Das Angebot richtete sich erneut an Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Behinderung und bot zahlreiche Möglichkeiten, direkt mit Unternehmen und Beratungsinstitutionen ins Gespräch zu kommen. Damit setzt die Stadt Minden ein Zeichen für einen inklusiven Arbeitsmarkt und eröffnet noch mehr Menschen die Chance auf berufliche Perspektiven.
Am 16. Juni verwandelte sich das Profilingbüro in einen Treffpunkt für Arbeitssuchende, Unternehmen und Beratungsstellen. Die Teilnehmenden erwartete eine offene, unkomplizierte Atmosphäre, in der Kontakte geknüpft, Chancen entdeckt und konkrete Wege in Ausbildung, Praktikum oder Beschäftigung aufgezeigt wurden. Die Besucher*innen konnten sich über Ausbildungsplätze, Freiwilligendienste und konkrete Stellenangebote informieren und direkt mit Arbeitgebern aus unterschiedlichen Branchen ins Gespräch kommen. Vertreten waren unter anderem Unternehmen und Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Handwerk, Technik, Logistik, Einzelhandel, Gebäudetechnik und öffentliche Dienstleistungen.
Die Berufswelt Minden entstand aus dem Wirtschaftsdialog Minden und dem gemeinsamen Ziel von Unternehmen, Verwaltung und weiteren Akteur*innen, dem steigenden Fach- und Arbeitskräftebedarf in der Region aktiv zu begegnen. Viele Menschen bringen wertvolle Qualifikationen, Erfahrungen und Motivation mit, finden aber oft nur schwer Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten oder zum Arbeitsmarkt selbst.
Das Format verbindet Unternehmen direkt mit potenziellen Mitarbeitenden und bietet gleichzeitig individuelle Beratung zu wichtigen Themen wie Sprachförderung, Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Weiterbildungsangeboten, Bewerbungsunterstützung und beruflicher Orientierung. Für Menschen mit Behinderung standen zusätzlich spezialisierte Beratungsangebote und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner rund um die Themen Inklusion und Beschäftigung bereit.
Ein besonderer Erfolgsfaktor der Berufswelt Minden ist ihre Niedrigschwelligkeit. Die Veranstaltung ist ohne Anmeldung zugänglich, verzichtet auf bürokratische Hürden und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, mit Unternehmen und Beratungsstellen zu sprechen. „Gerade bei der Integration in den Arbeitsmarkt und der Sicherung von Fachkräften sind persönliche Begegnungen entscheidend. Die Berufswelt Minden schafft dafür einen offenen Raum“, unterstreichen Sigrun Lohmeier und Dr. Jasper Wellbrock. Die beiden Wirtschaftsförderer*innen der Stadt Minden haben das Format mit entwickelt und weiter ausgebaut.
Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Erfahrungen: Zahlreiche persönliche Gespräche zwischen Unternehmen und Jobsuchenden führten zu wertvollen Kontakten und neuen Perspektiven. Viele der teilnehmenden Unternehmen berichteten von qualitativ hochwertigen Gesprächen mit interessierten Bewerberinnen und Bewerbern. In einzelnen Fällen konnten sogar bereits vor Ort erste Vorstellungsgespräche oder Probearbeiten vereinbart werden. Ein deutliches Zeichen dafür, wie wirksam direkte Begegnungen für beide Seiten sein können.
„Mit der Erweiterung des Formats schafft die Berufswelt Minden 2026 noch mehr Möglichkeiten, ungenutzte Potenziale sichtbar zu machen und Menschen mit Unternehmen zusammenzubringen. Sie zeigt, dass erfolgreiche Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe Hand in Hand gehen können“, unterstreicht Peter Kock, Bürgermeister Stadt Minden.
