Neugestaltung Weserpromenade
Urbaner Freiraum an der Weser - ein Ort für alle
Der Bereich zwischen Weserglacis, Schlagde und Fischerstadt erhält ein frisches einladendes Gesicht. Hier entsteht ein Ort, an dem sich alle wohlfühlen.
Die neue Weserpromenade verbindet zukünftig schattiges Grün, attraktive Aufenthaltsbereiche und offene Weserwiesen. Die innenstadtnahe Lage am Wasser bietet große Potenziale für eine hohe Lebensqualität. Diese wollen wir nutzen und mit der Neugestaltung der Uferbereiche einen neuen lebens- und liebenswerten Ort für Mindener*innen und Gäste gestalten. Die neue Weserpromenade trägt zudem zur Imagebildung unserer Innenstadt bei.
© Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH
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Meldungen
Schlagde
© Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbHDie Schlagde entwickelt sich von einem großflächigen Parkplatz zu einem vielseitig nutzbaren Stadtraum. Wo zuvor ein dunkler Tunnel den Zugang prägte, entsteht künftig ein offener und einladender Eingang in die Innenstadt. Licht und eine ebene, großzügige Fläche im Boden machen den neuen Freiraum gut sichtbar und vielseitig nutzbar.
Unter locker angeordneten Bäumen entstehen schattige Aufenthaltsbereiche, die Raum für Aktivitäten wie Boule oder Tischtennis bieten. Nördlich davon schließt sich ein Spielplatz für alle Altersgruppen an. Elemente wie Fässer, Tonnen, Kisten und Container erinnern dabei an die frühere Bedeutung des Hafens. Für Radtouristen stehen geeignete Rastmöglichkeiten zur Verfügung, ergänzt durch ein gastronomisches Angebot, etwa durch Foodtrucks. Ein besonderes Element ist die neue Ufertreppe an der Kaimauer. Sie ermöglicht einen direkten Zugang zur Weser und bietet Sitzplätze mit Blick auf das Wasser.Nördliche und südliche Weserpromenade
© Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbHRadfahrende und Fußgänger*innen bewegen sich künftig auf der neuen Promenade nördlich und südlich der Schlagde entspannt nebeneinander und zwar jeweils auf eigenen, klar getrennten Wegen. Die verbreiterte Promenade schafft spürbar mehr Platz und Aufenthaltsqualität für alle. Bootsanleger, Brücken und die Verbindungen zur Innenstadt werden durch großzügige Platzaufweitungen hervorgehoben und erleichtern die Orientierung ganz intuitiv. Liebevoll gestaltete Uferbereiche laden zum Verweilen ein und werden zu neuen Treffpunkten für Mindener*innen und ihre Gäste. Minden rückt näher an die Weser.
Beteiligungsprozess
Beteiligung der Öffentlichkeit
14.05.2022 – Tag der Städtebauförderung: Infostand am Rathaus und geführte Radtour durch das Glacis zur Weserpromenade
13.05.2023 – Tag der Städtebauförderung: Infostand am Rathaus
02. bis 04.05.2024 – Tag der Städtebauförderung: Infostand in der Bäckerstraße und auf der Schlagde + Aktionstage für Kinder, Jugendliche und Familien + Online-Umfrage zur Weserpromenade (in Zusammenarbeit mit dem Bereich Jugendarbeit)
© Stadt Minden
24.05.2025 – Stadtteilfest Rechtes Weserufer: Infostand im Fort A
© Stadt MindenÖffentliche Ausschüsse zur Information und Beschlussfassung
26.04.2023 – Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen: Information zum Sachstand (Vorentwurf)
25.10.2023 – Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen: Beschluss der Entwurfsplanung
06.12.2023 – Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr: Information zur Entwurfsplanung
03.07.2024 – Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen + Betriebsausschuss: Beschluss über zukünftige Unterhaltungskosten
02.07.2025 – Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen: Information zum Sachstand
29.10.2025 – Betriebsausschuss: Beschluss der Ausführungsplanung
Informationsveranstaltungen für die Gewerbetreibenden
19.08.2025 + 26.11.2025 - Informationsveranstaltungen für die Gewerbetreibenden der unteren Bäckerstraße
Hintergrund
2009 beschloss der Rat der Stadt Minden die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes „Historische Innenstadt Minden“ (IHK), um die Entwicklung der historischen Innenstadt gezielt voranzubringen. Im Jahr 2016 wurde dieses Konzept als Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) fortgeschrieben. Ein zentrales Themenfeld widmet sich dabei der Neu- und Umgestaltung der Weserpromenade. Für die Umsetzung des Projekts erhält die Stadt Minden Fördermittel aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.
Zwar lassen sich an der heutigen Weserpromenade bereits die Grundzüge einer innerstädtischen Promenade erkennen, doch funktionale und gestalterische Defizite prägen ihr Erscheinungsbild. Den heutigen Anforderungen an eine attraktive, lebendige Uferpromenade mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wird sie bislang nicht gerecht. Nutzungskonflikte und eine nur eingeschränkte Aufenthaltsqualität bestimmen das Bild. Mit der geplanten Neugestaltung werden diese Schwächen gezielt behoben und ein neuer, einladender Stadtraum geschaffen, als Ort für Begegnung, Aufenthalt und vielfältige Aktivitäten.2020 – EU-weite Auslobung nichtoffener freiraumplanerischer Wettbewerb „Neugestaltung der Weserpromenade“
2021 – Prämierung – 1. Preis an Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH
2023 – Vorstellung der Entwurfsplanung und Antrag auf Städtebaufördermittel bei der Bezirksregierung Detmold (Fördersatz 80%)
2024 – Bewilligung der Städtebauförderung durch die Bezirksregierung Detmold
Nächste Schritte
2026 – Beginn des Baus der nördlichen und südlichen Promenade
2026/27 – Bauarbeiten Schlagde
2028 – Fertigstellung und Eröffnung der neuen Weserpromenade
Auf dieser Seite halten wir Sie über die Entwicklung der Weserpromenade auf dem Laufenden.
FAQ – Neugestaltung Weserpromenade Minden
Warum wird die Weserpromenade neugestaltet?
Die bestehende Promenade entspricht baulich und funktional nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Neugestaltung verbessert Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und die Verbindung zwischen Innenstadt und Weser.
Welche Ziele verfolgt die Stadt mit der Neugestaltung?
Entstehen soll ein öffentlicher Raum für Erholung, Bewegung und Begegnung und zwar für alle Generationen und mit einem stärkeren Bezug zur Weser. Das große Potenzial der Lage am Wasser wird genutzt. So profitieren die Mindener*innen und Tourist*innen.
Wo genau findet die Umgestaltung statt?
Das Projekt umfasst die Weserpromenade entlang der Schlagde sowie angrenzende Bereiche zwischen Innenstadt, Fischerstadt und Weserglacis. Die Weserpromenade wird von der MKB-Brücke im Norden über die Schlagde bis zur Bastaumündung im Süden neugestaltet.
Wie wird die Weserpromenade künftig aussehen?
Geplant sind großzügige Aufenthalts- und Aktivitätsbereiche, neue Sitzgelegenheiten, Grünflächen sowie verbesserte Wegeführungen für Fuß- und Radverkehr. Entwürfe und Visualisierungen sehen Sie hier auf der Website.
Wird es einen direkten Zugang zur Weser geben?
Ja. Ufertreppen und Sitzstufen ermöglichen einen sicheren und attraktiven Zugang zum Wasser.
Werden neue Bäume gepflanzt?
Ja. Im Rahmen der Neugestaltung werden zahlreiche neue Bäume gepflanzt, die für Schatten auf der Weserpromenade sorgen und die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen. Es werden gezielt Klimabäume eingepflanzt. Sie sind an Hitze, Trockenperioden und wechselnde Standortbedingungen angepasst. Zudem sind sie so ausgesucht, dass sie auch mit Hochwasser zurechtkommen. Damit wird nicht nur gestalterisch, sondern auch funktional und langfristig gedacht, im Sinne einer robusten und nachhaltigen Freiraumentwicklung entlang der Weser.
Ist die neue Promenade barrierefrei?
Bei der Planung wird großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt, damit die Promenade für alle Menschen möglichst uneingeschränkt nutzbar ist.
Wird es Toiletten geben?
Im Zuge der Umgestaltung der Weserpromenade wird ein Toilettenhäuschen gebaut. Das steht sowohl Touristinnen und Touristen als auch den Mindener*innen zur Verfügung. Damit wird die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nachhaltig verbessert und die Infrastruktur entlang der Promenade sinnvoll ergänzt.
Welche Angebote gibt es für Kinder?
Im Bereich der Weserpromenade entsteht ein großzügiger Spielbereich mit Sandkasten sowie einem Spielschiff zum Klettern. Damit wird ein attraktiver Aufenthaltsort für Familien geschaffen, der Bewegung, kreatives Spielen und das gemeinsame Erleben am Wasser ermöglicht.
Wie wird das Projekt finanziert?
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel der Stadt Minden sowie durch Fördermittel aus der Städtebauförderung. Die Baukosten für die Neugestaltung der Weserpromenade liegen derzeit bei 15 Millionen Euro. Die Stadt Minden bekommt 80 Prozent gefördert.
Wann beginnen die Bauarbeiten?
Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise. Der Baustart ist voraussichtlich im Sommer 2026 geplant. Über den konkreten Start einzelner Bauphasen informiert die Stadt rechtzeitig über ihre Kommunikationskanäle.
Wie lange dauert die Umgestaltung?
Die Gesamtdauer hängt vom Bauablauf der einzelnen Abschnitte ab. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund zwei Jahre. Aufgrund des Umfangs der Maßnahme sowie der abschnittsweisen Umsetzung ist dieser Zeitraum realistisch angesetzt. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner, Besucherinnen und Besucher sowie den laufenden Betrieb so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Umsetzung sicherzustellen.
Die Stadt informiert regelmäßig über den aktuellen Zeitplan.
Welche Einschränkungen gibt es während der Bauzeit?
Zeitweise kann es zu Einschränkungen für Fuß- und Radverkehr kommen und die Parkmöglichkeiten auf der Schlagde werden dauerhaft entfallen. Die Stadt bemüht sich um möglichst geringe Beeinträchtigungen.
Bleibt die Promenade während der Bauzeit zugänglich?
Die Weserpromenade wird größtenteils nicht nutzbar sein. Umleitungen für den Rad- und Fußverkehr werden ausgeschildert und online bekanntgegeben.
Wo kann ich Parken?
Ab Sommer 2026 beginnen die Arbeiten an der Weserpromenade. Deshalb kann der Parkplatz an der Schlagde demnächst nicht mehr genutzt werden. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es auf der Website der Stadt Minden unter www.minden.de/parken.
Wie werden Anwohner*innen und Gewerbetreibende informiert?
Die Stadt Minden informiert über Pressemitteilungen, die städtische Website sowie bei Bedarf über direkte Anschreiben und Informationsveranstaltungen und über den Instagram-Kanal (@stadtminden).
Was ist mit dem Weserradweg? Ist an Radfahrer*innen gedacht?
Ja. Der Weserradweg verläuft künftig parallel zur Weser entlang der Weserpromenade. So bleibt die überregionale Radroute weiterhin unmittelbar am Wasser erlebbar. Gleichzeitig wird die Strecke sowohl funktional als auch gestalterisch klar und übersichtlich geführt. Radfahrer*innen profitieren von einer durchgehenden, attraktiven Verbindung mit direktem Bezug zum Fluss und einer besseren Anbindung an die Wege in der Innenstadt.
Wie wird die Lage im Überschwemmungsgebiet berücksichtigt? Was passiert bei Hochwasser?
Alle Maßnahmen werden eng mit den zuständigen Fachstellen abgestimmt und sind von der Bezirksregierung Detmold hochwasserrechtlich genehmigt. Durch die Neugestaltung entsteht für die Anlieger*innen kein höheres Hochwasserrisiko. Im Gegenteil: Es sind zusätzliche Schutzmaßnahmen vorgesehen. Künftig kann zum Beispiel die Unterführung zur Tränke verschlossen werden. Dadurch wird verhindert, dass bei Hochwasser Wasser über diese Verbindung in die Innenstadt gelangt. Auch während der Bauzeit wird auf den Hochwasserschutz geachtet. Bauabläufe, Baustelleneinrichtung und Materiallagerung werden so organisiert, dass bei steigenden Pegeln schnell reagiert werden kann. Zusätzlich sind Sicherungs- und Schutzmaßnahmen geplant, um Schäden an Bauwerken, Geräten und Materialien zu vermeiden. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu verringern und die Bauarbeiten möglichst reibungslos durchzuführen.
Wie können sich Bürger*innen beteiligen?
Bürger*innen konnten und können sich im Rahmen von Beteiligungsverfahren, Informationsveranstaltungen und Online-Angeboten einbringen.
Wer plant und realisiert das Projekt?
Die Planung erfolgt durch Franz Reschke Landschaftsarchitektur (Berlin) im Auftrag der Stadt Minden. Die Umsetzung übernehmen beauftragte Fachfirmen.
Wo finde ich aktuelle Informationen zum Projekt?
Aktuelle Informationen gibt es immer aktuell hier auf dieser Website.
www.minden.de/weserpromenade.Wer ist Ansprechpartner*in bei Fragen?
Ansprechpartner*innen sind die Mitarbeitenden der Städtischen Betriebe Minden (Projektleiter Baumaßnahme, René Kreß, Telefon +49 571 89-9237 E-Mail: r.kress@minden.de) und die Kolleginnen aus dem Bereich Stadtplanung und Umwelt (Projektleitung Planung, Katja Stock, Telefon +571 89-334, E-Mail: k.stock@minden.de und Lia Merle Rottmann, Telefon +49 571 89-761, E-Mail: M.Rottmann@minden.de)

