Jugendarbeit/Jugendschutz

Smartphones, Tablets und Co. unter dem Weihnachtsbaum: Worauf Eltern nach dem Schenken achten sollten


Das Weihnachtsfest steht unmittelbar bevor. Es ist für Familien und Kinder ein besonderes Fest, das mit vielerlei Traditionen verbunden ist: Plätzchen backen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, das Schreiben eines Wunschzettels sowie das Schmücken des Weihnachtsbaumes dürfen nicht fehlen. Schließlich soll der Weihnachtsmann Heiligabend unter diesen seine Geschenke platzieren.

Neben Lego, Gesellschaftsspielen und Kleidung wünschen sich Kinder häufig Tablets, Smartphones und Co.

Jedoch stellt der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Eltern oftmals vor einer großen Herausforderung. Trotzdem wünschen sie sich ein harmonisches Weihnachtsfest. Aufgrund dessen sollten sie vor, beziehungsweise nach dem Schenken, auf einige Aspekte achten.

Um Eltern in ihrer familiären Medienerziehung zu unterstützen, hat der Präventive Rat des Kreises Minden-Lübbecke am 17. November eine Online-Veranstaltung zu dem Thema Medienkompetenz im Kindesalter organisiert. Der Präventive Rat beschäftigt sich seit Jahren mit der Vorbeugung von Sucht, Gewalt und der Wahrung des Kinder- und Jugendschutzes. Neben der Medienpädagogin Sabine Schattenfroh, referierte auch Birgit Voß, Ergotherapeutin am Sozialpädiatrischen Zentrum. Sie stellte fest, dass Kinder durch eine überdurchschnittliche Mediennutzung unter psychischen sowie physischen und entwicklungsverzögerten Auffälligkeiten leiden können. Um diese negative Entwicklung vorzubeugen, hat Sabine Schattenfroh in ihrem Vortrag Eltern und Interessierte nützliche Tipps und aktuelle Informationen rund um das Thema Tablet, Smartphone und Co. gegeben.

Sabine Schattenfroh stellt heraus: „Das Internet ist wie ein Werkzeug.“ Es kann hilfreich und nützlich sein, allerdings ist das bei einer fehlerhaften Nutzung mit zahlreichen Gefahren verbunden. Vor diesen müssen Eltern ihre Kinder schützen, indem sie die Kinder bei der Nutzung von digitale Endgeräten (beg)leiten. Es ist sinnvoll, mit den Kindern einen Mediennutzungsvertrag zu erarbeiten.

Der Mediennutzungsvertrag stellt einen Rahmen dar, an dem sich Kinder orientieren können. Bei dessen Entwicklung sollten Eltern ihre Kinder, beispielsweise in Form eines Familienrates, partizipativ einbeziehen. Ziel ist es, dass Kinder und Eltern gemeinsame Regeln, wie zum Beispiel Zeitlimits, aushandeln und diese verschriftlichen. Zudem sollten für den Fall eines Regelverstoßes klare und verhältnismäßige Konsequenzen vereinbart werden. Im Anschluss sollte der Vertrag für alle sichtbar platziert werden.

Dabei ist es wichtig, dass Eltern nicht nur das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder beobachten, sondern ebenso ihr eigenes Nutzungsverhalten reflektieren und überdenken, denn diese fungieren immer als Vorbilder. Neben dem Mediennutzungsvertrag sind kinderfreundliche Sicherheitseinstellungen sinnvoll. Die Internetseite Medien-kindersicher.de informiert Eltern über technische, altersgerechte und gerätespezifische Schutzlösungen.

Digitale Geräte gehören mittlerweile zur Lebenswelt von Kindern dazu. Aufgrund dessen müssen sie im Umgang mit diesen von Erwachsenen unterstützt und begleitet werden.


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