Leben in Minden

Katharina Heß
Katharina Heß
Katharina Heß
Katharina Heß
Katharina Heß

Integrationsrat

Aktiv in Minden...

  • Mindens Integrationsrat ist am 25. Mai 2014 neu gewählt worden. Über die künftige Zusammensetzung des Gremiums konnten rund 11.000 Bürger*innen mitbestimmen. Rund 1.050 haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

    Nach der Wahl konnten nur 9 von 10 Sitzen besetzt werden, da die Einzelbewerberin Margarita Jachmann so viele Stimmen erhielt, dass ihr 2 Sitze zustehen würden. Im neuen Integrationsrat sind vertreten: Suna Arslan (Internationale Liste), Ümit Tuncel (Internationale Liste), Halil Gedik (Internationale Liste), Kameran Ebrahim (Liste Midiya), Kaniwar Zidan (Liste Midiya), Margarita Jachmann, Amal Hamdan (Liste der Vielfalt), Chibuzo James Ijioma (African Culture Club) und Saleh Kamo Khudeda (Einzelbewerber).

    Der Integrationsrat vertritt die Interessen der in Minden lebenden Menschen mit Zuwanderungs-geschichte. Nach der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen müssen Kommunen, die mindestens 5.000 ausländische Einwohner*innen haben, einen Integrationsrat bilden.


    • Vorwort zu den Leitlinien des Integrationsrates

      Sehr geehrte Leserin,
      sehr geehrter Leser,

      unser Konzept ist in mehreren Arbeitstreffen von den Mitgliedern des Integrationsrates erarbeitet und diskutiert worden. Unterstützt wurden wir dabei vom IMAP Institut und vom Integrationsbeauftragten der Stadt Norbert Scherpe. 

      Das Konzept passt sich in das Leitbild und das Zielsystem der Stadt Minden ein und wird somit auch vom Verwaltungsvorstand unterstützt.

      Kern des Konzeptes sind die entwickelten Leitlinien. Sie sind Ausdruck für die zur Zeit wichtigen Themenschwerpunkte, diese können und sollen auch weiter entwickelt werden. Sie bilden einen Rahmen, auf den sich der Integrationsrat zusammen mit der Stadt Minden verständigt hat.

      Die Leitlinien drücken Ziele aus, für die es sich lohnt gemeinsam zu arbeiten und es ist auch klar, dass es noch viel zu tun gibt.

      Ein Schwerpunkt ist das Thema Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, hier muss noch viel getan werden, der Vergleich von Schulabschlüssen und Ausbildungschancen macht dies deutlich.

      Die deutsche Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten, von manchen Leuten auch nicht bemerkt, in eine multikulturelle Gesellschaft mit einem Anteil von 20% Zuwanderern gewandelt.

      Als ich nach Deutschland kam, waren in meiner Schulklasse kaum Migrantenkinder. Heute hat sich auch in Minden an vielen Schulen das Verhältnis umgekehrt und es taucht die Frage auf, wer soll sich wohin integrieren.

      Aus diesem Grund beinhalten die Leitlinien auch, dass der Integrationsgedanke diskutiert und angesichts der multikulturellen Stadtgesellschaft neu formuliert werden muss.

      Ich danke allen, die an der Erarbeitung der Leitlinien mitgearbeitet haben und damit wichtige Grundlagen für die Arbeit und die Außendarstellung des Integrationsrates Minden gelegt haben.

      Minden den 16.01.2014

      Kameran Ebrahim
      Vorsitzender des IR Minden

       

    • Leitlinien des Integrationsrates der Stadt Minden

      Einheimische und Zugewanderte fühlen sich in Minden willkommen und identifizieren sich mit ihrer Stadt. Die kulturelle Vielfalt ist ein grundlegender Bestandteil dieser gemeinsamen Identität. Menschen unterschiedlicher Herkunft zeigen für die Kultur, die persönliche Geschichte und die Leistungen der Anderen Respekt und Anerkennung. Für Menschen, die in Minden von Diskriminierung und Rassismus betroffen sind, gibt es eine Möglichkeit zur Beratung und Hilfestellung.

      Alle Kinder in Minden haben einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Die Betreuung und Förderung, insbesondere die sprachliche, ist in allen Kindertageseinrichtungen und Schulen darauf ausgerichtet, dass besonders Kinder aus Zuwandererfamilien nicht wegen fehlender Deutschkenntnisse scheitern. Ein mehrsprachiges Aufwachsen von Kindern ist eine Chance und Bereicherung der Einwanderungsgesellschaft. Es wird deshalb gezielt unterstützt.

      Aufgrund der kulturellen Unterschiede zwischen Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft und der besonderen Belastungen durch Auswanderung oder Flucht sind ein Teil der Migranteneltern vor besondere Herausforderungen bei der Erziehung ihrer Kinder gestellt. Hier wirkt der Integrationsrat darauf hin, dass die Jugendhilfe getragen von kommunalen und freien Trägern zur Unterstützung der Eltern geeignete interkulturelle Konzepte entwickelt und umsetzt. Nur so können die notwendigen Hilfen die Familien erreichen, angenommen und umgesetzt werden.

      Die gleichberechtigte soziale, berufliche, kulturelle und insbesondere politische Mitwirkung aller in Minden lebender Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturkreisen wird gefördert. In politischen Gremien und in der Verwaltung der Stadt sind Migrant*innen im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil in angemessener Zahl vertreten.

      Der Integrationsrat der Stadt Minden unterstützt den Perspektivwechsel in der Einwanderungspolitik von der Integration (Eingliederung in Bestehendes) hin zur Inklusion (Unterschiedlichkeit ist normal). Einheimische Deutsche und Zuwanderer bauen gemeinsam an der Entwicklung einer multiethnischen Stadtgesellschaft in Minden. Es entsteht ein neues „Wir“ unabhängig von Herkunft und Religion.


  • Aktuelles/ Aktivitäten



    Anlaufstelle Antidiskriminierung in Minden ist gestartet...

    Der Integrationsrat der Stadt Minden fördert ein friedliches und tolerantes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Minden.  Diskriminierung und Rassismus



  • © 2016 Stadt Minden