Pressestelle | Bereich Soziales

Stadt öffnet in der kalten Jahreszeit ihren Wärmekeller


Der „Wärmekeller“ der Stadt Minden für obdachlose Männer im Haus Bruchstraße 5 a ist ab heute, Freitag, 30. Oktober, wieder geöffnet. Das teilt der Bereich Soziales der Stadt Minden mit. Der ebenerdige Raum bietet acht Menschen in der kalten Jahreszeit eine warme Möglichkeit zum Übernachten. Der „Wärmekeller“ ist bis ins Frühjahr 2027 täglich in der Zeit von 16 bis 9 Uhr geöffnet. 

Für obdachlose Frauen gibt es in den Wintermonaten eine andere Unterkunftsmöglichkeit, die im vergangenen Dezember an den Start gegangen ist. Projektbeteiligte sind neben der Stadt Minden, der Sozialdienst katholischer Frauen, der Verein Hexenhaus - Hilfe für Menschen in Krisensituationen und die Diakonie Stiftung Salem. 

Die Stadt stellt eine Wohnung mit insgesamt sechs Betten zur Verfügung. Die Bewohnerinnen erhalten eigene Schlüssel, sodass kein unbefugter Zutritt möglich ist. Damit entsteht ein geschützter Raum, der Sicherheit und Privatsphäre bietet. „Obdachlose Frauen meiden gemischte Unterkünfte, da sie sich dort unsicher fühlen oder nachts frei zugängliche Räume als bedrohlich empfinden“, weiß der Leiter des Bereiches Soziales, Eike Erdmann. 

Neben einem Bett und Sanitärräumen steht den Bewohnerinnen auch eine eingerichtete Küche zur Verfügung. Haltbare Lebensmittel werden von der Mindener Tafel zur Verfügung gestellt, sodass die Frauen sich auch ein Abendessen zubereiten können. 

Die drei Träger übernehmen gemeinsam die Aufnahme der Frauen, die Organisation der Schlüsselvergabe, die sozialarbeiterische Begleitung sowie die Vermittlung in bestehende Hilfs- und Beratungsangebote. Als ergänzendes Angebot - neben den regulären Unterbringungsmöglichkeiten - soll das Projekt nicht nur einen warmen Notfallschlafplatz in den Wintermonaten bieten, sondern auch langfristige Perspektiven eröffnen und Wege in weiterführende Unterstützungsstrukturen aufzuzeigen.

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