„Jetzt starten die lang ersehnten Bauarbeiten für das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof“, freut sich Bürgermeister Peter Kock. Damit entsteht bis Anfang 2027 ein wichtiges Projekt zur Verbesserung der Fahrradmobilität und die Anbindung an den Bahnhof. Die Arbeiten sollten eigentlich bereits im Mai 2026 beginnen, hatten sich jedoch aufgrund einer den Planenden nicht bekannten Hochdruckgasleitung verzögert. Jetzt soll es am 10. September losgehen.
Auch Bettina Lauer (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr, begrüßt den Beginn der Baumaßnahme. „Das neue Fahrradparkhaus ist eine tolle Ergänzung zum bestehenden Angebot im Bahnhofsumfeld. Auf der Westseite des Bahnhofs mangelte es bisher an gesicherten und witterungsgeschützten Abstellplätzen. Ich bin froh, dass der 2023 durch die Politik an die Verwaltung gerichtete Auftrag zur Förderantragsstellung und Planung des Parkhauses nun endlich baulich umgesetzt wird.“
Da die Stadt im direkten Bahnhofsumfeld über keine eigenen Flächen verfügt, soll das Parkhaus auf dem Parkplatz der Deutschen Bahn zwischen Kaiserstraße und Schwarzer Weg entstehen. Mit der DB Infra GO ist ein entsprechender Gestattungsvertrag geschlossen worden. „Die Fläche, welche für den Bau benötigt wird, wurde in den vergangenen Tagen bereits abgesperrt und mit Halteverboten versehen“, berichtet Jonas Göber, Radverkehrsbeauftragter der Stadt.
Das neue Parkhaus bietet Platz für insgesamt 150 Stellplätze - verteilt auf sieben sogenannte Fahrradboxen. In sechs dieser Boxen finden mit Hilfe eines Doppelstocksystems jeweils 24 Räder Platz, eine Box wird speziell für Lastenräder oder andere Sondermodelle nur mit Bodenankern und insgesamt sechs Stellplätzen versehen.
„Die Kosten für die Stellplätze werden sich an denen der Radstation orientieren. Wir arbeiten aktuell am notwendigen Betreiberkonzept“, so Jonas Göber weiter. „Das neue Fahrradparkhaus soll kein Konkurrenzangebot zur bestehenden Radstation sein, sondern eine sinnvolle Ergänzung, um möglichst viele Nutzergruppen anzusprechen“, stellt der Radverkehrsbeauftragte klar.
Der Bau der Anlage soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, so dass sie Anfang 2027 eröffnet und in Betrieb genommen werden kann.
Finanziell wird das Vorhaben durch Fördermittel des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zu 75 Prozent unterstützt. Bei einer geschätzten Bausumme von rund 750.000 Euro entspricht das einer Fördersumme von rund 562.000 Euro. Der Förderantrag wurde durch die Stadt bereits 2023 eingereicht, im Sommer 2024 wurde das Vorhaben von Seiten des Bundes bewilligt. Die planerische und bauliche Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der MEW - Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.
