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„Uns alle verbindet der Fluss“


Vorträge, Wahlen und eine Talkrunde gehörten zum Programm des Wesertages am vergangenen Freitag, 3. Juni, in Hameln. Dieser wird alljährlich vom Wirtschaftsverband Weser und vom Weserbund e.V. ausgerichtet. Die Stadt Minden ist Gründungsmitglied des Weserbundes und war 2021 zum 100-jährigen Bestehen Gastgeberin des Wesertages.

Uwe Beckmeyer, Vorsitzender des Vorstandes Wirtschaftsverband Weser und Weserbund e.V. sowie Parlamentarischer Staatssekretär a.D., konnte in Hameln rund 50 Teilnehmer*innen begrüßen. Vor dem offiziellen Teil am Nachmittag gab es Stadtführungen und eine Mitgliederversammlung. Hier ist am Vormittag Bürgermeister Peter Kock einstimmig in den Vorstand des Weserbundes gewählt worden. Gleichzeitig wurde der ehemalige Mindener Bürgermeister Michael Jäcke aus dieser Funktion verabschiedet.

„Ich freue mich als Vertreter einer der drei Gründungsstädte im Weserbund in den kommenden Jahren aktiv im Vorstand mitzuwirken“, sagte Bürgermeister Kock nach seiner Wahl. Gemeinsames und aktives Handeln stand und stehe im Vordergrund. „Uns alle verbindet der Fluss - hier vor allem die gute und sichere Nutzung des Wasserweges, der Gewässer-, Umwelt- und Küstenschutz, die Förderung von Freizeitaktivitäten und die Erholung“, so Kock weiter. Die Weser ist ein wesentlicher Teil der Mindener Infrastruktur mit großer Bedeutung für die Binnenschifffahrt und den Tourismus in der Region.

Die Weser sei eine bedeutende Wasserstraße und Minden habe als einzige Stadt mit dem RegioPort nicht nur an der Weser, sondern auch am Mittellandkanal einen Hafen. Schon seit mehr als 1200 Jahren sei die Weser eine „Lebensader“ für die Stadt, die ihr internationalen Handel und zeitweilig auch Reichtum beschert habe. Minden ist zudem eine der wenigen Städte in Nordrhein-Westfalen, die an der Weser liegen. „Und hier gibt es die einzige Anbindung in unserem Bundesland an die Nordseehäfen Bremerhaven, Bremen und Wilhelmshaven sowie zum Hafen Hamburg“, streicht Peter Kock heraus.


Der diesjährige Wesertag, bei dem Vertreter*innen aus Anrainer-Kreisen, -Städten und -Gemeinden sowie Fachleute und Unternehmer*innen zusammenkamen, stand unter dem Thema „Die Oberweser als leistungsfähige Binnenwasserstraße – Wirtschaft, Wasserhaushalt, Klimaresilienz“. Auf Vorträge zur Zukunft der Weser als Schifffahrtsstraße, zum Hochwasserschutz, zu Häfen und Logistik, zu innovativen Projekten und eine „saubere Weser“ folgte eine Talkrunde unter dem Titel „Oberweser 2030 – drei Maßnahmen, drei Kennzahlen, drei Kooperationen“.

Mit dem 1921 gegründeten Weserbund verfügen die Mitglieder über eine gemeinnützige und wichtige Interessenvertretung – und auch über ein Sprachrohr in der Politik und der Wirtschaft. Der Weserbund ist ebenfalls Kommunikations- und Informationszentrale für alle Themen und Projekte mit Bezug zu Weser, Werra und Fulda sowie den einzelnen Regionen im Einzugsgebiet der Flüsse. Hier finden sich Wirtschaft und Tourismus unter einem Dach. Als Lobbyorganisation für einen Fluss und seine Regionen ist der Weserbund einmalig in Deutschland und Europa.

Gemeinsam lehnen sich Mitglieder seit Jahren gegen die weitere Salzeinleitung des Unternehmens K+S in die Oberweser auf. Bereits 2012 hat sich die Stadt Minden einer Resolution des Weserbundes dahingehend angeschlossen. Auch steht Minden hinter dem Memorandum von 2024, mit dem das Potenzial der Oberweser nachhaltig gestärkt und entwickelt werden soll. Gewässerschutz, Wassertourismus und Binnenschifffahrt sind gemeinsame Ziele und sollen „unter einen Hut“ gebracht werden.

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