Leben in Minden

Babyfuß

Kind geboren

Minden ist familienfreundlich - für einen guten Start finden Sie hier alle wichtigen Informationen.

  • Die meisten in Minden geborenen Kinder kommen im Johannes Wesling Klinikum zur Welt. Es gibt eine Vereinbarung zwischen dem Klinikum und dem Standesamt Minden, wonach die Formalitäten im Regelfall über das Klinikum abgewickelt werden.

    Bei einer Hausgeburt stellen die Hebamme oder der Haus-/Notarzt eine Geburtsbescheinigung aus und die Eltern müssen die Geburt beim Standesamt unter Vorlage der Bescheinigung anmelden und beurkunden lassen.

    • Welchen Familiennamen bekommt das Kind?

      Am 1. Juli 1998 sind die Neuregelungen des Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts in Kraft getreten. Namensrechtliche Fragen knüpfen nicht mehr an die eheliche oder nichteheliche Abstammung des Kindes an. Berücksichtigung findet dagegen die Möglichkeit der Abgabe einer gemeinsamen Sorgeerklärung auch für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind.

    • Die Eltern sind miteinander verheiratet

      Führen die Eltern im Zeitpunkt der Geburt des Kindes einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen), so erhält auch das Kind diesen Namen als Geburtsnamen.

      Führen die Eltern keinen Ehenamen, so entscheiden sie gemeinsam, ob das Kind den Familiennamen der Mutter oder den Familiennamen des Vaters erhalten soll. Diese Bestimmung gilt auch für weitere Kinder aus dieser Ehe. Ein aus den Familiennamen beider Eltern zusammen gesetzter Doppelname kann nicht gebildet werden.

      Können sich die Eltern nicht einigen, so überträgt das Familiengericht die Entscheidung einem der beiden Elternteile.

    • Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet

      Wenn die Eltern nicht miteinander verheiratet sind (die Mutter ist ledig, geschieden oder verwitwet), so wird grundsätzlich die Geburt des Kindes nur mit den Daten der Mutter beurkundet. Das heißt: der Vater erscheint nicht auf der ersten Geburtsurkunde des Kindes und das Kind erhält den Familiennamen der Mutter.

      Ausnahme
      . Der Vater kann bereits auf der ersten Geburtsurkunde des Kindes eingetragen werden, wenn eine gültige Vaterschaftsanerkennung sowie die Zustimmung der Mutter zur Vaterschaftsanerkennung vorliegen. Diese Vaterschaftsanerkennung kann beim Jugendamt oder vorzugsweise beim Standesamt abgegeben werden. Diese Erklärungen können sogar schon vor der Geburt des Kindes beurkundet werden.

    • Besonderheiten

      Problematisch wird es, wenn die Kindesmutter noch verheiratet ist, der Ehemann aber nicht der Vater des Kindes ist. In diesen Fällen sollten Sie sich so schnell wie möglich mit dem Standesamt des Geburtsortes des Kindes in Verbindung setzen.

      Hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge für das Kind, so erhält das Kind den Familiennamen, den die Mutter zur Zeit der Geburt führt. Die Mutter kann dem Kind jedoch den Familiennamen des nicht sorgeberechtigten Vaters - mit dessen Einwilligung - erteilen.

      Steht den Eltern die Sorge für das Kind gemeinsam zu, müssen sie zusammen entscheiden, ob das Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters als Geburtsnamen erhalten soll. Diese Bestimmung gilt auch für weitere gemeinsame Kinder.

      Die Namensbestimmung muss innerhalb eines Monats nach der Geburt getroffen werden. Nach Ablauf dieser Frist überträgt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil.

      Hat das Kind bei der Beurkundung der Geburt als Geburtsnamen den Familiennamen der allein sorgeberechtigten Mutter erhalten und begründen die Eltern die gemeinsame Sorge durch Erklärung beim Jugendamt nach Geburt des Kindes, so können sie den Geburtsnamen des Kindes innerhalb einer Frist von drei Monaten neu bestimmen.

      Bei Eheschließung der Eltern nach Geburt des Kindes erstreckt sich ein gewählter Ehename kraft Gesetzes auf gemeinsame Kinder, sofern diese das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ältere Kinder müssen sich der Änderung des Namens durch gesonderte Erklärung anschließen.

    • Welchen Vornamen erhält das Kind?

      Der Vorname ist für den Menschen ein Begleiter für das ganze Leben. Die Wahl des Vornamens sollte deshalb wohlüberlegt sein. Grundsätzlich steht es den Eltern oder den sonst zur Namensgebung berechtigten Personen frei, welchen Vornamen sie für das Kind auswählen.

      Bezeichnungen, die ihrem Wesen nach kein Vorname sind, dürfen jedoch nicht zum Vornamen umfunktioniert werden. Mehrere Vornamen können zu einem Vornamen verbunden werden (z. B. Friedrich-Wilhelm), ebenso ist die Verwendung einer gebräulichen Kurzform eines Vornamens als selbständiger Name zulässig (z. B. Bea anstatt Beate).

      Für Jungen sind nur männliche, für Mädchen nur weibliche Vornamen zulässig. Lässt ein Vorname Zweifel über das Geschlecht eines Kindes aufkommen (z. B. Toni), so ist dem Kind ein weiterer den Zweifel ausschließender Vorname beizulegen (z. B. Toni Paul oder Toni Paula). Eine erste Auswahl von Vornamen ist im Stammbuch der Familie enthalten. Vornamensbücher sind auch im Buchhandel erhältlich oder beim Standesamt einzusehen.

      Sollten noch Zweifel oder Unklarheiten über den bzw. die gewünschten Vornamen bestehen, können diese in einem persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Standesbeamten ausgeräumt werden.

      Sollten Sie weitere Fragen zum Thema „Beurkundung von Geburten" haben, so vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Gesprächstermin.


    • Welche Gebühren fallen an?

          Die Beurkundung der Geburt ist gebührenfrei.

          Sie erhalten gebührenfreie Bescheinigungen:

          • • zur Beantragung von Kindergeld
          • • zur Beantragung von Elterngeld
          • • zur Vorlage bei der Krankenkasse
          • • für religiöse Zwecke


            Für die Ausstellung einer Geburtsurkunde fallen ab dem 1. Januar 2014 Gebühren in Höhe von 14 Euro an. Werden zeitgleich weitere Urkunden ausgestellt, sind für die zweite und jede weitere Urkunde lediglich 7 Euro zu zahlen.


            • Nachbeurkundungen von Geburten im Ausland

                  Ist eine Person im Ausland geboren, so kann dieser Personenstandsfall seit dem 1.01.2009 gem. § 36 PStG auf Antrag in einem deutschen Geburten- oder Sterberegister nachbeurkundet werden.

                  Voraussetzung hierfür ist, dass die geborene Person die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, staatenlos, heimatloser Ausländer, Asylberechtigter oder ausländischer Flüchtling ist. Antragsberichtigt sind bei der Nachbeurkundung der Geburt die Eltern des Kindes, das Kind selbst, sowie dessen Ehegatten, Lebenspartner oder Kinder.

                  Zuständig ist das Standesamt, in dessen Bereich die geborene Person ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ergibt sich danach keine Zuständigkeit, beurkundet das Standesamt I in Berlin den Personenstandsfall. Der Antrag auf Nachbeurkundung kann zeitlich unbefristet gestellt werden. Die dem Antrag beizufügenden Unterlagen sind je nach Falllage unterschiedlich, ebenso wie die Bearbeitungszeit und der Umfang der durchzuführenden Ermittlungen.

                  Ergebnis des Verfahrens ist ein Eintrag in das Geburtenregister des zuständigen Standesamtes. Aus diesem Eintrag können Geburtsurkunden erstellt werden.

                  Weitere Einzelheiten besprechen wir gerne mit Ihnen persönlich. Um Wartezeiten zu vermeiden, vereinbaren Sie bitte einen Gesprächstermin.

                  Welche Gebühren fallen an?
                  Für die Nachbeurkundung einer im Ausland erfolgten Geburt fallen ab dem 1. Januar 2014 folgende Gebühren an:

                    • • Nachbeurkundung einer im Ausland erfolgten Geburt: 80 Euro
                    • • Ausstellung einer Geburtsurkunde aus dem Geburtenregister: 14 Euro

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