Kreis Minden Lübbecke | Stadt Minden

Zusammenarbeit für Demokratiebildung – Impulse für Schulen


„Demokratieförderung betrifft alle Fächer“, betonte Referentin Ina Hermanns, Berufsschullehrerin am Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen, bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Kreises Minden-Lübbecke und der Stadt Minden zur Förderung der Demokratiebildung an Schulen. In das Kreishaus in Minden hatten Andrea Fricke von der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises und Hannah Fröhlingsdorf von der Stadt Minden eingeladen. Die Veranstaltung richtete sich an pädagogische Fachkräfte – es nahmen Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und Referendare teil. Die Veranstaltung wurde von Marie Kasseroler von Radio Westfalica moderiert. 

Demokratieförderung als fächerübergreifendes Thema
Ina Hermanns stellte in ihrem Vortrag dar, wie sie und ihre Kolleg*innen das Thema anpacken. Das Projekt „Extremismusprävention und Demokratieförderung“ ist seit Jahren fester Bestandteil des Schulkonzepts ihrer Schule. Regelmäßig finden entsprechende Projekte statt. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung der sogenannten „Demokratiestunde“ im Unterricht. Diese hat nicht nur die Selbstwirksamkeit der Schüler*innen gestärkt, sondern auch die Zusammenarbeit im Kollegium nachhaltig gefördert. Darüber hinaus wurden weitere demokratische Bausteine in die gesamte Schulstruktur integriert, was zu einer nachhaltigen Veränderung der Schulkultur geführt hat. 

Unterstützung durch den Verein 10drei
Demokratieförderung ist vielfach von Lehrkräften gewünscht, doch manchmal fehlt es an der nötigen Unterstützung. Diese bietet der Verein 10drei in Form digitaler Formate. Wie das funktioniert, wurde von Referentin Lina Kathe anschaulich und lebendig erläutert. 10drei ist ein gemeinnütziger Verein, der bundesweit mit innovativen und kreativen Bildungsformaten das Grundgesetz und seine Werte an Schulen bringt. Die Workshop-Formate können Lehrkräfte nach einer 30- bis 60-minütigen Online-Qualifizierung eigenständig und kostenfrei in ihren Unterricht integrieren. Lernende werden angeleitet, die Wertaussagen der Grundrechte zu reflektieren und für ihre eigene Lebenswelt zu erarbeiten. Dabei wird die Bedeutung der demokratischen Prinzipien in der Verfassung lebendig, und die Schülerinnen erfahren, wie sie diese Werte in ihrem eigenen Leben aktiv umsetzen können. 

Austausch und konkrete Ideen
Neben den Inputs bot die Veranstaltung vor allem einen offenen Raum für den kollegialen Austausch. Schulen hatten die Gelegenheit, Kooperationen zu suchen, um das Thema Demokratiebildung stärker in ihre Schul- und Arbeitskultur zu integrieren. „Wir haben konkrete Vorgehensweisen formuliert und praxistaugliche Ideen ausgetauscht, das war wirklich ein anregender Beitrag zur Demokratiebildung“, sind sich die beiden Organisatorinnen Andrea Fricke und Hannah Fröhlingsdorf einig. „Das hat uns alle darin bestätigt, demokratische Werte in der pädagogischen Praxis zu verankern.“

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