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2025: Stabile Zahl bei den Geburten und weniger Eheschließungen 


1.957 Kinder erblickten im Jahr 2025 in Minden - laut Statistik des städtischen Standesamtes - das Licht der Welt. Das war genau ein Baby mehr als im Jahr 2024 (1.956). Bis zum Jahresende beurkundeten die Mitarbeitenden 1.020 neugeborene Jungen und 937 Mädchen. In 555 Fällen hatte die Mutter ihren Wohnsitz in Minden, bei 1.402 Geburten kam die Mutter aus einer anderen Kommune. Fast alle Kinder kamen – wie auch in den Vorjahren - im Johannes Wesling Klinikum zur Welt. 

Damit kann die Stadt Minden nur rund 28 Prozent des 2025 geborenen Nachwuchses für sich als neue Einwohner*innen „verbuchen“. Die Erklärung: „Zuständig für die Geburtsbeurkundung ist das Standesamt, in dessen Bezirk das Kind geboren ist. Auf den Wohnort der Eltern kommt es dabei nicht an“, erläutert Hauke Treptow, Teamkoordinator für das Bürgerbüro und das Standesamt. Mit dem Standort des Universitätsklinikums in Minden als Maximalversorger hat das Standesamt in der Weserstadt wesentlich mehr Geburten zu beurkunden, als zum Beispiel die Nachbarkommunen Porta Westfalica, Petershagen oder Hille.

 Wird ein Kind in der Bundesrepublik Deutschland geboren, ist nach dem Personenstandsgesetz eine Anzeige bei der Geburt erforderlich. Das geschieht häufig schon im Klinikum oder im Geburtshaus. Nach Eingang der schriftlichen Anzeige und den erforderlichen weiteren Unterlagen erfolgt dann die Beurkundung der Geburt beim Standesamt. „Babys, die knapp vor dem Jahresende geboren wurden und deren Geburt bis zum Jahresende nicht angezeigt ist, werden erst im Folgejahr beurkundet und finden dann in der Statistik des nächsten Jahres Berücksichtigung“, ergänzt Treptow. 

Durch die große Zahl an Senioreneinrichtungen in der Stadt gibt es für die Mindener Standesbeamtinnen und –beamten auch viele zu beurkundende Sterbefälle: 1.842 Menschen (2024: 1.757) starben im vergangenen Jahr in Minden. Davon waren 941 Verstorbene in Minden wohnhaft und 901 außerhalb. Die Zahl der Sterbefälle stieg damit – nach leichten Rückgängen in den Jahren zuvor – wieder an. 85 Menschen starben in 2025 im Vergleich zu 2024 mehr. 

Auch 2025 entschlossen sich wieder zahlreiche Paare zu heiraten. Seit 2024 zeigt die Kurve nach Schwankungen in den Vorjahren aber eher nach unten – bei nahezu gleichbleibender Einwohner*innen-Zahl. Waren 2024 noch 298 Trauungen in Minden zu verzeichnen, weist die Statistik für 2025 nur 270 Eheschließungen aus.

Der Rückgang entspricht auch dem bundesweiten Trend, wonach die Zahl der Eheschließungen in Deutschland 2024 (die Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor) auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 gefallen ist. Im Jahr 2024 wurden bundesweit laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 349.200 Ehen geschlossen. 2023 waren es noch ca. 361.000 und 2022 ca. 391.000.

Vier gleichgeschlechtliche Ehen wurden 2025 vor den Mindener Standesbeamt*innen geschlossen, in drei Fällen waren beide Partner männlich, in einem Fall weiblich. Von den 270 Paaren, die im vergangenen Jahr heirateten, entschieden sich 218 für einen gemeinsamen Familiennamen, davon 192 für den Nachnamen des Ehemannes und 21 für den Ehefrau. In acht Fällen führt die Frau einen Doppelnamen. 52 Paare entschieden sich dafür, beide ihre Nachnamen zu behalten; sie führen keinen gemeinsamen Familiennamen. 

Im Standesamt der Stadtverwaltung wurden 343 (Vorjahr: 350) Anmeldungen zu Eheschließungen verzeichnet. „Die Zahl der Anmeldungen ist stets höher als die der Trauungen, weil sich ein Teil der in Minden wohnhaften Paare für eine externe Trauung außerhalb Mindens entschieden hat“, erläutert Teamkoordinator Treptow. Für Trauungen außerhalb des Wohnortes werden so genannte Ermächtigungen ausgestellt. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall, dass Paare (2025: 23) mit Wohnsitz außerhalb Mindens die Ehe in Minden geschlossen haben - oft aufgrund familiärer Bindungen zur Stadt. 

Ein großer Teil der in Minden 2025 in der Statistik verzeichneten Eheschließungen fanden im Trauzimmer des historischen Rathauses statt. Auf Platz zwei wird 2025 die Mühle Meißen geführt. 42 Paare gaben sich hier das Jawort. Beliebt ist auch bei Paaren das Heimathaus in Dankersen 5 Paare ließen sich in diesen „Außenposten“ im vergangenen Jahr trauen. 10 Trauungen gab es 2025 im Mindener Museum. Das Preußenmuseum stand bei 6 Trauungen zu Verfügung, aufgrund langer Umbaumaßnahmen, fanden hier weniger als gewöhnlich statt.

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