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Fahrradfreundlicher Ausbau der Kreuzung Marienstraße/Saarring beginnt in Kürze


Neben der halbseitigen Sperrung der Ringstraße wird es ab 12. Mai eine weitere Baumaßnahme geben, die den Verkehrsfluss im Mindener Stadtgebiet über mehrere Monate beeinträchtigt. Denn dann startet der lange geplante Ausbau der Kreuzung Saarring/Marienstraße. Dieser ist gekoppelt mit einer Kanalsanierung, der Erneuerung einer Wasserleitung, der Verlegung einer Bushaltestelle und dem Umbau des Fußgängerüberweges (Ampel) am WEZ-Markt. Die Arbeiten sollen rund 20 Wochen, also bis in den Herbst, dauern. 

„Die Ausführung dort zur parallel laufenden halbseitigen Sperrung der Ringstraße ließ sich leider nicht vermeiden, da wir zwingend in diesem Jahr bauen müssen“, erläutert der Beigeordnete und SBM-Betriebsleiter Peter Wansing. Die Stadt Minden erhält für den fahrradfreundlichen und barrierefreien Ausbau der Kreuzung eine Förderung von rund 606.000 Euro aus dem Nahmobilitätsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Fördermittel müssen bis Ende 2026 abgerufen werden. Im Mai 2022 hatte die damalige Verkehrsministerin Ina Brandes den Förderbescheid persönlich an die Stadt übergeben.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits vergangenes Jahr laufen. Die öffentliche Ausschreibung brachte aber nur ein unwirtschaftliches Angebot hervor, berichtet Wansing. Die Ausschreibung musste im Folgenden aufgehoben werden und wurde zum Jahreswechsel neu durchgeführt. Auch die Sperrung der Weserbrücke in Petershagen und die Unsicherheit der Wiederfreigabe der Brücke machten die Bauzeitplanung nicht einfacher. 

Entgegen der ursprünglichen Planungen und nach aktueller Absprache mit dem beauftragten Unternehmen sollen die Arbeiten nun unter einer dauerhaften Vollsperrung der Kreuzung laufen, so die Städtischen Betriebe Minden (SBM). Das ist auch darin begründet, dass am Abwasserkanal gearbeitet wird und eben auch die Mindener Stadtwerke eine Wasserleitung neu unter der Kreuzung Marienstraße verlegen müssen. Außerdem soll durch die Vollsperrung eine Bauzeitverkürzung von drei Wochen erreicht werden. 

Die Vollsperrung  ab 12. Mai bedeutet, dass der Verkehr auf der Marienstraße (Bundesstraße 61) aus beiden Richtungen kommend umgeleitet werden muss. Die Umleitung wird von einem Fachunternehmen beschildert. Aus Richtung Petershagen kommend wird der Verkehr über die „U 47“ umgeleitet - einmal aus Richtung Heisterholz kommend über die Graßhoffstraße auf den Petershäger Weg und ebenso von der Landesstraße 770 kommend über die Nordholzer Straße und den Petershäger Weg. Im Folgenden wird der Verkehr auf die Stiftsallee geführt. An der Kreuzung Stiftsallee/Hessenring endet die Umleitung.

Der aus Süden kommende Verkehr wird über die „U 26“ von der Ringstraße auf die Stiftsallee, die Kutenhauser Straße, den Petershäger Weg und die Nordholzer Straße (beides Kreisstraße 10) auf die Landesstraße 770 geführt. 

Kundinnen und Kunden des Verbrauchermarktes (WEZ) sowie der anderen Geschäfte, Betriebe, Praxen und anliegende Gebäude an der Marienstraße, die nur über den Parkplatz zu erreichen sind, können die Parkplatzzufahrt von Süden kommend weiterhin nutzen. Erst im späteren Bauverlauf wird die Zufahrt nur von Norden her möglich sein. 

Der vielbefahrene Knotenpunkt wird komplett umgestaltet. So werden unter anderem die Radwege verbreitert, rot gefärbt und zur Straße in den Übergängen abgesenkt. Auch soll der Radverkehr über eine eigene Signalanlage geführt und Induktionsschleifen in den Radwegefurten gelegt werden. „Zukünftig ist dann auch der Radverkehr vom Fußgängerbereich getrennt“, erläutert Projektleiter Thomas Bröking (Bereich Straßen und Brücken der SBM). 

Weiter wird der Gehweg an der Marienstraße stadteinwärts neu gebaut. Zudem werden barrierefreie Übergänge mit tastbaren Bauelementen, sogenannte „taktile Elemente“ für blinde und sehbehinderte Menschen an den Ampeln geschaffen. Die Bushaltestelle an der Marienstraße wird in Richtung Süden verlegt und barrierefrei umgestaltet. „Das Projekt trägt zur weiteren Fahrradfreundlichkeit und zur Verbesserung der Nahmobilität bei. Insgesamt sorgen wir damit für deutlich mehr Verkehrssicherheit “, fasst der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian, zusammen.