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Bildung, Kultur, Sport

Dauerausstellung

Was können Sie in unserem Museum entdecken?

  • Das Mindener Museum arbeitet an einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung. Erste Kapitel sind aber bereits aufgeschlagen. Einen Einstieg in Mindener Geschichte bietet das interaktive Stadtmodell „Festung Minden im Jahre 1873“ mit zahlreichen virtuellen Rundgängen. Im „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ belegen 35 Objekte vom Faustkeil bis zum Handballpokal die spannende Geschichte menschlicher Zeugnisse vor Ort. 

    In der „Diele 23“ erfährt man Spannendes zu den Sandsteinen der Region und zur Weserrenaissance. Hier und im Innenhof finden sich Architekturfragmente, Bauspolien und andere Zeugnisse dieser Zeit. Ebenfalls in der Diele 23 wird die Geschichte des Mindener Biers erzählt. Seltene Goldgulden und Stuckornamente werden im „Erker-Kabinett“ präsentiert. Die Geschichte der Leihbibliothek Körber & Freytag, ihrer Familien und ihrer weit gereisten Möbel stehen im Mittelpunkt des „Freytag-Zimmers“. 

    Die Geschichte der Nutzung des Feuers und der Bekämpfung von Feuersbrünsten und Hochwasser werden in der ehemaligen „Blaudruck-Werkstatt“ und der „Schuster-Werkstatt“ dargestellt.

    Weitere Sequenzen werden schrittweise folgen. Von der inhaltlichen Erarbeitung bis zur Eröffnung vergeht oft mehr als ein Jahr. Objekte müssen ausgewählt, manchmal restauriert, Texte geschrieben und Material für Filme oder museumspädagogische Vermittlungsarbeit zusammengestellt werden. Und das ist nur ein Teil der Aufgaben. Schließlich wird die Ausstellung gestaltet, produziert und endlich aufgebaut.

    Zurzeit erarbeiten wir das nächste Kapitel: Unter dem Titel „Fakten, Fiktionen, Forschungen“ wird es am Beispiel der „Schlacht von Minden 1759“ um die vielfältigen Aufgaben im Museum gehen. Welche Objekte haben sich warum erhalten? Wer schreibt eigentlich Geschichte? Und mit welchen Methoden werden heute neue Erkenntnisse aus alten Gegenständen gewonnen? Die Antworten auf diese und andere Fragen werden Sie ab Frühjahr 2022 in den Dachgeschossen der Häuser 23 und 25 finden.

    Freuen Sie sich auf die nächsten Kapitel unserer Dauerausstellung!

    • Aktuelles zur Schlacht bei Minden

      Die Schlacht bei Minden 1759 - Fakten, Fiktionen, Forschungen


      Im Mindener Museum läuft zurzeit die Umsetzung der museumspädagogischen Laborausstellung zur „Schlacht bei Minden“. Die Ausstellungsarchitektur und Vitrinen sind inzwischen bis auf kleinere Nachbesserungsarbeiten fertiggestellt. Auch das Anbringen der Texte-/Bildbanner und der Objekttexte wird Mitte Oktober abgeschlossen. Parallel ist das Museumsteam dabei, die Montage der Objekte in den Vitrinen und im Schaudepot vorzubereiten. Besonders anspruchsvoll ist dabei das Einbringen eines etwa 3m langen, knapp 1m hohen und rund 250 kg schweren Torbalkens aus dem Jahr 1759. Dieser lässt sich nur mit einem Kran in die Räumlichkeiten des Museums transportieren. Den Abschluss der Laborausstellung bilden schließlich die Realisierung eines Einführungsfilms, mehrerer kurzer Erklärfilme und –grafiken und der Inhalte der Hör- und Medienstationen. Die offizielle Eröffnung ist dann für Anfang 2022 vorgesehen. Besucher*innen können aber voraussichtlich ab Mitte November bereits erste Eindrücke von der neuen Präsentation erhalten.

      Am 1. August 1759 kämpften im Siebenjährigen Krieg (1756-63) in der Schlacht bei Minden alliierte und französische Truppen gegeneinander. In der museumspädagogischen Laborausstellung können Besucher*innen künftig erleben, wie museales, experimentelles und wissenschaftliches Arbeiten heute funktioniert. Sie erfahren, wie sich historisches Wissen, Methoden und Bewertungen selbst im Laufe der Zeit wandeln. Sie entdecken, wie alte, uns heute unbekannte Gegenstände zum Sprechen gebracht werden können. Zuerst geht es um die historischen Fakten: Was ist eine Schlacht überhaupt? Wer hat gegen wen, wann, wo, warum und wofür gekämpft? Und warum überhaupt „bei Minden“? Welche Informationen, Quellen und Objekte sind überliefert und wissenschaftlich gesichert? Zweitens geht es um historische Fiktionen: Welche historische Bedeutung schreibt wer, wann und warum der Schlacht zu? Welche Legenden und Mythen ranken sich um die Schlacht? Wie erinnert man sich in Minden und anderswo daran? Und was liefern die wenigen überlieferten Quellen und Objekte an Informationen dazu? Drittens geht es schließlich um historische und museale Forschungen: Mit welchen Methoden sind die Schlacht und ihre materielle Überlieferung früher untersucht worden? Welche Chancen bieten heute neue Fragen und moderne Technik? Oder nach welchen Kriterien werden Objekte für eine Labor-Ausstellung ausgewählt? Es lohnt sich, sich auch gut 250 Jahre danach mit der „Schlacht bei Minden“ zu befassen.


      Bereits unmittelbar nach der Schlacht wurden Kupferstiche mit Bildmotiven zur Schlacht bei Minden lose oder eingebunden in Büchern verkauft. Die Bildmotive zu einzelnen Schlachten ähneln sich stark. Hier eine Abbildung aus dem Werk von Christoph Gottlieb Richter: Die Historie des Kriegs zwischen den Preußen und ihren Bundesgenossen und den Österreichern und ihren Bundesgenossen, Nürnberg 1759.

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