Mindener Museum

Öffentliche Führung durch die neue museumspädagogische Laborausstellung 


Kriege, Seuchen und Hunger sind seit Jahrhunderten „Geißeln der Menschheit“. Sehr häufig bedingen und verstärken sich diese drei Prozesse sogar noch gegenseitig. Sie lösen traumatische Erfahrungen von Gewalt, Tod, Leid und Not bei der Zivilbevölkerung und Soldaten oft über mehrere Generationen aus. 

Der aktuelle Krieg in der Ukraine mit seinen vielfältigen Folgen und die Corona-Pandemie belegen leider die Notwendigkeit, immer wieder an derartige Ereignisse zu erinnern.

Am kommenden Donnerstag, 4. August, findet um 17 Uhr im Mindener Museum eine öffentliche Führung durch die neue museumspädagogische Laborausstellung „Die Schlacht bei Minden - 1759. Fakten, Fiktionen, Forschungen" statt. Die Schlacht ist wiederholt zu einem der zentralen Ereignisse der Mindener Stadtgeschichte stilisiert worden. Ohne eine kritische Erinnerung an und eine neue Darstellung dieses Ereignisses lassen sich heutige Entwicklungen aber nur bedingt verstehen. Vielfach werden Mythen und Vorurteile über die Schlacht bei Minden einfach weiter tradiert. Historische Ereignisse sind zwar einmalig und können sich nicht wiederholen. Aber sie lassen sich vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen. 

In der Führung geht es daher neben historischen Fakten besonders um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieses Gewaltereignisses für die Zivilbevölkerung. Welche Bevölkerungsgruppen trafen Krieg und Schlacht besonders? Wer profitierte davon? Und wie lange dauerte es, bis die Folgen der Schlacht überwunden waren? 

Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Interessierte in der Führung, die pro Person fünf Euro kostet. Darin enthalten sind Eintritt und Führungsgebühr. Im Museum ist weiterhin das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.


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