Digitales Spieleclubprojekt setzt sich mit Thema Abschied auseinander


Mit einer Gruppe von knapp 30 Spieler*innen im Alter von neun bis 75 Jahren hat sich das Stadttheater Minden für zwei Monate in einem digitalen Forschungslabor auf den Weg gemacht, das Thema Abschied auszuloten - in all seinen Facetten, Bereichen und Gefühlen. Dabei hat sich die Gruppe von Fragen leiten lassen, wie: Was ist Abschied? Wann verabschieden wir uns von Dingen? Von Menschen? Von liebgewonnenen Freiheiten? Tut der Abschied weh? Wenn ja, wo? Muss er wehtun? Was sollte man besser hinter sich lassen? Worauf kann man sich dann freuen? 

Den „Forschungstand“ hält die Gruppe fest und beschließt die Spielzeit 20/21 digital auf dem Instagram-Kanal @werk.statt.abschied. Auf dem Social Media-Kanal wird Minden und die digitale Welt am 26. Juni von 15 Uhr bis 24 Uhr mit einer Collage rund um das Abschiednehmen geflutet - mit Videos, Fotos, Texten und ganz wichtig, Livemomenten im Stadtraum. 

Die Jugend- und Spielclubs sind seit dem Jahr 2010 fester Bestandteil des Stadttheaters Minden. Neben klassischen Theaterstoffen, wie den Nibelungen oder Shakespeare-Texten, wurden in den vergangenen Jahren Produktionen mit aktuellen, brisanten Themen immer wichtiger. Inhalte waren unter anderem Krieg, Rausch, das Zusammenleben in einer diversifizierten Welt und  Geschlechtergerechtigkeit. Zuletzt wurde mit der großen Produktion „Ehre genommen“ das Zusammenwirken von Sprache und Macht thematisiert. 

Auch für die Spielzeit 21/22 gibt es bereits ganz konkrete Planungen: Clubs wird es für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen über die gesamte Spielzeit verteilt geben. Die jeweiligen Clubs arbeiten für drei Monate auf eine Aufführung hin. Außerdem planen Intendantin Andrea Krauledat und Theaterpädagogin Viola Schneider an einer großen Sommertheaterproduktion unter Beteiligung von Mindener Bürger*innen. Workshops, sowohl im haptischen, als auch im digitalen Raum runden das Angebot ab.

Weitere Infos dazu gibt es ab September auf der Homepage des Stadttheaters und schon jetzt im Theatermagazin.