Minden gestalten

Bürgermeister Jäcke stellt die Ergebnisse beim 1. Forum Wohnen vor.

Die Innenstadt bietet charmanten und bezahlbaren Wohnraum.

SSR-Mitarbeiterinnen stellen das Handlungskonzept vor.

Die Mitarbeiterinnen von SSR präsentierten das Handlungskonzept.

Wohnen auf dem Land? Kein Problem.

Bündnis für Wohnen

Minden wächst. Bezahlbarer Wohnraum, eine gute Infrastruktur und vielfältige Bildungsangebote locken neue Einwohner*innen in die Weserstadt. Auch Geflüchtete finden hier ein neues Zuhause.

  • Gesucht: Kleine Wohnungen

    Studierende, ältere Menschen und Singles haben eines gemeinsam – sie suchen kleine Wohnungen zu einem günstigen Preis. Diese werden jedoch knapp. Das haben wir zum Anlass genommen, den Mindener Wohnungsmarkt von externen Fachleuten untersuchen zu lassen.

    Die Firma Schulten Stadt- und Raumentwicklung hat die Ausschreibung gewonnen. Die aktuelle Wohnraumlage wurde analysiert. In vier Workshops haben zudem die beteiligten Akteure Strategien für das Wohnen der Zukunft entwickelt. Mit dabei waren u.a. Vertreter*innen der Wohnhaus Minden GmbH, der GSW Minden, der Verein Haus und Grund, der Mieterverein und Verantwortliche aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung.

    Die gute Nachricht: Minden wächst. In den Jahren 2011 bis 2015 ist die Einwohnerzahl um 2,1 Prozent gestiegen. Aber der demografische Wandel stellt auch Minden zukünftig vor große Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt.


  • Die Einwohnerzahlen steigen.

     

  • Besonders beliebt sind dabei die Gebiete rund um die Innenstadt. Die weiter entfernt gelegenen Dörfer zeigen einen Rückgang der Einwohnerzahl.
  • Manche Ortsteile wachsen stärker.

  • Das Handlungskonzept

    Die Auswertung hat ergeben, dass es grundsätzlich genug Wohnraum gibt. Allerdings steigt insbesondere der Bedarf für seniorengerechte Wohnungen. Viele Minder*innen in den besten Jahren möchten ihr Einfamilienhaus gegen eine kleinere Wohnung tauschen. Während es manche dabei ins Zentrum zieht, möchten andere in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Diese Gruppen sollen in Zukunft bessere Bedingungen vorfinden. Zudem nimmt das Konzept Arbeitnehmer*innen in den Blick, die neu in den Kreis ziehen.

    Was folgt aus diesen Ergebnissen konkret für die Politik und die Wirtschaft? Was können wir tun, damit Minden für Alteingesessene und Neubürger*innen als Wohnort attraktiv bleibt? Das ist im "Handlungskonzept Wohnen" beschrieben worden. Dieses wurde Anfang 2017 beim 2. Forum Wohnen vorgestellt. Mit dabei waren Fachleute aus der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft, Architekten und Architektinnen, Planungsfachleute, Kirchen-und Sozialverbände sowie Mitarbeiter*innen der Verwaltung und Vertretende der Fraktionen. Im Mittelpunkt des Konzeptes stehen die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum, ein besserer Austausch unter allen Beteiligten und die Entwicklung der Quartiere Bärenkämpen und Dankersen/Rechtes Weserufer als Starterprojekte für mehr bedarfsorientierte Wohnungen und die Entwicklung des geeigneten Wohnumfeldes.

    Natürlich geht das nicht von heute auf morgen - wir sehen die Entwicklung als kontinuierlichen Prozess. Die ersten Bausteine sind bereits gelegt: Aus dem Beteiligungsprozess zum Handlungskonzept hat sich ein lokales Bündnis zusammengefunden, in dem sich wichtige Wohnungsmarktakteure engagieren. Die Stadt Minden wird zukünftig stärker Schwerpunkte in der Bodenbevorratungspolitik und der zielgerichteten Vergabe von Grundstücken legen.

    Das Handlungskonzept Wohnen ist Ende März 2017 vom Rat der Stadt Minden als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen worden und steht nun als Orientierung und Argumentationshilfe zur öffentlichen Verwendung zur Verfügung.


  • Das Bündnis für Wohnen

    In einem breiten Bündnis aus Wohnungsgesellschaften, Verwaltung und Verbänden werden aus dem Konzept konkrete Projekte abgeleitet. Das Bündnis für Wohnen gibt den Beteiligten die Gelegenheit, Informationen auszutauschen und Netzwerke zu bilden.

    Im Bündnis für Wohnen sind neben der Stadt Minden die größeren Wohnungsunternehmen Wohnhaus Minden und die GSW Minden, der örtliche Verein Haus und Grund, der Mieterverein Minden und die Lebenshilfe vertreten.

    • Bodenbevorratung und Konzeptvergabe

      Das bedeutet, dass die Stadt Minden selbst Grundstücke kauft. Es gibt unter den verschiedenen Investoren einen Wettbewerb um das beste und schlüssigste Konzept. Wenn das der städtebaulichen Qualität entspricht, wird das Grundstück verkauft und entwickelt. Ein ähnliches Verfahren ist bereits im vergangenen Jahr mit dem Grundstück am Deichhof erfolgreich umgesetzt worden. Das soll zukünftig, mit den jetzt gewonnenen Erkenntnissen aus dem Handlungskonzept Wohnen, ausgebaut und systematisiert werden.

    • Inklusives Quartier Bärenkämpen

      Hier sollen durch ein differenziertes Wohnungsangebot möglichst viele Zielgruppen miteinander vereint werden. Vorstellbar wären unter anderem Projekte wie Mehr-Generationen-Wohnen, Senioren-WG und behinderte Menschen im vorhandenen Geschosswohnungsbau oder durch ergänzende An, Um-und Neubauten. Auch der Aufbau sozialer Netzwerke und ein Nachbarschaftscafé können einen positiven Einfluss auf das Quartier haben. Mit dem aktuell geplanten Stadtteilzentrum Bärenkämpen und dem Stadtteilmanagement sind bereits die ersten konkreten Bausteine gelegt.

    • Altersgerechtes Quartier Dankersen

      Zuerst werden die Bedarfe der Bewohner*innen ermittelt und in einem Quartierskonzept zusammengefasst. Ein/e Quartiersmanager*in koordiniert und verbindet die unterschiedlichen Netzwerke. Außerdem ist sie/er Ansprechpartner*in und Informationsquelle. Dieses Projekt kann bei Erfolg auch auf andere Stadtteile adaptiert und Lösungswege abgeleitet werden. Der Förderantrag für das Stadtteilmanagement wurde von der Verwaltung bereits gestellt.

  • Mitglieder im Bündnis für Wohnen

  • Mitglied
    Ansprechpartner*in
    Web
    Kontakt
    Stadt MindenErnst Meistrell
    www. minden.de
    GSW Minden
    Oliver Matecki
    www.gsw-minden.de

    Haus & Grund Minden e.V.
    Thorsten Post
    www.hausundgrund-mi.de

    Lebenshilfe Minden e.V.

    Jochen Rogmann

    www.lebenshilfe-minden.de

    Wohnhaus Minden
    Eugen Pankratz
    www.wohnhaus-minden.de

  • Forum Wohnen

    Das Forum Wohnen wird weiterhin bestehen, denn die Umsetzung des Handlungskonzeptes Wohnen lebt vom Dialog. Das heißt, es soll mehrmals im Jahr verschiedene kleinere und größere informelle Runden geben. Hier treffen sich die Wohnungsmarkt-Akteure und diskutieren zu wechselnden Themen. Zukünftige Themen werden u.a. sein: Kooperationsgrundlage für ein Bündnis für Wohnen, Ein Quartier für Alle, Kriterien barrierearmer Bestandsentwicklung oder Best Practice-Beispiele.

  • © 2016 Stadt Minden