Am 28. Mai um 18.30 Uhr findet im Haus der Bildung, Raum K2.008, Königswall 14, 32423 Minden, ein Vortrag zum Thema „Igel in unseren Gärten“ statt. Die Igelhilfe Herford-OWL e.V. lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Minden zu einem Informationsabend ein. Ziel des Vortrags ist es, über die Lebensweise des Igels aufzuklären.
Der Igel gehört zu den ältesten Säugetieren der Erde, doch seit 2024 steht er auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und gilt als potenziell gefährdet. Höchste Zeit also, mehr über die nachtaktiven Tiere zu erfahren und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen. Unter dem Motto „Wir können nur schützen, was wir kennen“ möchte die Igelhilfe das Bewusstsein für die kleinen stacheligen Gartenbewohner stärken und dazu beitragen, ihren Lebensraum zu sichern.
Damit Igel in den Gärten überleben können, brauchen sie vor allem eines: Insekten. Als reine Insektenfresser sind sie auf naturnahe Strukturen angewiesen. Dazu gehören: Totholzhaufen oder Benjeshecken, Bereiche mit Laub, Reisig, Ästen und Steinen, Durchgänge in Zäunen für nächtliche Streifzüge, heimische Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten sowie der Verzicht auf Kirschlorbeer und andere nicht heimische Gewächse.
Auf der Suche nach Nahrung sind Igel zahlreichen Risiken ausgesetzt: Straßenverkehr, Motorsensen, Fadenschneider und vor allem Mähroboter – diese dürfen niemals nachts laufen, da sie schwere Verletzungen verursachen -, chemische Mittel im Garten, die Insekten töten oder Igel direkt vergiften, offene Pools, Kellerschächte und Treppen, in denen Tiere verunglücken.
Für den Igel ist es sprichwörtlich fünf vor zwölf. Nur wenn jetzt gehandelt wird, können auch zukünftige Generationen Igel in ihren Gärten erleben. Wer einen hilfsbedürftigen Igel findet, erreicht die Igelhilfe Herford OWL e.V. telefonisch unter +49 151 2138 6210.