursen - dem Orientierungskurs – sollen aufgegriffen und im lokalen politisch-historischen Kontext behandelt werden. Diese Themen werden vom BAMF als wesentlich für die gesellschaftliche Integration von Zugewanderten gesehen.

      Das Sprachförderprogramm „Stadt, Land, Fluss“ kann ab sofort im Mindener Museum gebucht werden. Es kostet mit drei Terminen pro Gruppe insgesamt 100 € plus 1 € Materialkosten pro Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl richtet sich nach den jeweiligen Sprachkenntnissen. Um Anmeldung wird unter 0571-9724020 oder gebeten. Inhaltliche Auskunft gibt Kristin Saretzki, Telefonnr.: 0571-9724021, k.saretzki@minden.de

        


       


      Teilnehmer Deutschkurs vor dem Mindener Museum

      Stadtrundgang vor dem Dom

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