Pressestelle

Keine weiteren Handlungsempfehlungen nach dem Brand einer Halle 


Nach dem Brand einer größeren Halle mit starker Rauchentwicklung in der Schumannstraße am 25. Januar 2026 gibt es keine weiteren Handlungsempfehlungen der Stadt Minden für die Bürgerinnen und Bürger. Mit einer größeren Rauchwolke, die vor allem über Hahlen und dem nördlichen Bereich des Stadtbezirkes Königstor in Richtung Westen abzog, waren Rußpartikel auf Häuser und Gärten nieder gegangen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) und das Kreis-Umweltamt hatten noch am Tag des Brandes Proben genommen. 

Nach den Laborergebnissen der Wischproben, die am 29. Januar vorlagen, wurden bei zwei Messpunkten (Kita Hahlen und Spielplatz Uranusstraße) sehr geringe Belastungen durch Ablagerungen von Brandrauch und -rußpartikeln festgestellt, die lediglich die Grenzwerte für Innenraum-Empfehlungen überschritten haben, nicht jedoch die Grenzwerte für Außenbereiche.

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) hatte aufgrund dieser Ergebnisse rein vorsorglich entschieden, dass das Außengelände der städtischen Kita Hahlen nicht mehr von den Kindern zum Spielen genutzt werden durfte. Ebenso wurde der Spielplatz an der Uranausstraße gesperrt. Weitere am 25. Januar gesperrte Spielplätze konnten nach den vorliegenden Messergebnissen direkt wieder zur Nutzung freigegeben werden. 

Die Stadt Minden ist der Empfehlung des LANUK, aus Vorsorgegründen die Spielgeräte im Außenbereich der Kita Hahlen und an der Uranusstraße zu reinigen, sowie die oberen 10 Zentimeter des Spielsands auszutauschen, gefolgt. Grund dafür war, dass befürchtet wurde, dass Rußpartikel durch Anhaftungen an den Schuhen und der Kleidung der Kinder in Innenräume, insbesondere den Innenraum der Kita Hahlen, verschleppt werden könnten. Daher wurde in den ersten Pressemitteilungen der Stadt auch darauf hingewiesen, dass Bürger*innen mit Kleinkindern in den betroffenen Gebieten auf ihren Privatgrundstücken Spielgeräte reinigen und den Spielsand austauschen sollten.

Die Städtischen Betriebe Minden (SBM) haben die Reinigungen der Geräte und auch den Austausch des Sandes auf städtischen Grundstücken nun ausgeführt. „Das konnten wir erst umsetzen, als der Schnee weg und der Boden frostfrei war“, erläutert Beigeordneter Peter Wansing (SBM). Das Winterwetter habe eine zügige Umsetzung leider verhindert. 

Bereits in der vergangenen Woche wurde der Spielsand auf dem Spielplatz Uranusstraße ausgetauscht, der seitdem wieder freigegeben ist. Auf dem Außengelände der Kita konnten die Arbeiten am Mittwoch (18. Februar) nachmittags abgeschlossen werden. „Der Austausch des Sandes hier war deutlich umfangreicher, weil es eine größere Fläche war“, so Wansing. Am vergangenen Montag (16. Februar) mussten die begonnenen Arbeiten nach erneutem Schneefall wieder eingestellt werden. Nach 24 Tagen dürfen die Kita-Kinder nun wieder draußen spielen. 

Der Bereich Stadtplanung und Umwelt hatte nach dem Vorliegen der Messergebnisse mit dem LANUK, dem Umweltamt des Kreises und auch mit der Abteilung Umwelt der Bezirksregierung Detmold Kontakt aufgenommen und abgeklärt, ob gegebenenfalls aufgrund der Analyseergebnisse weitere Maßnahmen erforderlich sein könnten. 

Das LANUK informierte die Stadt Minden jetzt, dass aus Sicht des Fachamtes „keine allgemeine Empfehlung für einen Austausch von Spielsand im gesamten potentiellen Bereich nötig ist.“ Reinigungen seien lediglich zu empfehlen, wenn deutlich sichtbare Rußablagerungen vorlägen. Darauf wurde bereits in vorherigen Pressemitteilungen hingewiesen, auf Rußablagerungen zu achten und diese zu entfernen.

Aufgrund der Jahreszeit, aber auch aufgrund der verbrannten Stoffe ergeben sich keine weiteren direkten Gefährdungen für die Böden oder eine zukünftige Fruchtfolge, so das LANUK. Bezogen auf das Gemüse sei „unabhängig vom Brandereignis ein Abwaschen von Nutzpflanzen schon allein aus hygienischer Sicht vor dem Verzehr generell zu empfehlen“, schreibt das Amt in einer Mail an die Stadt Minden. 

Durch den Schnee und das folgende Tauwetter seien gut drei Wochen nach dem Brand vermutlich nur noch größere Rußpartikel in den betroffenen Gebieten zu finden. Die kleineren Partikel würden bereits über den Schnee und den folgenden Regen in den Boden abgeflossen sein. Größere Brandreste und grobe Rußpartikel, die zum Beispiel in Gärten oder auf Terrassen liegen, sollten nach Empfehlungen des LANUK mit Einmal-Handschuhen und FFP2-Masken eingesammelt und über den Restmüll (graue Tonne) entsorgt werden. Auch darauf hatte die Stadt Minden bereits in vorherigen Pressemitteilungen hingewiesen. 

Sollten durch das Großfeuer Schäden aus dem Einsatz heraus entstanden sein, so können sich betroffene Personen bei der Stadtverwaltung melden. Schäden, die durch den Einsatz der Feuerwehr entstanden sind, werden nach Prüfung entsprechend ausgeglichen.

Mögliche andere Schäden (geplatzter Pool, zerborstene Fensterscheiben, usw.) der Anwohner*innen, die im Zusammenhang mit dem Brand, aber nicht mit dem Einsatz der Feuerwehr stehen, sind von den Gebäudeeigentümer*innen bei der Versicherung einzureichen, da die Gebäude- beziehungsweise die Feuerversicherung grundsätzlich dafür einsteht.