Minden gestalten

Schwanenteich

© A. Loschen

Luftbild

© Krischi Meier

Frühling im Glacis

Pflege- und Entwicklungskonzept Glacis

Ein Konzept für das Glacis

  • Das Mindener Glacis umrahmt als grünes Denkmal die Innenstadt. Die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes (2016-2020) der Stadt Minden sieht vor, das Glacis und damit die gesamte Innenstadt attraktiver zu gestalten und weiterzuentwickeln.

    Das Glacis mit seinen historisch wertvollen Denkmalen, Wegebeziehungen sowie den alten Baumbeständen und parkähnlichen Strukturen ist mehr als nur ein Naherholungsgebiet: Hier treffen sich Kultur-,  Kunst-, Bau- und Stadtgeschichte in einer einzigartigen Anlage. Somit hat es die Voraussetzungen für eine bedeutende Gartenanlage mit überregionaler Ausstrahlung.

    Die Stadt Minden wird bei diesem Projekt aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert.

    Termine für die öffentliche Bürgereteiligung

    26. September 2018:  1. öffentliche Veranstaltung, Aula des Ratsgymnasiums Minden 

    8. November 2018: 2. öffentliche Veranstaltung, Aula des Ratsgymnasiums Minden          

    4. Dezember 2018: 3. öffentliche Veranstaltung, Aula des Ratsgymnasiums Minden          

    6. Februar 2019: 4. öffentliche Veranstaltung, Aula des Ratsgymnasiums Minden          

    2. April 2019: 5. öffentliche Veranstaltung, Aula des Ratsgymnasiums Minden     

    Wichtiger Hinweis

    Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.00 Uhr in der Aula des Ratsgymnasiums (Eingang: Königswall 28, 32423 Minden). Zugang über den Innenhof von der Rodenbecker Straße. Der barrierefreie Zugang über einen Fahrstuhl ist ausgeschlidert.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Broschüre "Das Mindener Glacis - Unsere grüne Lunge" (Teil 1)

    Es ist Denkmal, Park, Gartenanlage, Grüngürtel und stadtnaher Naturraum zugleich. Die Anlage entstand ab 1880 auf der ehemaligen Stadtbefestigung und ist heute ein „unverzichtbares und wertvolles Kleinod“ für viele Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche. Das Glacis soll attraktiver gestalten und weiterentwickelt werden. Hierfür wird ein Pflege- und Entwicklungskonzept erstellt mit einer kontinuierlichen Information und Beteiligung der Öffentlichkeit. Begleitend wurde eine Broschüre mit ausklappbarem Übersichtsplan und immerwährendem Kalender erstellt.

    Auf 20 Seiten stellt diese kostenlose Broschüre, die Geschichte und Entwicklung des Glacis vor, beschreibt das heutige Erscheinungsbild und geht auf die Erstellung des  Pflege- und Entwicklungskonzeptes ein.
    In gedruckter Form ist die Broschüre im Rathaus und bei der Minden Marketing erhältlich.

    Jetzt als PDF herunterladen

    • Das Mindener Glacis – geschichtliche Entwicklung

      Die parkartig gestaltete Anlage in der Innenstadt ist seit dem 9. Februar 2017 in die Denkmalliste der Stadt Minden eingetragen. Das Glacis mit teilweise altem Baumbestand, historischen Brücken, renaturierter Bastau, Monumenten, Schwanenteich und Spielplätzen umschließt den Mindener Stadtkern fast vollständig. Sie ist ein beliebter Freizeit- und Naherholungsbereich für alle Mindener*innen.

      Die Fläche, die als Grüngürtel die Mindener Altstadt einrahmt, gehörte früher zu den Stadtbefestigungsanlagen. Nachdem 1873 die Festung Minden aufgehoben worden war, entstand auf dem seinerzeit bereits bewachsenen Grüngürtel eine Parkanlage. Zunächst kümmerte sich ein Verschönerungsverein um die Pflege, ab 1890 die „städtische Parkkommission“, später das Grünflächenamt der Stadt Minden. Heute wird das Glacis von den Städtischen Betrieben Minden gepflegt.

      Die städtische Parkkommission beauftragte Ende des 19. Jahrhunderts den hannoverschen Stadtgarteninspektor Julius Trip (1857–1907) und den Hofgärtner Georg Tatter (1858–1924) aus Hannover-Herrenhausen mit der Erstellung eines Gutachtens über den künftigen Umgang mit den Glaciswaldungen. Trip und Tatter empfahlen eine behutsame Auslichtung der über längere Zeit nicht durchforsteten Waldbereiche nach gartenkünstlerischen Gesichtspunkten. Dabei sollten markante Einzelbäume und Baumgruppen erhalten bleiben. Lichtungen sollten angelegt und das Gelände modelliert werden, um ein malerisches Parkbild zu schaffen und „Ausblicke in die herrliche Umgebung, die weltberühmten Waldberge der Porta“ zu ermöglichen, wie es in dem Gutachten hieß. Julius Trip zählt zu den maßgeblichen Wegbereitern des Freiraumtyps „Waldpark“.

      Das Glacis ist knapp vier Kilometer lang, zwischen 25 und 175 Meter breit und weist eine Höhendifferenz von 16 Metern auf. Die Anlage besteht aus den Abschnitten Weserglacis – einschließlich der Weserpromenade – Simeonsglacis, Königsglacis, Marienglacis und Fischerglacis.

      „Das Erscheinungsbild des Mindener Glaciswaldes wird von Rotbuche, Stieleiche, Linde, Esche, Rosskastanie und Bergahorn geprägt. In den Randbereichen und entlang der Wege besteht die zuweilen dichte Strauchvegetation vor allem aus Weißdorn, Schwarzem Holunder, Haselnuss, Schneebeere, Rhododendron und Ilex“, heißt es in dem Denkmalblatt 720 der Stadt Minden.

    • Was ist das Pflege- und Entwicklungskonzept Glacis?

      Inhalt des Konzeptes soll sein, einerseits den Charakter des Waldparks wiederherzustellen und andererseits die modernen Nutzungsansprüche in die Gartenanlage zu integrieren. Zu betrachten ist hierbei auch ein Rundweg durch das Glacis. Dies muss unter Beachtung des Natur- und Denkmalschutzes geschehen.

      Das Pflege- und Entwicklungskonzept soll künftig als strategische Entscheidungsgrundlage dienen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden nach und nach umgesetzt.

      Ziel ist es, Handlungsbedarfe aufzuzeigen sowie kurz-, mittel- und langfristig orientierte Maßnahmen zu planen, um sie realitätsnah und finanziell durchführbar in einzelne Prozesse der Stadt Minden zu überführen.

    • L-A-E Landschaftsarchitekten Ehrig & Partner

      Das Planungsbüro L-A-E Landschaftsarchitekten Ehrig & Partner aus Bielefeld arbeitet seit 1971 im Bereich der kommunalen Freiraumplanung und der Gartendenkmalpflege.

      Das Büro hat sich auf drei zentrale Bereiche der Landschaftsarchitektur spezialisiert: Gartendenkmalpflege, Freiraumplanung und die klassische Gartenarchitektur.

      Die Philosophie des Büros legt Wert auf vorhandene Ressourcen eines Ortes und die Entwicklung einer nachhaltigen, auf bestehenden Strukturen basierenden Planung. Die Inszenierung von Freiräumen durch Blickpunkte und Sichtbezüge sowie die gestalterische Einheit von Gebäude und Freiraum stehen dabei im Fokus. L-A-E plant Lebensräume, die durch die Abstimmung von Vegetation und Menschen, Natur und Nutzung ein positives Lebensgefühl vermitteln und die Voraussetzung für ein lebendiges Miteinander schaffen.

    • Der Steuerungskreis

      Anfang Juni 2018 ist im Rathaus ein Steuerungskreis zusammengekommen, der den Prozess der Erstellung des Pflege- und Entwicklungskonzeptes Glacis bis zum Frühjahr 2019 fachlich begleiten und unterstützen wird.

      Die 21-köpfige Gruppe setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, dem Bereich Stadtplanung und Umwelt, den Städtischen Betrieben Minden (SBM) sowie verschiedenen Interessenverbänden und Fachleuten zusammen.

      Dazu gehören der NABU (Naturschutzbund Deutschland), der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), die Weserfreunde, die Glacisschützer und der Stadtsportverband. Ebenso beteiligen sich die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


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