Die Stadtbibliothek lädt am Sonntag, 29. November, ein zu einem Erzählcafé zu autobiographischem Schreiben. Drei Frauen der Nachkriegsgeneration schreiben seit einigen Jahren Texte zu ihren Erinnerungen, inneren Bildern, Prägungen, Empfindungen und Gefühlen, die wieder lebendig werden, wenn sie an ihre mittlerweile verstorbenen Mütter denken und von ihnen sprechen.
Mechthild Bock ist Autorin bei der Lesebühne. Petra Brauneck-Godwin entdeckte erst als Lehrerin im Ruhestand die Faszination des biographischen Schreibens. Birgit Engelking ist Gestalttherapeutin und leitet das Shared Reading in der Stadtbibliothek. Die drei lesen aus ihren eigenen Texten und geben Einblicke in deren Entstehungsprozess sowie in ihre unterschiedlichen kreativen Herangehensweisen an das Thema.
Anschließend gehen sie gemeinsam mit ihren Gästen in einen offenen Austausch über ihre Erzähl- und Schreiberfahrungen und die Gäste haben Gelegenheit, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen oder auch nur zuzuhören.
Erzählen in einem geschützten Umfeld, autobiographische Schreiberfahrungen und der Umgang mit Gefühlen wie Trauer, Wut, Freude und Liebe werden Themen dieses Nachmittags sein. Immer vor dem Hintergrund, dass Geschichte sich nicht mehr verändern lässt, dass Leerstellen bleiben, aber Gefühle und Erinnerungen dennoch im Austausch lebendig werden und den eigenen Blick klären können.
Das Erzählcafé ist offen für alle, die interessiert sind an autobiographischem Erzählen und Schreiben wie auch an einem Austausch über Prägungen und Rollen, die besonders für Töchter bis in die Gegenwart hineinwirken.
Das Erzählcafé findet von 14 Uhr bis 16 Uhr in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Keksen statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten – per E-Mail an stadtbibliothek@minden.de, telefonisch unter +49 571 83791 0 sowie persönlich in der Bibliothek.
Die Stadtbibliothek Minden öffnet regelmäßig immer am letzten Sonntag im Monat von 13 Uhr bis 16 Uhr.