100 Jahre sind seit der feierlichen Wiedereröffnung des Mindener Museums vergangen - ein guter Anlass, die Geschichte des Museums genauer zu beleuchten. In der Ausstellung werden 100 Objekte aus den vielfältigen Sammlungsbereichen des Museums gezeigt. Bis zum 2. Oktober stellt das Museum jede Woche ein Exponat aus der Ausstellung vor.
Diese Woche steht ein Stahlstich aus dem Jahr 1865 im Fokus. Von 1851 bis 1876 lebte die Schriftstellerin und Sängerin Elise Polko in Minden. 1823 in Leipzig geboren, wurde sie schon früh gefördert und trat bereits mit 17 Jahren als Sängerin auf.
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) unterstützte ihre Karriere. Nach Auftritten in Leipzig, Dresden und Berlin setzte sie 1847 ihre Gesangsstudien in Paris fort. Auf der Rückreise 1848 lernte sie ihren Ehemann Eduard Polko kennen, einen Ingenieur bei der Köln-Mindener-Eisenbahn. Das Ehepaar lebte in einer Wohnung im Mindener Bahnhof mit Blick auf die Porta Westfalica. Als verheiratete Frau gab Elise Polko die Musik auf und begann zu schreiben. Sie beschäftigte sich zunächst mit Musikgeschichte und Biographien, schrieb dann aber auch Kinder- und Jugendliteratur.
Neben dem Porträt von Elise Polko sind auch historische Ausgaben ihrer Werke in der Sonderausstellung zu entdecken. Besucht werden kann die Präsentation noch bis zum 2.Oktober von Di-So, jeweils von 12-18 Uhr. Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de, museum@minden.de oder Tel. 0571-9724020.