Leben in Minden

Betreuungsverfahren

Im Überblick.


  • Haben Sie Fragen zur Betreuung, Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügung oder der damit zusammenhängenden Patientenverfügung, dann wenden Sie sich an unsere Betreuungsstelle ....

    Aufgaben einer Betreuungsstelle (§ 4-8 BtBG): Unter anderem berät und unterstützt die Betreuungsbehörde Betreuer, Bevollmächtigte und die Betroffenen.
    Die Behörde unterstützt das Betreuungsgericht bei seiner Aufgabenwahrnehmung, z.B. der Sachverhaltsaufklärung im Betreuungsverfahren und der Auswahl und Gewinnung geeigneter Betreuungspersonen. 

    Weiterhin finden Sie bei der Betreuungsstelle Hilfe bei Fragen zu Vorsorgevollmachten oder der Betreuungsverfügung, nebst der damit zusammenhängenden Patientenverfügung.

    In der Geschäftsstelle der Betreuungsbehörde können die Unterschriften unter Ihrer Vorsorgevollmacht oder Ihrer Betreuungsverfügung beglaubigt (Kosten 10,00 €) werden.

    • Voraussetzung für eine Betreuerbestellung (§ 1896 BGB)

      „Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer….“

    • Betreuerauswahl (§ 1897 BGB)

      „Zum Betreuer bestellt das Betreuungsgericht eine natürliche Person, die geeignet ist, in dem gerichtlich bestellten Aufgabenkreis die Angelegenheiten des Betreuten rechtlich zu besorgen ….“

      Dies kann eine dem Betreuten nahestehende Person, das Mitglied oder ein Mitarbeiter eines Betreuungsvereins oder ein selbständiger Berufsbetreuer oder eine bei der zuständigen Behörde beschäftigte Person sein.

    • Mögliche Aufgabenkreise eines Betreuers

      Die Gesundheitsfürsorge, das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die Vermögenssorge, sozialrechtliche Angelegenheiten, wie z.B. die Behördenangelegenheiten.

    • Kosten einer gesetzlichen Betreuung

      Betreuungsverfahren: Mit einem Betreuungsverfahren sind Kosten verbunden. Kosten entstehen u.a. durch Sachverständigengutachten, Gerichtskosten und z.B. Reisekosten. Betroffene werden nur dann zur Begleichung der Verfahrenskosten herangezogen, wenn sie nach Abzug aller Verbindlichkeiten über ein Vermögen von mehr als 25.000,-€ verfügen, wobei der Wert eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung, in der die betreute Person lebt, außer Betracht bleibt.

      Betreuungskosten: Sind Betreute als vermögend eingestuft, müssen sie ihren Betreuer selbst entlohnen. Dies ist der Fall, wenn der Betreute über mehr als 2.600,-€ Vermögen verfügt oder er die Freigrenze gem. § 82 SGB XII in Höhe von 718,- € zuzüglich der Mietkosten überschreitet.

      Bei Betreuten, die als mittellos eingestuft werden, zahlt die Staatskasse die Betreuung.

      Detaillierten Auskünfte zu den Kostenfragen sollten bei den Rechtspflegern der Betreuungsgerichte eingeholt werden (siehe auch im Kasten oben rechts).

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