Die Ringstraße ist die wichtigste Verkehrsachse in Minden und ist inzwischen deutlich in die Jahre gekommen. Risse, Verformungen und Schlaglöcher prägen das Bild. Immer wieder mussten Schäden provisorisch repariert werden. Eine dauerhafte Lösung ist das nicht mehr. Deshalb wird der südliche Abschnitt der Ringstraße zwischen Birne und Königstraße ab Frühjahr 2026 grundlegend saniert. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten, um die Verkehrsbelastung möglichst gering zu halten.
1. Bauabschnitt 2026: Ostseite zwischen Birne und Königstraße (stadteinwärts)
Die vorbereitenden Arbeiten beginnen bereits Ende Februar. Ab dem 26. Februar werden im Mittelstreifen neun Bäume gefällt. Die Fällarbeiten dauern etwa zwei Tage, dabei werden die inneren Fahrspuren abschnittsweise gesperrt. Die Bäume stehen seit etwa 30 Jahren an dem Standort. Die Bedingungen dort sind ungünstig: Sie wachsen im Mittelstreifen, haben nur wenig Platz für ihre Wurzeln, eine kleine Baumscheibe und wenig Fläche, auf der Regenwasser versickern kann. Im Winter kommt Salz auf den Boden. Seit Jahren wachsen die Bäume deshalb kaum noch weiter. Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, wird eine vielfältige Staudenmischpflanzung angelegt.
Das Fällen der Bäume ist notwendig, um provisorische Überfahrten für angrenzende Betriebe herzustellen. Die Überfahrten sind wichtig, damit zum einen die Anlieger*innen ihre Grundstücke erreichen können und zum anderen wird so der Kunden- und Lieferverkehr gewährleistet. Die Überfahrten werden geschottert und asphaltiert. Auch dafür müssen abschnittsweise die beiden inneren Fahrspuren gesperrt werden. Insgesamt wird es neun Überfahrten geben. Sie werden in den Osterferien gebaut.
Ab Ende April werden dann die beiden östlichen Fahrspuren zwischen Birne und Königstraße vollständig gesperrt. Der Verkehr läuft ab dem Zeitpunkt zweispurig über die westliche Seite nur in Richtung Süden (stadtauswärts). Diese Regelung ist mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst abgestimmt, um eine schnelle Verbindung zum Johannes Wesling Klinikum sicherzustellen. Die Fahrtrichtung Norden zwischen Birne und Königstraße entfällt komplett.
Parallel starten die Sanierung der östlichen Bastaubrücke sowie Arbeiten an den Kanälen. Der eigentliche Straßenbau beginnt Ende Mai. Der erste Bauabschnitt soll im Oktober 2026 fertig sein.
Für den Rad- und Fußverkehr soll an den Kreuzungen Fasanenstraße und Rodenbecker Straße die Querung ermöglicht werden.
2. Bauabschnitt 2027: Westseite zwischen Königstraße und Birne (stadtauswärts)
Im Frühjahr 2027 folgt der zweite Bauabschnitt auf der Westseite der Ringstraße. Ab April werden dort die beiden westlichen Fahrspuren in Richtung Süden/Birne gesperrt. Der Verkehr läuft dann zweispurig über die bereits erneuerte Ostseite. Auch hier ist es wichtig, dass die Feuerwehr und der Rettungsdienst das Johannes Wesling Klinikum erreichen können.
Ebenso starten die Arbeiten an der westlichen Bastaubrücke und an den Kanälen, bevor im Mai der Straßenbau beginnt. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts ist für September 2027 geplant. Anschließend werden die provisorischen Überfahrten wieder zurückgebaut.
Barrierefreiheit und sichere Querungen
Im Zuge der Sanierung werden die Kreuzungen Ringstraße/Fasanenstraße und Ringstraße/Rodenbecker Straße barrierefrei umgebaut.
Warum die Sanierung notwendig ist
Die Ringstraße weist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, insbesondere durch Schwerlastverkehr, erhebliche Schäden auf. Weitere Reparaturen wären unwirtschaftlich und würden immer wieder zu größeren Verkehrsbehinderungen führen. Mit der Sanierung wird die Verkehrssicherheit deutlich verbessert und die Straße langfristig fit für die Zukunft gemacht.
Umleitungen
Die Baumaßnahme wird weiträumig umgeleitet. Für den überregionalen Verkehr in Fahrtrichtung Norden beginnt die Umleitung auf der B 61 in Höhe Weserauentunnel. Für den städtischen Verkehr sind zusätzliche Hinweistafeln im Bereich „Birne“ eingerichtet, westlich erfolgt die Ableitung über die Lübbecker Straße, östlich über die Portastraße. Hinweis für den Radverkehr: Die westliche Umleitungsstrecke führt über den Hohenstaufenring und die Schenkendorfstraße bis zur Königstraße. Ab der Königstraße kann die Ringstraße wieder überquert werden. Die östliche Umleitungsstrecke führt über die Ulmenstraße oder das Simeonsglacis.
Kosten
Die Maßnahme wird mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben unterstützt. Die verbleibenden Kosten trägt die Stadt Minden aus Eigenmitteln.
Weitere Informationen zur Verkehrsführung und zum Bauablauf gibt es auf der Projektwebsite unter www.minden.de/ringstrasse.