Feuerwehr Minden | Pressestelle

Landesweiter Warntag am 12. März: Selbstschutz rückt in den Mittelpunkt


Wie im gesamten Land Nordrhein-Westfalen werden auch in Minden am kommenden Donnerstag, 12. März, wieder die 24 festinstallierten Sirenen im Stadtgebiet heulen und auch alle eingeschalteten Mobiltelefone um 11 Uhr laut läuten. Installierte Warn-Apps melden ebenfalls Alarm. Es handelt sich um eine Probewarnung.

Der diesjährige Warntag in NRW steht unter dem Motto „Selbstschutz“. Neben der technischen Überprüfung der Warnmittel soll die Bevölkerung verstärkt für die eigene Vorsorge sensibilisiert werden. Ziel ist es, nicht nur die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu testen, sondern auch das Bewusstsein für richtiges Verhalten in Gefahrenlagen zu stärken, so die Feuerwehr Minden. 

Am Warntag werden erneut die verfügbaren Warnmittel ausgelöst. Dazu zählen unter anderem Sirenen, Warn-Apps sowie das Warnsystem Cell Broadcast, mit dem Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone gesendet werden.

Erstmals wird in diesem Jahr auch die Entwarnung über Cell Broadcast getestet. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit nicht nur eine Probewarnung auf ihr Mobiltelefon, sondern auch eine entsprechende Entwarnungsmeldung. So wird der vollständige Warnprozess – von der Erstinformation bis zur Aufhebung der Gefahrenlage – realitätsnah abgebildet. 

Offizielle Warnungen werden ausschließlich von autorisierten Stellen des Bevölkerungsschutzes versendet. Dazu zählen insbesondere kommunale Gefahrenabwehrbehörden, die Länder sowie auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Bei Warn-Apps ist der jeweilige Absender klar erkennbar. Auch Cell-Broadcast-Nachrichten werden ausschließlich über die vorgesehenen behördlichen Strukturen ausgelöst.

Bürgerinnen und Bürger sollten darauf achten, Warnmeldungen stets über offizielle Kanäle zu prüfen und Informationen aus nicht verifizierten Quellen kritisch zu hinterfragen. „Moderne Warnsysteme informieren schnell und zuverlässig. Entscheidend ist jedoch, dass jede und jeder Einzelne weiß, wie im Ernstfall zu handeln ist und im besten Fall auch vorgesorgt hat“, heißt es seitens der Feuerwehr Minden.

Der Warntag bietet daher auch Anlass, die eigenen Vorsorgemaßnahmen zu überprüfen. Dazu gehören beispielsweise das Vorhalten eines Notvorrats, das Informieren über Warnwege sowie das Überprüfen der Einstellungen am Mobiltelefon. 

Um 11 Uhr werden die Probewarnungen über das Modulare Warnsystem aus dem Lagezentrum des Landes an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren gesendet. Das sind beispielsweise Rundfunksender, Warn-Apps, Cell Broadcast aber auch Digitale Stadtinformationstafeln. Der Mix aus verschiedenen Kanälen soll dafür sorgen, dass möglichst jeder im Gefahrenumfeld erreicht wird. Gegen 11.20 Uhr erfolgt dann die Entwarnung.

Wichtig zu wissen: Die Probewarnung dient ausdrücklich der Sensibilisierung der Bevölkerung. Es handelt sich nicht um eine reale Gefahrenlage. Weitere Informationen zum Thema Selbstschutz und Notfallvorsorge sind unter https://www.minden.de/rathaus-service-zukunft/112/krisenvorsorge/ abrufbar.


Pressemitteilung des Landes-Innenministeriums:

Um 11 Uhr heulen am 12. März die rund 6.500 Sirenen im Land NRW, die Handys schlagen Alarm, aus Lautsprechern ertönen Ansagen und auch in den sozialen Medien und auf digitalen Warntafeln erscheinen Warnmeldungen. Diese Probe dient der Sensibilisierung der Bevölkerung, der Überprüfung und Optimierung der Warnprozesse und testet das Zusammenspiel der verschiedenen Warnmittel. 

Innenminister Herbert Reul: „Mit dem Probealarm wollen wir unser Warnsystem auf Herz und Nieren prüfen. Nur so finden wir heraus, ob es zuverlässig funktioniert und wo wir vielleicht noch nachbessern müssen. Gleichzeitig möchten wir die Bevölkerung für das Thema Warnung sensibilisieren. Nur, wenn die Menschen Sirenentöne richtig einordnen können, wissen sie im Notfall was zu tun ist.“ 

In diesem Jahr steht das Thema „Selbstschutz“ im Mittelpunkt. Ob Stromausfall, Sturm oder extreme Hitze – Krisen können vielfältig sein und jeden treffen. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger wissen, wie sie sich im Ernstfall verhalten müssen, sondern auch, wie sie sich vorbereiten können. Wer vorsorgt, kann im Notfall ruhiger handeln und sich und anderen besser helfen. 

Das Innenministerium hat dazu gemeinsam mit anerkannten Hilfsorganisationen im Brand- und Katastrophenschutz den Ratgeber „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ entwickelt. Er bietet praktische Hinweise, wie man sich für verschiedene Krisensituationen wappnen kann. 

Der landesweite Probealarm wurde 2018 von Innenminister Herbert Reul eingeführt und findet seitdem regelmäßig am zweiten Donnerstag im März statt. Er soll nicht nur Warnsysteme testen, sondern auch daran erinnern, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Land rund um die Uhr einsatzbereit sind, um Menschen und Sachwerte zu schützen. 

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