Museumszeile Minden

Ausstellung

Was erwartet Sie im Mindener Museum?

Als aktives, innovatives Kultur- und Bildungszentrum stellt das Mindener Museum die Eigenarten unserer Stadt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in seiner Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und durch Sonderausstellungen aus. Unsere Ausstellungen sollen lebenslanges Lernen ermöglichen, aber auch unterhalten. Sie wollen eine emotionale Bindung aller Menschen an Minden, seine Geschichte und sein Museum schaffen. Mit originalen Objekten entwickeln wir Ausstellungen zu historischen, kulturhistorischen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen oder technikgeschichtlichen Themen. Die Informationen beruhen auf neuen Erkenntnissen, sie werden allgemein verständlich und ansprechend dargeboten. Jeder Ausstellung liegt ein Vermittlungskonzept zugrunde, das sich an den Bedürfnissen und Erwartungen unsere Besucher*innen orientiert.

  • Aktuelle Sonderausstellungen


    Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Sonderausstellungen. Auf rund 650 qm Ausstellungsfläche werden regelmäßig Sonderausstellungen zur Geschichte, Kunst und Kultur von Stadt und Region, dem ehemaligen Fürstbistum Minden und heutigen Kreis Minden-Lübbecke gezeigt. Aber auch überregionale Präsentationen zu Geschichte, Archäologie, Kunst und Naturwissenschaft haben ihren Platz im Ausstellungsprogramm.

    Wie bei fast allen Museen mit eigener Sammlung lagert der größte Teil der Museumsobjekte verborgen im Magazin. In loser Reihenfolge geben wir daher in unseren „Kabinettausstellungen“ Einblicke in unsere Sammlung und lassen Unbekanntes, Wertvolles und Kurioses für unsere Besucher*innen sichtbar werden.

    Bild zu Bild – Echo auf alte Meister:innen. Malereien von Bernhard Sprute und Rosemarie Sprute

    28. Januar 2023 - 26. März 2023

    Bernhard und Rosemarie Sprute zeigen Arbeiten, in denen sie auf unterschiedliche Weise auf Bilder Alter Meisterinnen und Meister reagieren: 

    Bernhard Sprute bezieht sich in seiner Malerei auf häufig in der Bildwelt der Frühen Neuzeit wiederholte Motive, die für ihn aufgrund seiner Biographie große Bedeutung haben; bevorzugt interessieren ihn die Darstellungen von Tieren und die breite Ausdifferenzierung der niederländischen Stillleben.

    Die Arbeiten von Rosemarie Sprute setzen sich mit sakralen Historienbildern, besonders mit Frauenfiguren des frühneuzeitlichen Italiens und Spaniens auseinander, sie erinnern den Betrachter an mit ihnen verknüpfte sozial- und religionspolitische Fragestellungen, die bis in unsere Gegenwart reichen.

    "ÜberLebensmittel" - Eine Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    03. Dezember 2022 - 05. März 2023

    Wie werden alle satt? Täglich leben mehr Menschen auf unserer Erde. Täglich möchten mehr Menschen satt werden und täglich ziehen mehr Menschen in die Städte und ändern damit meist auch ihre Lebens- und Essgewohnheiten. In der Ausstellung »ÜberLebensmittel« erfahren Besucher*innen: Wir brauchen nicht nur immer mehr Lebensmittel für alle, sondern wir haben auch immer größere Ansprüche. Zucker, fettreiche Nahrung sowie stark verarbeitete oder tierische Produkte sind weltweit im Trend. Doch reichen die Flächen unserer Erde aus, um alle Menschen zu versorgen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen?

    Die Ausstellung »ÜberLebensmittel« zeigt in 8 Bereichen an 16 Mitmachstationen Lösungsansätze für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesicherte, ausgewogene Ernährung. Die zehnte Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt sich mit den vielfältigen Aspekten einer nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung auseinander. Die DBU entwickelte sie zusammen mit der Agentur Kessler & Co. aus Mülheim. Die Mitmachausstellung ist von Samstag, 3. Dezember bis Sonntag, 5. März 2023 jeweils von dienstags bis sonntags zwischen 12 und 18 Uhr im Mindener Museum zu sehen. Für Gruppen sind Sonderöffnungen möglich. Passend dazu gibt es museumspädagogische Begleitprogramme für die Klassen 3 und 4 der Grundschulen und 5 bis 7 weiterführender Schulen. 

  • Dauerausstellung

    Was können Sie in unserem Museum entdecken?

    Das Mindener Museum arbeitet an einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung. Erste Kapitel sind aber bereits aufgeschlagen. Einen Einstieg in Mindener Geschichte bietet das interaktive Stadtmodell „Festung Minden im Jahre 1873“ mit zahlreichen virtuellen Rundgängen. Im „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ belegen 35 Objekte vom Faustkeil bis zum Handballpokal die spannende Geschichte menschlicher Zeugnisse vor Ort. 

    In der „Diele 23“ erfährt man Spannendes zu den Sandsteinen der Region und zur Weserrenaissance. Hier und im Innenhof finden sich Architekturfragmente, Bauspolien und andere Zeugnisse dieser Zeit. Ebenfalls in der Diele 23 wird die Geschichte des Mindener Biers erzählt. Seltene Goldgulden und Stuckornamente werden im „Erker-Kabinett“ präsentiert. Die Geschichte der Leihbibliothek Körber & Freytag, ihrer Familien und ihrer weit gereisten Möbel stehen im Mittelpunkt des „Freytag-Zimmers“. 

    Die Geschichte der Nutzung des Feuers und der Bekämpfung von Feuersbrünsten und Hochwasser werden in der ehemaligen „Blaudruck-Werkstatt“ und der „Schuster-Werkstatt“ dargestellt.

    Weitere Sequenzen werden schrittweise folgen. Von der inhaltlichen Erarbeitung bis zur Eröffnung vergeht oft mehr als ein Jahr. Objekte müssen ausgewählt, manchmal restauriert, Texte geschrieben und Material für Filme oder museumspädagogische Vermittlungsarbeit zusammengestellt werden. Und das ist nur ein Teil der Aufgaben. Schließlich wird die Ausstellung gestaltet, produziert und endlich aufgebaut.

    Freuen Sie sich auf die nächsten Kapitel unserer Dauerausstellung!

    Die Schlacht bei Minden 1759 - Fakten, Fiktionen, Forschungen

    Ab Samstag, 21. Mai, ist es im Mindener Museum endlich soweit. Die museumspädagogische Laborausstellung zur „Schlacht bei Minden“ wird offiziell um 16 Uhr eröffnet. Der aktuelle Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie belegen nachdrücklich die Notwendigkeit historisch-politischer Bildung und Erinnerung. Kriege, Seuchen und Hunger sind seit Jahrhunderten „Geißeln der Menschheit“. Sehr häufig bedingen und verstärken sich diese drei Prozesse gegenseitig und lösen traumatische Erfahrungen von Gewalt, Leid und Not oft über mehrere Generationen aus. Eine Gegenwart, die die meisten von uns zumindest in Europa noch vor Monaten für undenkbar hielten. Ist es angesichts dieser Ereignisse geschichtskulturell legitim, sich museal mit einer Schlacht zu befassen, die hier vor gut 250 Jahren tobte?

    Wir meinen: ja. Eine kritische Erinnerung an und eine neue, vielfältige, differenzierte Musealisierung eines öffentlich, medial und politisch immer wieder zu einem zentralen Ereignis der Mindener Stadtgeschichte stilisierten Narratives ist drängender denn je. Heutige Entwicklungen lassen sich sonst nur in Ansätzen verstehen oder Mythen und Vorurteile werden weiterhin tradiert. Historische Ereignisse sind zwar einmalig und können sich nicht wiederholen. Aber wir können sie vergleichen, können Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen und vor allem den „Nebel mitgeschleppter Legenden durchstoßen“ (H.U. Wehler).

    In unserer neuen museumspädagogischen Laborausstellung geht es zuerst um die historischen Fakten: Was ist eine Schlacht überhaupt? Wer hat gegen wen, wann, wo, warum und wofür gekämpft? Und warum überhaupt „bei Minden“? Welche Informationen, Quellen und Objekte sind überliefert und wissenschaftlich gesichert?

    Zweitens geht es um historische Fiktionen: Welche historische Bedeutung schreibt wer, wann und warum der Schlacht zu? Welche Legenden und Mythen ranken sich um die Schlacht? Wie erinnert man sich in Minden und anderswo daran? Und was liefern die wenigen überlieferten Quellen und Objekte an Informationen dazu?

    Drittens geht es schließlich um historische und museale Forschungen: Mit welchen Methoden sind die Schlacht und ihre materielle Überlieferung früher untersucht worden? Welche Chancen bieten heute neue Fragen und moderne Technik? Und nach welchen Kriterien werden Objekte für eine Laborausstellung ausgewählt?

    Antworten auf diese und andere Fragen versuchen wir in unserer Laborausstellung zu geben. Erleben Sie, wie museales, experimentelles und wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. Erfahren Sie, wie sich historisches Wissen, Methoden und Bewertungen selbst im Laufe der Zeit wandeln. Entdecken Sie, wie alte, uns heute unbekannte Gegenstände zum Sprechen gebracht werden können, wie aus Fragen Erkenntnisse werden können.

    Es lohnt sich, sich auch gut 250 Jahre danach mit der „Schlacht bei Minden“ zu befassen.

    Schaufenster zur Stadtgeschichte

    Wann fängt die Geschichte Mindens eigentlich an? Mit den ersten menschlichen Siedlungsspuren vor mehr als 100.000 Jahren? Oder mit der Ersterwähnung Mindens in den fränkischen Reichsannalen im Jahre 798?

    Unser Schaufenster zur Stadtgeschichte präsentiert Dinge aus verschiedenen Epochen der Mindener Historie. Aus den rund 60.000 Objekten, die das Mindener Museum bewahrt, haben wir 35 ausgewählt: Vom Faustkeil, der in unserer Region vor 100.000 Jahren benutzt wurde, bis zum Kaffeebecher, der zum 1200-jährigen Stadtjubiläum herausgegeben wurde. Diese 35 Dinge laden zu einer Reise in Mindens Vergangenheit ein und jedes erzählt seine eigene „Stadtgeschichte“. Aber nicht aus jedem Zeitraum haben sich überhaupt Zeugnisse erhalten. Daher gibt es auch Lücken und noch viele offene Fragen. Das bedeutet, dass die Arbeit an den „Stadtgeschichten“ und das Sammeln von Objekten noch lange nicht abgeschlossen ist.

    Multimediales Stadtmodell

    Draufsicht auf das Stadtmodell im Mindener Museum

    Das Holzmodell zeigt die Stadt Minden des Jahres 1873 mit den Festungsanlagen und der Bahnhofsbefestigung. Es stellt so die Situation vor der Aufhebung der preußischen Festung und der Schleifung der Anlagen dar. Das Modell umfasst etwas mehr als 600 Einzelgebäude, deren jeweilige Lage, Gestalt und Höhe nach historischen Karten und Dokumenten geformt wurden.

    Das Stadtmodell entstand 1997 bis 1999 im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums. 4200 Arbeitsstunden hat der Mindener Modellbauer Bernd Vestweber in die Stadtansicht gesteckt, die 1,80 x 2,80 m groß ist und im Maßstab 1:1000 angefertigt wurde.

    Die Besucher*innen erhalten die Möglichkeit, an Touchscreens Informationen abzurufen. Auf dem Modell selbst werden bestimmte Gebäude oder Stadtquartiere angeleuchtet. Zurzeit stehen zur Verfügung: „Sehenswürdigkeiten im Spotlight“ und „Shopping – Eine Zeitreise“.  

    Die Arbeit am „interaktiven Stadtmodell“ wird kontinuierlich fortgesetzt, um Besucher*innen des Mindener Museums stets neue Aspekte der Geschichte und Entwicklung der Stadt Minden aufzeigen zu können.  

  • Geplante Ausstellungen

    "50 Jahre Kommunale Neugliederung Minden-Lübbecke 1973-2023: Die Gebietsreform ein Erfolgsmodell oder Bürokratiemonster?" (Arbeitstitel)
    11.03.23 - 27.08.23

    "Faszination Stereoskopie. 3D-Fotografie von 1840 bis heute"
    03.04.23 - 16.07.23

    "Abschied nehmen - Sterben, Tod und Trauer" - Eine Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
    29.07.23 - 24.09.23

    "MenschenWelt" - Eine Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
    02.09.23 - 26.11.23

    "Jahresausstellung des Mindener Kunstvereins"
    07.10.23 - 07.01.24

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