Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat jetzt das „Starterpaket für klimaneutralen Mittelstand“ auf den Weg gebracht. Darauf weist die Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden, Sarah Bredemeier, hin. Ab sofort können sich auch Mindener Unternehmen und Handwerksbetriebe bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für eine klimaneutrale Produktion unterstützen lassen, so Bredemeier. Das Starterpaket des Landes fördere schwerpunktmäßig kleine und mittelständische Unternehmen bei der Beratung und Erstellung eines Konzeptes für die eigene klimaneutrale Transformation mit Zuschüssen und Krediten.
„Das Programm zielt darauf ab, dass die Unternehmen mit externer Unterstützung Effizienzpotenziale ermitteln, um verfügbare und kommende Fördermittel optimal akquirieren können“, erläutert die Klimaschutzmanagerin. Auch der Städtetag NRW begrüße das neue Förderprogramm, denn damit können Unternehmen den klimaneutralen Wandel jetzt noch schneller angehen.
Kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich mit grünen Energien und Technologien zukunftsfest aufstellen, rät die Stadt Minden. Die Landesregierung sehe hier besondere Herausforderungen und unterstütze die Unternehmen dabei gezielt mit ihrem neuen „Starterpaket“. Informationen dazu und die Anträge auf eine Förderung finden interessierte Unternehmen auf den Seiten des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (siehe Link unten).
Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden erhalten eine Förderung für eine kompakte Beratung zum Einstieg in die klimaneutrale Transformation. Beratungsleistungen werden mit 65 Prozent bei einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro gefördert. Mittelgroße Unternehmen sind wegen ihrer komplexen Produktionsprozesse gefordert, die eigene, treibhausgasneutrale Transformation bis 2045 strategisch anzugehen, so das Land NRW. Es stellt produzierenden Unternehmen dafür maximal 60.000 Euro als Förderung zur Verfügung.
Auch Wärmekonzepte stehen im Fokus. Die Landesregierung will auch hier die Förderkonditionen für produzierende Unternehmen und Handwerksbetriebe für die Erstellung von Wärmekonzepten mit externen Beratenden verbessern. Die Förderung richtet sich an Unternehmen mit bis zu 2.500 Mitarbeitenden. Bisher lag die Grenze bei 500 Mitarbeitenden. Maximal 25.000 Euro Förderung erhalten kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe. Die Förderquote wurde von 40 auf 50 Prozent erhöht.
Förderkredite gibt es bei einem Umstieg von Erdgas auf erneuerbare Energien und andere klimaneutrale Energieträger. Hierbei können Klein- und Kleinstunternehmen mit einem neuen Kreditangebot inklusive attraktivem Tilgungszuschuss von der NRW.BANK „Weg vom Gas“ unterstützt werden. Die Darlehenshöhe des auf eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren ausgelegten Kreditangebotes beträgt maximal zwei Millionen Euro, der Tilgungszuschuss 30 Prozent - maximal aber 200.000 Euro, so die Landesregierung.
Regionale Fachbetriebe seien schon seit längerem gefordert, die sehr starke Nachfrage nach Wärmepumpen zu bedienen, weiß Klimaschutzmanagerin Sarah Bredemeier. Doch hier fehle es oft am nötigen Fachwissen. Die Bildungsprämie des Landes unterstütze diese Betriebe dabei, die notwendigen Kapazitäten aufzubauen: Maximal 500 Euro Prämie pro Beschäftigten und Tag werden für in NRW ansässige Betriebe bereitgestellt, deren technische Führungskräfte oder planungsverantwortliche Beschäftigte an Fortbildungen zu Wärmepumpen gemäß VDI 4645 oder vergleichbar teilnehmen. Die Prämie ist auf 1.500 Euro je Mitarbeiter/in begrenzt.
Link: https://www.wirtschaft.nrw/landesregierung-schnuert-starterpaket-fuer-klimaneutralen-mittelstand-mit-beratungszuschuessen-und