Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März lädt ein breites Bündnis aus Gleichstellungsstellen der Stadt Minden und des Kreises Minden-Lübbecke, Gewerkschaften, dem Frauenhaus der Diakonie Stiftung Salem, dem Hexenhaus, Wildwasser, der AG Frauen dem Welthaus sowie der FLINT*e, dem Jugendwerk der AWO und All The Same zu zwei Veranstaltungen ein. Ziel ist es, gemeinsam ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung und gegen patriarchale Gewalt zu setzen.
Am Sonntag, 8. März, findet ab 13 Uhr im BÜZ eine Film-Matinee mit dem Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ statt. Der Film erzählt die Geschichte des isländischen Frauenstreiks von 1975, bei dem 90 Prozent der Frauen sämtliche Arbeit niederlegten – ihre bezahlte Erwerbsarbeit ebenso wie die oft unsichtbare, unbezahlte Sorge- und Hausarbeit und damit eindrucksvoll die Bedeutung von Frauen für Gesellschaft und Wirtschaft sichtbar machten. Der Streik gilt als Meilenstein für die Gleichstellung in Island.
Im Anschluss an die Vorführung gibt es Gelegenheit zur Vernetzung. Außerdem können bei einer Bastelaktion Plakate für die Demonstration am Folgetag gestaltet werden. Für einen Imbiss ist gesorgt, Getränke werden zum Kauf angeboten. Eine Kinderbetreuung wird ebenfalls bereitgestellt. Zudem wird ein Teil der Ausstellung „Wir sind Minden – Porträt einer bunten Stadtgesellschaft“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Am Montag, 9. März, folgt um 16 Uhr ab dem Friedensplatz eine Demonstration mit Kundgebung unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir viele! Gemeinsam sind wir laut! Gemeinsam können wir mehr erreichen!“
Das Bündnis fordert unter anderem: Stopp patriarchale Gewalt, eine verlässliche Finanzierung von Schutzstrukturen, gleiche Bezahlung, mehr Anerkennung von Care-Arbeit, reproduktive Selbstbestimmung sowie gelebte Gleichberechtigung aller Geschlechter.
Besonders ist die Breite des Bündnisses: Neben Institutionen mit langjähriger Expertise im Gewaltschutz engagieren sich auch Gewerkschaften, sowie Haupt- und Ehrenamtliche verschiedener Generationen, die seit Jahrzehnten feministische Kämpfe vor Ort prägen oder eine junge feministische, queere und intersektionale Perspektive einbringen, um auf strukturelle Diskriminierung aufmerksam zu machen. Diese Zusammenarbeit macht deutlich: Feminismus ist generationenübergreifend, solidarisch und lebendig. Gleichstellung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss immer wieder aktiv eingefordert werden.
Alle sind herzlich eingeladen, sich am 8. März inspirieren zu lassen, sich zu informieren, mitzudiskutieren und am 9. März gemeinsam auf die Straße zu gehen.