Die Städtischen Betriebe Minden und das Ratsgymnasium laden für Dienstag, 24. März, um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zur Bastau-Renaturierung in die Aula des Ratsgymnasiums (Königswall 28) ein. Interessierte Mindener*innen sind herzlich willkommen.
Die Stadt Minden – hier die Städtischen Betriebe Minden - und das beauftragte Planungsbüro wollen zunächst die seit Frühjahr 2024 im ersten Abschnitt und seit Herbst/Winter 2025 im jetzigen zweiten Bauabschnitt laufende Baumaßnahme an der Bastau vorstellen. Bei der Informationsveranstaltung am 24. März geht es konkret um den zu renaturierenden Abschnitt ab dem Hohenstaufenring flussaufwärts.
Im Anschluss wird aus dem Bastaumonitoring berichtet. Das Schülerprojekt am Ratsgymnasium unter der Leitung von Biologie-Lehrer Dr. Christian Frenz begleitet bereits langjährig die Entwicklung an der Bastau mit Untersuchungen der Fauna im und am Fluss sowie mit Aktionen. Danach besteht Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum.
Die Veranstaltung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger sowie an Lehrer*innen und Schüler*innen (auch ehemalige) des Ratsgymnasiums, die sich für die Baumaßnahmen und die Bastau als Lebensraum auch von seltenen Tierarten interessieren.
Allgemeine Informationen zum Projekt
Ziel europäischer Wasserpolitik ist, die Gewässer nachhaltig zu schützen und in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Die meisten Bäche, Flüsse oder Seen sind stark beeinträchtigt und erreichen den geforderten guten Zustand nicht. Bei Fließgewässern sind etwa die für die Tier- und Pflanzenwelt wichtigen Ufer- und Gewässerstrukturen durch den früheren Gewässerausbau und die Flussbegradigungen verändert worden. Unter den aktuellen Bedingungen können sie sich absehbar kaum von alleine wieder naturnah zurückentwickeln.
Zudem fordert der einsetzende Klimawandel zur Ertüchtigung der Gewässer auf. Dies betrifft den Hochwasserschutz genauso wie die Dürrezeiten, wenn das Wasser knapp wird und sich im Gewässer stark erwärmt. So besteht, auch wegen des drohenden Verschwindens vieler Arten, Handlungsbedarf zur naturnahen Gewässerentwicklung oder „Renaturierung“. Dies ist in Minden auch an der Bastau der Fall. Ihr ökologischer Zustand soll verbessert werden. Dazu wird die Bastau auf einem insgesamt 1,5 Kilometer langen Abschnitt aus dem starren, künstlichen Profil befreit. Durch die Aufweitung werden Flachwasserzonen, sowie wechselfeuchte Bereiche geschaffen. Störsteine und Totholz sorgen für Strömungsdiversität und bieten verschiedene Lebensräume für Tiere.
Die Bestrebungen, die Bastau zu verbessern, begannen im Mindener Stadtgebiet sichtbar im Jahr 2015 mit der Errichtung einer Sohlgleite im Mündungsbereich. Diese Maßnahme wurde damals durch ein Schülerprojekt des Ratsgymnasiums unter fachlicher Anleitung begleitet. Seitdem wird das Bastaumonitoring fortgeführt. Daraus soll am 24. März in Schlaglichtern berichtet und der Hintergrund der laufenden Umgestaltung in den Blick genommen werden. Dazu gehören auch Schutzmaßnahmen beim Baggern im Bach oder die Rahmenbedingungen an der Bastau für ein erfolgreiches Gelingen der Fließgewässerentwicklung.
