Minden Marketing GmbH

3x30 - Für Mindens Stadtgeschichte(n)“ am 20. Juni 2026


Wie lebte die letzte Äbtissin des Damenstifts St. Marien? Welche Folgen hatten die Sachsenkriege für die Region um Minden? Und warum beschäftigte ein folgenschweres Duell die preußische Garnison im Jahr 1816? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die beliebte Veranstaltungsreihe „3x30 – Für Mindens Stadtgeschichte(n)“, die am Samstag, 20. Juni 2026, erneut Besucherinnen und Besucher auf eine außergewöhnliche Zeitreise durch die Geschichte der Stadt mitnimmt. 

Das Erfolgsformat verbindet drei jeweils etwa 30-minütige Führungen mit eigens inszenierten historischen Spielszenen an bedeutenden Orten der Mindener Stadtgeschichte. Die Gäste erleben Geschichte nicht nur durch Fakten und Erzählungen, sondern begegnen historischen Persönlichkeiten unmittelbar und erhalten spannende Einblicke in vergangene Lebenswelten.

Im Bereich der St. Marienkirche tritt Henriette Wilhelmine Sophie von dem Bussche-Hünnefeld, die letzte Äbtissin des Damenstifts, auf. Im Sommer des Jahres 1811 blickt sie auf die bewegte Geschichte des Stifts zurück, das einst aus einem mittelalterlichen Kloster hervorging und kurz zuvor durch die französische Herrschaft aufgelöst wurde. Sie berichtet von den Bewohnerinnen des Stifts, den Regeln und Traditionen des Zusammenlebens sowie den hohen Anforderungen, die Frauen für die Aufnahme erfüllen mussten. 

Am Mindener Dom führt eine historische Schauspielszene weit zurück in die Frühzeit Mindens. Aus der Sicht eines sächsischen oder fränkischen Kleinadligen werden die Sachsenkriege, der Reichstag von Minden im Jahr 798 sowie die Gründung des Domstifts und des späteren Bistums lebendig. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über den Alltag der Menschen jener Zeit – von Ernährung und Herrschaft über Kriegsführung und Religion bis hin zu den tiefgreifenden Veränderungen, die die Region prägten. Auch das Brunnenheiligtum unter der Domvierung wird thematisiert und verweist auf die Bedeutung des Dombergs als vorchristliches Zentrum und Ort jahrhundertelanger sakraler Kontinuität. 

Im Haus Windloch erwartet die Gäste eine Geschichte aus der preußischen Garnisonszeit. Im Juni 1816 sieht sich Major Keibel, Ingenieur vom Platz Minden, mit den Folgen eines gescheiterten Ehrengerichts konfrontiert. Zwei junge Offiziere hatten einen Streit trotz Schlichtungsversuchs mit Pistolen ausgetragen. Das Duell endete mit einer schweren Verletzung eines Beteiligten und brachte die militärische Führung in erhebliche Schwierigkeiten. In einem vertraulichen Gespräch mit seinen Vermietern, der Familie Schluppkothen, reflektiert Keibel die Ereignisse und seine eigene Verantwortung. Im Anschluss an die Szene können die originalgetreu nachgebildeten Duellwaffen besichtigt werden. 

Zwischen den Führungen lädt die Weinlounge im Domhof zum Verweilen ein. Bei einem Glas Wein und musikalischer Begleitung können die Gäste die Eindrücke der einzelnen Stationen auf sich wirken lassen und die besondere Atmosphäre des Abends genießen. 

Der Teilnahmebeitrag beträgt 8,00 Euro pro Person. Tickets sind in der Tourist-Information Minden, Kleiner Domhof 17, 32423 Minden, erhältlich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine Kartenreservierung empfohlen. 

Weitere Informationen gibt es bei der Minden Marketing GmbH, Kleiner Domhof 17, 32423 Minden, Telefon: (05 71) 829 06 59, Fax: (05 71) 829 06 63, E-Mail: info@mindenmarketing.de, online unter www.minden-erleben.de und auf den Social-Media-Kanälen von „MindenErleben“.

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