Jugendarbeit

Immer wieder neue Herausforderungen: Spannender Abend mit „Pen and Paper“


Seit einigen Monaten finden alle zwei Wochen im Kinder- und Jugendkreativzentrum Anne Frank Spieleabende mit „Pen and Paper“-Abenteuern statt. Um eine Idee von diesen Spielen zu bekommen, wurden Eindrücke der Abenteuer eingefangen. Denn ohne Vorwissen oder Erfahrungen drängen sich schnell einige Fragen auf. Über „Was ist das?“ und „wie geht das?“ bis zu „und das soll Spaß machen?“ ist da schnell einiges gesammelt.

Die Antworten ergeben sich dann während der ersten Runde - meistens jedenfalls. Mitspielen und ausprobieren, hilft auf jeden Fall weiter, rät der „Neuling“. Aus einem zunächst unübersichtlichem Charakterbogen formt sich ein Bild. Mit einem Bleistift bewaffnet verwandelt man sich vom Menschen zum Tiefling oder Elfen. Man lernt Zaubersprüche und vergisst darüber, dass im eigenen Rucksack viele Gegenstände hilfreich sein könnten, sobald es dann losgeht. Die Spielleitung führt erzählend in die Geschichte ein und passende Hintergrundmusik unterstützt die Stimmung mit Waldgeräuschen und Vogelgezwitscher.

Und dann ist man auf einmal unterwegs um eine Goblin-Plage aus einer Welt zu schaffen, die noch völlig unbekannt ist. Bekannt sind nur die wenigen Erklärungen aus der Einführung. Sind Goblins überhaupt die Bösen? Oder sind wir die Bösen, wenn wir die Goblins in Kämpfen überwältigen? In unserer Runde kam die Überzeugung auf, dass die Goblins tatsächlich böse sind, nachdem unsere Druidin mithilfe ihrer Fähigkeiten mit Tieren sprach und neue Informationen mit uns teilte. Seitdem reist unsere Gruppe in Begleitung von zwei gezähmten Wölfen, denn auch das ist in „Pen and Paper“ möglich.

So viel zum Inhalt. Doch wie wird „Pen and Paper“ gespielt? Die Spielleitung führt in ein Abenteuer ein. Vergleichbar mit dem Erzählen einer Geschichte. Und durch Absprachen und Überlegungen in der spielenden Gruppe und das Aussprechen, was getan wird, wird gespielt. Die Spielleitung erzählt dann, was aufgrund der Entscheidungen als nächstes passiert. Und dann ist noch eine große Portion Glück im Spiel. Denn bei jeder Entscheidung wird gewürfelt, ob das Vorhaben gelingt. Hierbei gibt es Abstufungen von einer Katastrophe über mäßiges Gelingen bis hin zu grandiosem Erfolg. Und damit nicht genug, die Spielleitung würfelt für eine Gegenpartei - falls vorhanden -, die dagegenhält.

„Pen and Paper“ ist also eine Mischung aus viel Phantasie, guter Erzählkunst und ein bisschen Glück. Wer gerne im Team spielt und das auch noch mit Gesprächen verbunden, sollte es unbedingt einmal ausprobieren. Das findet auch das Team, das die Goblin-Plage bekämpft hat. Ein 19-jähriger Teilnehmer sagte dazu: „Das war überraschend ansprechend und kreativ. Ich hatte bisher nur hier und da Berührungspunkte mit ,Pen and Paper‘, aber heute habe ich es das erste Mal ausprobiert. Und in der ersten Runde habe ich dann ja auch reingefunden, obwohl ich erst mal ganz schön überfordert war.“ Und eine 15-jährige Teilnehmerin sagte auf die Frage, ob ihr der Abend gefallen hätte: „Das hat wirklich Spaß gemacht! Ich komme gerne wieder.“

Wer jetzt auch „Pen and Paper“ ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen, zu den regelmäßigen Treffen ins Kinder- und Jugendkreativzentrum Anne Frank zu kommen. Alle zwei Wochen treffen sich hier Neulinge und Fortgeschrittene, um neue Abenteuer zu erleben. Unter der Spielleitung von erfahrenen Mitgliedern der Ikosaeder-Gilde e.V. können auch Personen ohne Vorerfahrungen sofort einsteigen.

Der nächste Termin ist Montag, 22. Mai, von 18 bis 22 Uhr. Weitere Termine sind der 5. und der 19. Juni, bevor es in die Sommerpause geht. Teilnehmen können alle Interessierten zwischen 14 bis 25 Jahren. Getränke und Snacks können mitgebracht oder vor Ort kostengünstig erworben werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei Fragen steht Jana Lüdeking (Mail: j.luedeking@minden.de, Telefon 0571 880152) zur Verfügung.

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