Minden gestalten

Ehrenamtspreis

Die Stadt Minden vergibt jedes Jahr einen Preis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement in Höhe von 500 Euro.
Geehrt werden eine Einzelperson und/oder eine Institution, die sich in besonderem Maße auf ehrenamtlichem Gebiet engagiert hat.

  • Wer soll den Preis bekommen?

  • Jährlich vom 24. September bis 31. Oktober hat jede Mindenerin und jeder Mindener, aber auch jeder Verein, jede Organisation oder Institution die Möglichkeit, Personen oder Institutionen, deren ehrenamtliches oder freiwilliges Engagement sie für besonders anerkennenswert hält, für den Preis vorzuschlagen. Dabei gibt es ausdrücklich keine genauere Definition, welche der vielfältigen Formen persönlichen Einsatzes unter den Begriff „ehrenamtliches und freiwilliges Engagement“ zu fassen sind. Somit kann jede und jeder nach eigenen Vorstellungen und dem jeweiligen persönlichen Ermessen entsprechende Personen oder Institutionen, deren Engagement sie für ehrenwert hält, vorschlagen.

  • Für Ihren Vorschlag füllen Sie einfach den entsprechenden Vorschlagsbogen aus und senden ihn bitte bis zum 31. Oktober 2019 an die angegebene Adresse. Alternativ können Sie Ihren Vorschlag aber auch per E-Mail an richten.

    Wir bitten um vollständige Angaben, wobei die Beschreibung und Begründung der Preiswürdigkeit durchaus in Stichworten möglich ist.

    Eigenvorschläge können nicht berücksichtigt werden.

    Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist entscheidet eine unabhängige Jury über die Preisvergabe. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar.

    Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt Minden im Januar 2020.

    Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

  • Die Preisträger 2018

    Die „Rentnerband“ von Pro Meißen setzte – nach dem politischen Beschluss, die Grundschule am Standort Meißen aufzugeben – ab Sommer 2007 das Gebäude mit acht Klassenräumen und die Aula instand. Sie brachte die alte Sporthalle wieder auf Vordermann und baute auch vier Boule-Plätze. Momentan sind die Männer dabei, den Giebel des alten Gebäudes zu sanieren. Auch die Lehrerwohnung steht noch auf dem Zettel für 2019. Mehr als 20.000 Arbeitsstunden gehen auf das Konto der Gruppe, die aus 15 bis 20 Ruheständlern und weiteren Helfern besteht.  „Die Arbeit der Rentnerband hat in vorbildlicher Weise zum Erhalt der alten Grundschule und damit maßgeblich zu einer zukunftsorientierten Dorfentwicklung beigetragen“, heißt es in dem Vorschlag von Dr. Jörg-Friedrich Sander.

    Noch länger als die Gruppe aus Meißen engagieren sich Pensionäre und Rentner in Kutenhausen, um als Bautrupp das Umfeld der Sportplätze und der Grundschule in Ordnung zu halten. Es wird aber auch fleißig gebaut. So entstand ein Bouleplatz und ein Trainingshügel. Größere Projekte waren die Pflasterarbeiten im Zuge der Umwandlung des Sportfeldes zu einem Kunstrasenplatz und der Rohbau für das neue Umkleidegebäude, worin allein mehr als 3.400 Arbeitssunden geflossen sind. „Das Schöne am Bautrupp ist, dass sie sich immer wieder anspruchsvolle Aufgaben zum Wohle des Vereins überlegen und auch kleinere Wünsche des Vorstandes und einzelner Abteilungen gerne erledigen“, schrieb SVKT-Geschäftsführer Dieter Rademacher in seinem Vorschlag.

    Auf mehr als 25 Jahre ehrenamtliches Engagement kann Eckhard Rüter zurückblicken. Der Mindener setzt sich im Schwerpunkt für Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen ein. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen. In dieser Funktion wirkt er auch in anderen politischen Gremien und Arbeitsgruppen mit, so als Berater der Preisrichter beim Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung der Fußgängerzone, in der Steuerungsgruppe „Barriereatlas Minden“ und in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung.

    Eckhard Rüter gehört zu den Mitbegründern des „Elternvereins behindertes Kind“ und gründete auch den „Hippo Club“ zur Förderung des therapeutischen Reitens mit. Er engagiert sich im Verein „Lebenshilfe e.V.“, ist bei den „Fittingen“ seit 1996 im Vorstand und setzte sich mehr als zwei Jahrzehnten dafür ein, dass Kinder mit und ohne Behinderungen auch gemeinsam unterrichtet werden. Gleichzeitig ist er ein Verfechter der Förderschule. Darüber hinaus initiierte Rüter den Online-Stadtführer für Menschen mit Behinderungen, er ist aktiv im Arbeitskreis Sport und Inklusion und er ist auch Initiator der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Kreis, deren Sprecher er seit der Gründung im Jahr 1996 ist.  

    Ein weiteres „Steckenpferd“ von Eckhard Rüter ist es, die Elternvertretung an Schulen weiter zu etablieren. Er gründete die Schulpflegschaft der Grundschulen und später auch die Stadtschulpflegschaft für die Sekundarstufe I. Er setzte sich auch dafür ein, dass der Bildungsausschuss um beratende Mitglieder der beiden Stadtschulpflegschaften erweitert wird. „Das alles macht mehr als deutlich, dass Eckhard Rüter den Preis für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement 2018 mehr als verdient hat“, sagte Bürgermeister Michael Jäcke zum Abschluss seiner Laudatio unter dem Applaus der 400 Gäste.


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