Verkehrsmeldungen

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Die Stadt Minden verzeichnet aufgrund zahlreicher Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wie Glasfaserverlegung, Leitungsarbeiten und Straßenerneuerungen täglich neue Baustellen. 2024 wurden bereits 1.200 verkehrsrechtliche Anordnungen zur Absicherung dieser Baustellen erteilt – eine Folge der wachsenden Anforderungen bei einem großen Stadtgebiet mit über 85.000 Einwohnern. Die Verkehrsbehörde koordiniert dabei alle Maßnahmen, von Vollsperrungen bis Umleitungen, und informiert auch Einsatzdienste sowie den ÖPNV. Besonders kurzfristige Maßnahmen wie Rohrbrüche sorgen häufig für zusätzliche Belastung im Straßenverkehr und erfordern eine schnelle Reaktion.

Um Übersicht und Transparenz zu verbessern, hat die Stadt eine digitale Baustellenkarte entwickelt, die alle aktuellen und geplanten Maßnahmen übersichtlich visualisiert. Sie basiert auf der Open-Source-Software QGIS und ist mit den Systemen der Verkehrsbehörde verknüpft, wodurch Echtzeitdaten über Art und Dauer von Sperrungen verfügbar sind. Die Karte dient sowohl der internen Verwaltung als auch der öffentlichen Information und reduziert durch digitale Schnittstellen den bisherigen, aufwendigen Abstimmungsaufwand per E-Mail und Telefon. Zwar erfolgt die Anbindung an Navigationsdienste wie Google Maps noch manuell, dennoch gilt das Projekt als ein großer Fortschritt für eine moderne, bürgernahe und effizientere Infrastrukturplanung.


Aktuelle Meldungen


B61: Straßen.NRW informiert über Sanierung des Weserauentunnels
29. April 2026 | Porta Westfalica (straßen.nrw). Am heutigen Mittwoch, 29. April 2026, hat Straßen.NRW die Vertreter*innen der lokalen Verwaltung über die anstehende Sanierung des Weserauentunnels informiert. In der bewusst ergebnisoffenen Diskussion wurden neben einer kurzen Vorstellung des Weserauentunnels mögliche Verkehrskonzepte während der Sanierungsmaßnahme thematisiert.

Der ca. 1.700 m lange Weserauentunnel im Zuge der B61 ist Teil der Hauptverbindungsachse zwischen Ostwestfalen-Lippe und Bremen. Mit einer durchschnittlichen Verkehrsstärke von ca. 28.500 KFZ/24h (DTV im Jahr 2024) gilt der Weserauentunnel als wichtige Instanz der hiesigen Infrastruktur. Diese Bedeutung wurde den Menschen in der Region in der jüngsten Vergangenheit nicht zuletzt durch öfter auftretende und auch länger andauernde Sperrungen bewusst – zumeist bedingt durch die abgängige Tunneltechnik. Auch baulich tritt ein beginnender Verschleiß auf, so wurden bei einer kürzlichen Bauwerksprüfung Schäden an den Brückenkappen („Schrammborde“) festgestellt.

Vollsanierung der Technikanlagenwerke und bauliche Teilsanierung
In enger Zusammenarbeit der Landesverkehrszentrale NRW (LVZ) und der Regionalniederlassung OWL (RNL OWL) lässt Straßen.NRW sämtliche Technikanlagengewerke wie Brandschutz, Notrufeinrichtungen, Beleuchtung und Belüftung auf den aktuellsten Stand bringen. Zeitgleich werden baulich zwingende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Damit kommt Straßen.NRW auch dem in Bevölkerung und Politik immer größer werdenden Wunsch nach Handlung nach. Mit dem Ziel, einen deutlich weniger anfälligen Tunnelbetrieb zu realisieren, werden jedoch erst einmal Einschränkungen verbunden sein: Teils lang andauernde Sperrungen, Umleitungsstrecken, Baugeschehen vor Ort.

Frühe Informationsrunde auf Arbeitsebene
Ebendiese Einschränkungen sind im heutigen Treffen diskutiert worden: In Sinne hoher Transparenz haben die LVZ und die RNL OWL schon zu einem sehr frühen Planungszeitraum Vertreter*innen der Kommunal- und Kreisverwaltung eingeladen. Es sind insbesondere verschiedene Sperrszenarien und Umleitungsstrecken beleuchtet worden. Hier stand nicht der reine Informationsfluss für die Verkehrsplanung vor Ort im Vordergrund, sondern das Sammeln und die potentielle Berücksichtigung der vielfältigen lokalen Belange.

Effizientes Treffen mit positiver Grundstimmung
Die Sperrszenarien wurden konstruktiv besprochen und gewichtet. Grundsätzlich konnte hier ein gemeinsamer Konsens zwischen den Beteiligten hergestellt werden, sodass die auf dieser Ebene geschärften Verkehrskonzepte in einem nächsten Schritt mit allen Behörden und Vertretern öffentlicher Belange – neben den Betreibenden des öffentlichen Nahverkehrs gehören hierzu insbesondere die Rettungsdienste und die Feuerwehr – besprochen und erst dann finalisiert werden.

Sanierungsplanung und vorbereitende Maßnahmen am 4. und 5. Mai
Derzeit erarbeitet ein externes Ingenieurbüro die Planungsunterlagen für die umfangreiche Sanierung des Weserauentunnels. Teil einer Sanierungsplanung sind üblicherweise Untersuchungen der Boden- und Materialbeschaffenheit. Am Weserauentunnel werden daher am Montag, 4. Mai, und Dienstag, 5. Mai, sogenannte Bohrkerne gezogen. Dafür wird in Fahrtrichtung Bad Oeynhausen an beiden Tagen von jeweils 9 bis voraussichtlich 13 Uhr eine Fahrspur eingezogen.

Sanierungsbeginn und weitere Informationen
Die Fertigstellung der Ausschreibungsplanung wird für 2027 erwartet. Aufgrund vorgelagerter Maßnahmen auf möglichen Umleitungsstrecken beginnt die Tunnelsanierung jedoch nicht vor 2028. Sobald ein offizieller Zeitplan steht, wird Straßen.NRW darüber informieren. Aktuelle Entwicklungen können auf der neu eingerichteten Projektseite (https://www.strassen.nrw.de/de/b61-sanierung-des-weserauentunnels-projektueberblick.html) eingesehen werden.

Kontakt: Jennifer Krüger, Presse-, Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit, Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, Stapenhorststraße 119, 33615 Bielefeld, Telefon: 0521 / 1082 - 125, E-Mail: jennifer-rose.krueger@strassen.nrw.de, Web: www.strassen.nrw.de


B65/B61: Sichtschutz an der „Birne“ wird regelmäßig entwendet
16. April 2026 | Minden (straßen.nrw).
Der Sichtschutz, der in der Zufahrt von der Lübbecker Straße (B65) zur „Birne“ (B61) steht, wurde mehrmals entwendet. Dabei erfüllt er eine wichtige Funktion für die Verkehrssicherheit: An der Kreuzung kam es häufig zu Auffahrunfällen, weshalb der Bereich als Unfallhäufungsstelle eingestuft wurde. Die Polizei ist über die Vorfälle informiert.  Als wesentliche Ursache für die Auffahrunfälle wurde die „zu gute“ Sicht auf den Verkehr der B61 festgestellt. Das führte dazu, dass die heranfahrenden Verkehrsteilnehmenden auf der Lübbecker Straße ihr Tempo beim Anfahren an die Kreuzung nicht ausreichend reduzierten und ihre Aufmerksamkeit auf den kommenden Verkehr richteten – und dann auf das Auto vor sich fuhren.  Der Einsatz des Sichtschutzes war zunächst eine versuchsweise Maßnahme, um die Unfallhäufigkeit zu senken – und sie wirkt: Verkehrsteilnehmende nähern sich nun langsam der Einmündung und halten am Fahrbahnrand. Die Unfalllage vor Ort hat sich beruhigt. 

Umso ärgerlicher ist es, dass die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Minden regelmäßig den Sichtschutz erneuern müssen. Derzeit prüft Straßen.NRW, inwieweit ein gleichwertiger Sichtschutz künftig durch Bepflanzung oder bauliche Maßnahmen hergestellt werden kann, um eine dauerhafte Lösung zu erhalten. Seit September 2025 wurde der Sichtschutz etwa 15 Mal entwendet. 

Die Arbeit der Unfallkommission
Die Unfallkommission, deren Einrichtung auf der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) basiert und deren Aufgaben in einem Erlass des Landes NRW geregelt sind, untersucht regelmäßig Verkehrsunfälle und beschließt Maßnahmen, die zukünftige Unfälle verhindern und dadurch die Verkehrssicherheit erhöhen sollen. Die Polizei hat das Unfallgeschehen ständig im Blick und berichtet an die Unfallkommission. Unfallhäufungsstellen werden anhand bestimmter Kriterien und Grenzwerte identifiziert. Die Beteiligten der Unfallkommission führen Ortsbesichtigungen durch, um Faktoren zu ermitteln, die Unfälle begünstigen. In gemeinsamen Sitzungen wird beraten, welche Maßnahmen umgesetzt werden können – das können verkehrsregelnde, verkehrslenkende oder straßenbauliche Maßnahmen sein.

Kontakt: Maximiliane Plöger, Presse-, Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit, Straßen.NRW. Regionalniederlassung OWL, Telefon: 0521/1082-129, E-Mail: maximiliane.ploeger@strassen.nrw.de