Pressestelle

Neue Sitzgelegenheiten für die Hufschmiede


Eingeweiht sind sie eigentlich schon – die neuen Sitzmöbel aus Holz an der Hufschmiede. Seit Ende Juni 2026 sind die terrassenförmig angeordneten Bänke und Tische bereits installiert. Vom ersten Tag an wurden sie rege genutzt. Jetzt gab es nach dem Ferienende einen öffentlichen Vorstellungstermin mit Grußworten und einer offiziellen „Freigabe“.

Die aus beständiger Lerche von einem regionalen Tischler gefertigten Möbel bieten den Kundinnen und Kunden der gastronomischen Betriebe, die sonst häufig mit Kaffeetassen und -bechern im Gehwegbereich der Hufschmiede standen, nun knapp 50 Sitzplätze. Die Bänke können aber auch außerhalb der Geschäftszeiten von Passanten zum Verweilen genutzt werden.

„Die neuen Sitzmöbel werten den Verkehrsraum in der Altstadt enorm auf und sind eine echte Bereicherung für die Gäste der gastronomischen Betriebe an der Hufschmiede“, sagte Bürgermeister Peter Kock am vergangenen Mittwoch (2. September). Er bedankte sich bei allen, die dieses Projekt angestoßen, umgesetzt und unterstützt haben, darunter mehrere Sponsoren. Die Läden und Betriebe an der Hufschmiede seien „ein wichtiger Anker in der Innenstadt“ und bei den Mindener*innen beliebt, stellte Kock fest.

Angestoßen haben das Projekt „Hufschmiede 2.0“ die gastronomischen Betriebe „Kofi Kaffeebar & Rösterei“ und „Suppkultur“. Die beiden Betriebe schlossen sich zusammen, um die Außengastronomie vor ihren Läden aufzuwerten und einen Ort der Begegnung für alle Mindener*innen - auch nach Ladenschluss – zu schaffen. Sie haben für die Finanzierung ihres Anteils Sponsoren gesucht und gefunden. Realisiert werden konnte die Außenbestuhlung mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds „Historische Innenstadt“ – zu 50 Prozent aus öffentlichen und zu 50 Prozent aus privaten Mitteln.

Der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian, erinnerte beim Ortstermin an die Anfänge der politischen Diskussion und den Verkehrsversuch im Sommer 2024, der zu mehreren Veränderungen im Verkehrsraum, unter anderem der Verlegung von Parkflächen und letztendlich zu den festinstallierten Möbeln geführt hat.

Für die Testphase hatte die Stadt Minden provisorisches Mobiliar aufgestellt: Bänke, zusätzliche Sitzgelegenheiten, Blumenkübel und Fahrradständer, die sie sich vom „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ ausgeliehen hat. „Damit sollte praxisnah geprüft werden, wie gut eine derartige Möblierung angenommen wird und ob sie sich mit dem laufenden Verkehr verträgt“, erläutert Verkehrsplaner Volker Kroppenstedt.

Initiiert wurde der Verkehrsversuch an der Hufschmiede über einen Antrag der SPD-Fraktion im Mindener Stadtrat. Ziel war es, den Durchgangsverkehr in der Altstadtstraße zu reduzieren, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und zugleich den Fuß- und Radverkehr zu stärken. Das sei insgesamt gelungen, zieht Beigeordneter Bursian Bilanz. Positiv sei auch, dass durch die Verlegung von Parkflächen und die Sitzgelegenheiten, der Verkehr beruhigt wurde. „Die meisten Autos fahren nun im schon länger verkehrsberuhigten Bereich – maximal 7 Stundenkilometer sind hier erlaubt – langsamer als vorher“, hat Innenstadtmanager Johannes Schneider (Wirtschaftsförderung der Stadt Minden) beobachtet.

Was hat sich in der Hufschmiede verändert? Die nördliche Parkaufstellung wurde von der Stadt größtenteils auf die Südseite verlegt, so dass einzelne Parkplätze - analog dem 2024 gelaufenen Verkehrsversuch – nun unter anderem für die Außengastronomie zur Verfügung stehen. Für diese wurde eine Sondernutzungsgenehmigung erteilt. Zwei Parkflächen fielen für die neuen Sitzgelegenheiten weg. Aktuell wurden Fahrradabstellbügel und auch eine Anlage für Lastenräder installiert.

Informationen zum Verfügungsfonds
Aus dem Verfügungsfonds „Historische Innenstadt Minden“ konnten seit 2012 mehr als 30 nicht kommerzielle Projekte, Aktionen und Maßnahmen finanziell flexibel und lokal angepasst unterstützt werden, darunter das Wasserspiel auf dem Markt, die touristische Beschilderung, das kostenfreie WLAN in der Innenstadt, der Skatepark an der Weserpromenade sowie der „Leuchtturm“ St. Simeonis, die Europäische Friedensuhr und viele Projekte zur Unterstützung des Mindener Einzelhandels.

Der Fonds setzt sich zu maximal 50 Prozent aus öffentlichen und zu mindestens 50 Prozent aus privaten Finanzmitteln zusammen. Im Regelfall werden Projekte bis zu 10.000 Euro finanziert. Die Stadt steuert, zu den 50 Prozent der öffentlichen Mittel 20 Prozent dazu, also immer 10 Prozent der Gesamtkosten der bewilligten Summe.

Ein lokales Gremium entscheidet über die Verwendung der Fondsmittel und die Umsetzung der Maßnahmen. Das Gremium setzt sich sowohl aus Einzelhändlern, Innenstadtakteuren, Politikern als auch aus Vertretern der Stadtverwaltung zusammen. 

Sechs Projekte konnten in jüngster Zeit – also in der 3. Förderperiode - finanziert werden. Das sind:
„Minden verbindet das Ich mit dem Wir“ – Förderung der Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes mit Sternentoren
"Klang der Kulturen“, „Kunstraum schaffen im Hansehaus“
Plauderbänke für Minden (laufendes Projekt)
Toilettencontainer Weingarten (laufendes Projekt)
„Hufschmiede 2.0“ (Sitzgruppen an der Hufschmiede)

Es sollen Maßnahmen in möglichst kurzen Zeiträumen gefördert werden, die einen nachweisbaren, nachhaltigen Nutzen für die Innenstadt haben.

Interessierte können sich auf der Internetseite der Stadt Minden www.minden.de/verfügungsfonds informieren. Hier stehen auch die Termine der öffentlichen Gremiumssitzungen des Verfügungsfonds. Ansprechpartnerin ist Cindy Werner, Telefon: (05 71) 89236, E-Mail: c.werner@minden.de.

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