Museumszeile Minden

Ausstellung

Was erwartet Sie im Mindener Museum?

Als aktives, innovatives Kultur- und Bildungszentrum stellt das Mindener Museum die Eigenarten unserer Stadt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in seiner Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und durch Sonderausstellungen aus. Unsere Ausstellungen sollen lebenslanges Lernen ermöglichen, aber auch unterhalten. Sie wollen eine emotionale Bindung aller Menschen an Minden, seine Geschichte und sein Museum schaffen. Mit originalen Objekten entwickeln wir Ausstellungen zu historischen, kulturhistorischen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen oder technikgeschichtlichen Themen. Die Informationen beruhen auf neuen Erkenntnissen, sie werden allgemein verständlich und ansprechend dargeboten. Jeder Ausstellung liegt ein Vermittlungskonzept zugrunde, das sich an den Bedürfnissen und Erwartungen unsere Besucher*innen orientiert.

  • Aktuelle Sonderausstellungen


    Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Sonderausstellungen. Auf rund 650 qm Ausstellungsfläche werden regelmäßig Sonderausstellungen zur Geschichte, Kunst und Kultur von Stadt und Region, dem ehemaligen Fürstbistum Minden und heutigen Kreis Minden-Lübbecke gezeigt. Aber auch überregionale Präsentationen zu Geschichte, Archäologie, Kunst und Naturwissenschaft haben ihren Platz im Ausstellungsprogramm.

    Wie bei fast allen Museen mit eigener Sammlung lagert der größte Teil der Museumsobjekte verborgen im Magazin. In loser Reihenfolge geben wir daher in unseren „Kabinettausstellungen“ Einblicke in unsere Sammlung und lassen Unbekanntes, Wertvolles und Kurioses für unsere Besucher*innen sichtbar werden.


    Sammelsurium?! Über 100 Jahre Sammeln, Bewahren, Ausstellen im Mindener Museum 

    25.06. - 02.10.2022

    Am 26. September 1912 beschloss die Mindener Stadtverordnetenversammlung, das Haus in der Ritterstraße 23 zu „Museumszwecken“ zu nutzen. 1914 war es erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Erster Weltkrieg, Revolution und Inflation verhinderten zunächst aber die weitere Entwicklung. Erst nach 10 Jahren, am 22. September 1922, eröffnete die Stadt feierlich ihr „Heimatmuseum“. Seit damals sind 100 Jahre vergangen.

    Ein guter Anlass, mit Ihnen anhand von 100 Objekten aus unseren vielfältigen Sammlungsgebieten eine Reise in die Vergangenheit des Museums zu unternehmen. Wir stellen Ihnen Museumsleiter und Sammler*innen vor. Wir erzählen von der Geschichte unseres Museums. Und wir zeigen seine Entwicklung vom „Heimatmuseum“ zum stadtgeschichtlichen Erinnerungsort.

    Sammeln, Bewahren, Erforschen, Präsentieren und Vermitteln: diese Aufgaben bestimmen heute ein Museum. Und diese Tätigkeiten wurden von Beginn an auch im Mindener Museum ausgeübt. Auf welche Weise hier die musealen Aufgaben wahrgenommen wurden, unterlag und unterliegt bis heute vielen Einflüssen. Hierzu gehören die Persönlichkeit und Interessen der jeweiligen Museumsleiter. Ein wichtiger Faktor ist der Grad der Professionalisierung des Museumsteams. Auch wird die Entwicklung wesentlich durch die finanzielle und personelle Ausstattung oder den kulturpolitischen Diskurs bestimmt.

    • Wie und was wurde gesammelt?
    • Welche Schwerpunkte wurden gesetzt?
    • Wie wurde das Sammlungsgut dokumentiert?
    • Was würden wir heute nicht mehr in die Sammlung aufnehmen?
    • Was finden Sie als unsere Besucher*innen wichtig?
    • Welche Wünsche haben Sie an Ihr Mindener Museum in der Zukunft?

    Um diese und mehr Fragen geht es in unserer Ausstellung. Lassen Sie sich überraschen!

    Otto Quante (1875-1947) Maler und Radierer – Eine Bestandsaufnahme

    7. Mai – 30. Oktober 2022

    Der in seiner Heimatstadt bis heute sehr bekannte Künstler Otto Quante wurde 1875 in Minden geboren. Nach einem Medizinstudium und längerer Tätigkeit als Arzt nahm Quante eine künstlerische Laufbahn auf, die er vor allem von München aus verfolgte. Sein Tod jährt sich 2022 zum 75. Male. Dies nehmen Mindener Museum und Mindener Kunstverein zum Anlass, nach 1997 zum ersten Mal wieder Quantes Werk im Überblick aus Beständen des Museums und privaten Leihgaben zu präsentieren.

    Quantes künstlerische Technik war vor allem die Kaltnadelradierung. In seinem Werk finden sich Portraits, Landschaften, Aktbilder, Capriccios und humoristische Motive. Besonders seine Vagabundenbilder werden vielen Mindenern noch bekannt sein. Hinter dieser Vielfalt ist Otto Quante als Mensch und Künstler jedoch nur in Umrissen erkennbar. Die Ausstellung im Mindener Museum mit über 100 Arbeiten des Künstlers lädt zu seiner Wiederentdeckung ein.

    Es werden öffentliche Führungen durch die Ausstellung angeboten. Die Termine entnehmen Sie bitte der Homepage oder der Presse. Für Gruppen sind auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

    Im Museum ist weiterhin das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

  • Dauerausstellung

    Was können Sie in unserem Museum entdecken?

    Das Mindener Museum arbeitet an einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung. Erste Kapitel sind aber bereits aufgeschlagen. Einen Einstieg in Mindener Geschichte bietet das interaktive Stadtmodell „Festung Minden im Jahre 1873“ mit zahlreichen virtuellen Rundgängen. Im „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ belegen 35 Objekte vom Faustkeil bis zum Handballpokal die spannende Geschichte menschlicher Zeugnisse vor Ort. 

    In der „Diele 23“ erfährt man Spannendes zu den Sandsteinen der Region und zur Weserrenaissance. Hier und im Innenhof finden sich Architekturfragmente, Bauspolien und andere Zeugnisse dieser Zeit. Ebenfalls in der Diele 23 wird die Geschichte des Mindener Biers erzählt. Seltene Goldgulden und Stuckornamente werden im „Erker-Kabinett“ präsentiert. Die Geschichte der Leihbibliothek Körber & Freytag, ihrer Familien und ihrer weit gereisten Möbel stehen im Mittelpunkt des „Freytag-Zimmers“. 

    Die Geschichte der Nutzung des Feuers und der Bekämpfung von Feuersbrünsten und Hochwasser werden in der ehemaligen „Blaudruck-Werkstatt“ und der „Schuster-Werkstatt“ dargestellt.

    Weitere Sequenzen werden schrittweise folgen. Von der inhaltlichen Erarbeitung bis zur Eröffnung vergeht oft mehr als ein Jahr. Objekte müssen ausgewählt, manchmal restauriert, Texte geschrieben und Material für Filme oder museumspädagogische Vermittlungsarbeit zusammengestellt werden. Und das ist nur ein Teil der Aufgaben. Schließlich wird die Ausstellung gestaltet, produziert und endlich aufgebaut.

    Freuen Sie sich auf die nächsten Kapitel unserer Dauerausstellung!

    Die Schlacht bei Minden 1759 - Fakten, Fiktionen, Forschungen

    Ab Samstag, 21. Mai, ist es im Mindener Museum endlich soweit. Die museumspädagogische Laborausstellung zur „Schlacht bei Minden“ wird offiziell um 16 Uhr eröffnet. Der aktuelle Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie belegen nachdrücklich die Notwendigkeit historisch-politischer Bildung und Erinnerung. Kriege, Seuchen und Hunger sind seit Jahrhunderten „Geißeln der Menschheit“. Sehr häufig bedingen und verstärken sich diese drei Prozesse gegenseitig und lösen traumatische Erfahrungen von Gewalt, Leid und Not oft über mehrere Generationen aus. Eine Gegenwart, die die meisten von uns zumindest in Europa noch vor Monaten für undenkbar hielten. Ist es angesichts dieser Ereignisse geschichtskulturell legitim, sich museal mit einer Schlacht zu befassen, die hier vor gut 250 Jahren tobte?

    Wir meinen: ja. Eine kritische Erinnerung an und eine neue, vielfältige, differenzierte Musealisierung eines öffentlich, medial und politisch immer wieder zu einem zentralen Ereignis der Mindener Stadtgeschichte stilisierten Narratives ist drängender denn je. Heutige Entwicklungen lassen sich sonst nur in Ansätzen verstehen oder Mythen und Vorurteile werden weiterhin tradiert. Historische Ereignisse sind zwar einmalig und können sich nicht wiederholen. Aber wir können sie vergleichen, können Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen und vor allem den „Nebel mitgeschleppter Legenden durchstoßen“ (H.U. Wehler).

    In unserer neuen museumspädagogischen Laborausstellung geht es zuerst um die historischen Fakten: Was ist eine Schlacht überhaupt? Wer hat gegen wen, wann, wo, warum und wofür gekämpft? Und warum überhaupt „bei Minden“? Welche Informationen, Quellen und Objekte sind überliefert und wissenschaftlich gesichert?

    Zweitens geht es um historische Fiktionen: Welche historische Bedeutung schreibt wer, wann und warum der Schlacht zu? Welche Legenden und Mythen ranken sich um die Schlacht? Wie erinnert man sich in Minden und anderswo daran? Und was liefern die wenigen überlieferten Quellen und Objekte an Informationen dazu?

    Drittens geht es schließlich um historische und museale Forschungen: Mit welchen Methoden sind die Schlacht und ihre materielle Überlieferung früher untersucht worden? Welche Chancen bieten heute neue Fragen und moderne Technik? Und nach welchen Kriterien werden Objekte für eine Laborausstellung ausgewählt?

    Antworten auf diese und andere Fragen versuchen wir in unserer Laborausstellung zu geben. Erleben Sie, wie museales, experimentelles und wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. Erfahren Sie, wie sich historisches Wissen, Methoden und Bewertungen selbst im Laufe der Zeit wandeln. Entdecken Sie, wie alte, uns heute unbekannte Gegenstände zum Sprechen gebracht werden können, wie aus Fragen Erkenntnisse werden können.

    Es lohnt sich, sich auch gut 250 Jahre danach mit der „Schlacht bei Minden“ zu befassen.

    Schaufenster zur Stadtgeschichte

    Wann fängt die Geschichte Mindens eigentlich an? Mit den ersten menschlichen Siedlungsspuren vor mehr als 100.000 Jahren? Oder mit der Ersterwähnung Mindens in den fränkischen Reichsannalen im Jahre 798?

    Unser Schaufenster zur Stadtgeschichte präsentiert Dinge aus verschiedenen Epochen der Mindener Historie. Aus den rund 60.000 Objekten, die das Mindener Museum bewahrt, haben wir 35 ausgewählt: Vom Faustkeil, der in unserer Region vor 100.000 Jahren benutzt wurde, bis zum Kaffeebecher, der zum 1200-jährigen Stadtjubiläum herausgegeben wurde. Diese 35 Dinge laden zu einer Reise in Mindens Vergangenheit ein und jedes erzählt seine eigene „Stadtgeschichte“. Aber nicht aus jedem Zeitraum haben sich überhaupt Zeugnisse erhalten. Daher gibt es auch Lücken und noch viele offene Fragen. Das bedeutet, dass die Arbeit an den „Stadtgeschichten“ und das Sammeln von Objekten noch lange nicht abgeschlossen ist.

    Multimediales Stadtmodell

    Draufsicht auf das Stadtmodell im Mindener Museum

    Das Holzmodell zeigt die Stadt Minden des Jahres 1873 mit den Festungsanlagen und der Bahnhofsbefestigung. Es stellt so die Situation vor der Aufhebung der preußischen Festung und der Schleifung der Anlagen dar. Das Modell umfasst etwas mehr als 600 Einzelgebäude, deren jeweilige Lage, Gestalt und Höhe nach historischen Karten und Dokumenten geformt wurden.

    Das Stadtmodell entstand 1997 bis 1999 im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung des Mindener Museums. 4200 Arbeitsstunden hat der Mindener Modellbauer Bernd Vestweber in die Stadtansicht gesteckt, die 1,80 x 2,80 m groß ist und im Maßstab 1:1000 angefertigt wurde.

    Die Besucher*innen erhalten die Möglichkeit, an Touchscreens Informationen abzurufen. Auf dem Modell selbst werden bestimmte Gebäude oder Stadtquartiere angeleuchtet. Zurzeit stehen zur Verfügung: „Sehenswürdigkeiten im Spotlight“ und „Shopping – Eine Zeitreise“.  

    Die Arbeit am „interaktiven Stadtmodell“ wird kontinuierlich fortgesetzt, um Besucher*innen des Mindener Museums stets neue Aspekte der Geschichte und Entwicklung der Stadt Minden aufzeigen zu können.  

  • Geplante Ausstellungen

    " Verein für aktuelle Kunst "Kügler, Lehmann, Reinboth, Senf: Frühe 80er" 15.10.22 - 27.11.22

    "Feldbahngeschichten. Technik und Einsatzes eines universellen Verkehrsmittels" - Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen und dem LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage
    05.11.22. - 22.01.23

    "Überlebensmittel" - Eine Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
    03.12.22 - 05.03.23

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