Die Mindener Stadtwerke haben gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft, der Mindener Wasser GmbH, die Sanierung des Wasserwerk I in der Portastraße erfolgreich abgeschlossen. Ein neuer Gebäudeteil mit modernen Filterkesseln, eine UV-Desinfektions- sowie eine Photovoltaikanlage ermöglichen eine zukunftsfähige und langfristige Trinkwasserversorgung in Minden.
Investiert wurde eine Summe von rund 6,5 Mio. Euro. Jetzt wurde die Anlage von MSW-Geschäftsführer Sebastian Brinkmann und Mindens Bürgermeister Peter Kock offiziell in Betrieb genommen.
„Die Wasserwerksanierung ist ein wesentlicher Baustein zur Sicherung einer zukunftsfähigen Trinkwasserversorgung in Minden“, freut sich Geschäftsführer Sebastian Brinkmann über den Projektabschluss. Mindens Bürgermeister Peter Kock ergänzte: „Die Mindener Stadtwerke und die Mindener Wasser GmbH haben hier eindrucksvoll gezeigt, wie man eine technisch zeitgemäße Versorgung sinnvoll verzahnt mit den möglichen Herausforderungen der Zukunft. Wasser gehört zur Daseinsvorsorge und muss immer in guter Qualität zur Verfügung stehen, auch, wenn es im Sommer mal besonders trocken ist.“ Daran werde auch künftig gearbeitet, betonte Brinkmann.
Die Sanierung war erforderlich, um die in die Jahre gekommene Aufbereitungs- und Filtertechnik zu erneuern und an heutige technische und gesetzliche Anforderungen anzupassen. Im Zuge der Maßnahme wurden die Filteranlagen, die Mess- und Steuerungstechnik sowie weitere technische Komponenten modernisiert und Teile der baulichen Infrastruktur saniert. Ziel war es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, die Trinkwasserqualität dauerhaft zu sichern und den Betrieb energieeffizienter zu gestalten.
Vor rund zweieinhalb Jahren war Baustart der umfangreichen Sanierungsmaßnahme am Wasserwerk I. Ein alter Gebäudeteil (Baujahr 1940) wurde komplett abgerissen, so dass Platz für die neue, moderne Halle geschaffen wurde. Hier sind zunächst sechs Kiesfilter installiert worden – es besteht jedoch die Möglichkeit, bei Bedarf noch um zwei weitere Filterkessel zu erweitern.
Die alten Filteranlagen aus den 1960er Jahren wurden durch ein Aufbereitungsverfahren ersetzt, das dem neuesten Stand der Technik entspricht. Dabei wird dem aus den Brunnen geförderten Wasser mittels Druckoxydatoren Luftsauerstoff beigemischt, um das enthaltene Eisen und Mangan aus dem Wasser zu filtern.
Anschließend wird das so genannte „Reinwasser“ durch eine UV-Desinfektionsanlage geleitet, die ohne den Einsatz von Chemikalien für bakteriologisch einwandfreies Wasser sorgt. Diese wurde im Rahmen des großen Weserhochwassers und der damit zusammenhängenden Trinkwasserverkeimung zum Jahreswechsel 2023/ 2024 übergangsweise installiert und wird nun durch eine Anlage für den Dauerbetrieb ersetzt.
Der für den Betrieb des Wasserwerks erforderliche Strom wird nachhaltig unter anderem durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie an der Gebäudefassade erzeugt.
Während der Anlaufphase läuft der Betrieb sowohl über das alte als auch über das neue System, bis die Wirkung des Filterprozesses einsetzt. So wird der reibungslose Übergang und damit eine uneingeschränkte Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser sichergestellt.
Klimatische Veränderungen und Extremwetterereignisse stellen die zuverlässige Trinkwasserversorgung vor neue Herausforderungen. Aus diesem Grund haben die Mindener Stadtwerke gemeinsam mit weiteren Beteiligten der Stadt, SBM, des Landkreises einen umfangreichen Maßnahmenkatalog entwickelt, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Dazu gehört beispielsweise auch die Trinkwasserampel, die den aktuellen Status der Trinkwasserverfügbarkeit sowie entsprechende Hinweise anzuzeigen.
Kontakt: Mindener Stadtwerke GmbH, Alina Gödeke, Telefon: 0571 / 829-773-345, goedeke@mindener-stadtwerke.de
