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Claudia Fährenkemper, Aus der Serie Planktos, 41-05-1, Diatomee, 800x, 2005 © Claudia Fährenkemper / VG Bild-Kunst 2019

„Neues Sehen - Neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute“

24. 08. - 20. 10. 2019

  • Am Samstag, den 24. August um 16 Uhr eröffnet im Mindener Museum eine Sonderausstellung zur Fotografiegeschichte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nimmt das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus zum Anlass, in der Wanderausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute“ westfälische Impulse auf die klassische Moderne im Bereich der Fotografie aufzuzeigen. In drei Zeitabschnitten stellt die Ausstellung dar, wie sich die Fotografie in Westfalen zu einem eigenständigen künstlerischen Medium entwickelte, beginnend bei den Fotografen des Bauhauses und Albert Renger-Patzsch bis zu zeitgenössischen Künstlern.    

    Die Fotografen des Bauhauses gingen bei Darstellungskonzepten mit Aufsicht, Untersicht, Nahaufnahmen und Experimenten mit Licht neue Wege. Albert Renger-Patzsch ging es mit seinen „Ruhrgebietslandschaften 1927-1935“ um absolute Gegenstandstreue, präzise Beleuchtung der Objekte und Detailgenauigkeit. In der Tradition steht auch Otto Steinert, der die Anregungen aufgriff und weiterentwickelte. Damit ist die künstlerische Fotografie in Westfalen nicht nur um regionalspezifische Motive bereichert worden, sondern auch um international bedeutende Fotografen, wie Albert Renger-Patzsch (Möhnesee-Wamel), Otto Steinert (Essen) und Erich Angenendt (Dortmund). So wurden Architektur und Landschaft Westfalens zum Thema für die klassische Moderne. Die insgesamt 54 ausgestellten Arbeiten zeigen, dass sich die westfälischen Fotografen im künstlerischen Spannungsfeld von Dokumentation und Abstraktion bewegten. Reproduktionen, vintage prints und modern prints werden durch Bücher und Zeitschriften in Vitrinen ergänzt. Der Sammler und Galerist Jürgen Wilde unterstützt die Ausstellung mit wichtigen Werken von Albert Renger-Patzsch.

    Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.  


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