Minden gestalten

Banner zu Taschen

Das Projekt "Banner zu Taschen" überzeugte.

Stadt des fairen Handels

Seit 2015 Jahren darf sich Minden offiziell als Fairtrade-Town bezeichnen. Der Titel wurde Ende Mai 2015 bei einer Feierstunde im Großen Rathaussaal vergeben. 2017 wurde der Titel erneuert.

    • Fairtrade Towns weltweit

      Mit der Fairtrade Town Kampagne soll der faire Handel auf kommunaler Ebene, gefördert von einem breiten Bündnis verschiedenster Akteur*innen, gestärkt werden. Die weltweit erste Fairtrade Town war im Jahre 2000 die Gemeinde Garstang in Lancashire, UK. Seitdem sind weltweit über 850 solcher Städte in 22 Ländern dazugekommen. Seit 2009 besteht nun auch für deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise die Möglichkeit sich auszeichnen zu lassen. Vergeben wird die Auszeichnung in Deutschland von Transfair e.V. Inzwischen gibt es etwa 270 Fairtrade Towns in Deutschland, davon befinden sich 83 in Nordrhein-Westfalen (Stand Juli 2014), darunter auch Bad Oeynhausen und Vlotho.

    • Fairer Handel in Minden

      Minden hat eine lange Tradition im fairen Handel. Als der Weltladen in Minden 1976 gegründet wurde, war er damit einer der ersten seiner Art in Deutschland. Und auch fast 40 Jahre später sind die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen immer noch mit großem Engagement bei der Sache und zeigen mit ihrer Arbeit im lokalen Umfeld, wie gerechter Welthandel aussehen sollte.

    • Minden ist Fairtrade Town

      Der Erfolg der Kampagne weltweit und in Deutschland sowie die langjährige Arbeit im fairen Handel in Minden ließen eine eigene Fairtrade Town Kampagne als den einzig logischen nächsten Schritt erscheinen. So hat der Rat der Stadt Minden sich im Mai 2014 dazu entschlossen, Minden als Fairtrade Town/Stadt des Fairen Handels, auszeichnen zu lassen. Schon einige Zeit davor, im März 2014, hatte sich die Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten rund um die Kampagne zum ersten Mal getroffen und ihre Arbeit aufgenommen.

    • Die Arbeit der Steuerungsgruppe

      Die Initiative soll den Fairen Handel auf kommunaler Ebene gezielt fördern und bedient sich dabei einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Daher besteht auch die Mindener Steuerungsgruppe aus verschiedenen Vertreter*innen lokaler Initiativen und Verbände. Ihr gehören neben der Stadt Minden auch die Verbraucherzentrale, die IHK, die Kolpingsfamilie, der Ausschuss Weltverantwortung, Ökumene und Mission der evangelischen Kirche (WÖM), der Weltladen Minden und das Informationszentrum 3. Welt Minden an. Aufgabe der Gruppe ist es die Kampagne mit Leben zu füllen und mit Aktivitäten und Veranstaltungen möglichst viele Menschen über den fairen Handel zu informieren und vor allem für ihn zu begeistern.

    • Ziele und Projekte

      Inzwischen sind Produkte aus fairem Handel auch in Supermärkten und anderen Einzelhandelsgeschäften eingezogen und mitunter nutzen auch Restaurants, Cafés, Mensen und Kantinen Produkte aus fairem Handel. Die mit dieser Entwicklung einhergehende größere wirtschaftliche Bedeutung des fairen Handels möchte daher die Fairtrade Town Kampagne nutzen, um dem fairen Handel die größtmögliche Sichtbarkeit zu geben. Produkte aus fairem Handel sind nämlich auch in Supermärkten und anderen Einzelhandelsgeschäften eingezogen.

      Während es im Einzelhandel schon eine breite Basis für den fairen Handel gibt, gestaltet sich das Ganze bei der Gastronomie in Minden etwas schwieriger. Zum Gelingen der Kampagne braucht es dringend noch weitere gastronomische Einrichtungen (Cafés, Restaurants, Mensen, Kantinen) die sich im fairen Handel engagieren wollen. Notwendig ist es für eine Beteiligung an der Kampagne, dass mindestens zwei Produkte aus fairem Handel ausgeschenkt, bzw. in der Speisezubereitung verwendet werden. Interessierte Einrichtungen sind herzlich eingeladen, sich mit der Steuerungsgruppe in Verbindung zu setzen. Dann kann im Einzelfall gemeinsam geschaut werden, ob die Einführung einzelner fair gehandelter Produkte möglich ist, welche Produkte geeignet sind und wo diese bezogen werden können.

    • Titelerneuerung 2017

      Nach einer eingehenden Prüfung durch TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt e.V., kann sich die Weserstadt für weitere zwei Jahre Stadt des Fairen Handels nennen. Für die Titel-Erneuerung hat die Steuerungsgruppe einen Online-Fragebogen ausgefüllt. Darin abgefragt wurden fünf verschiedene Aspekte: Liegt ein Ratsbeschluss vor, gibt es eine lokale Steuerungsgruppe, bieten der Einzelhandel und die Gastronomie mindestens zwei fair gehandelte Waren an, gibt es in Schulen, Vereinen oder Kirchen faire Produkte und werden Bildungsaktivitäten gemacht und wird für das Thema Fair Trade Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

      Ein Projekt, das dazu beigetragen hat, dass die Weserstadt weiterhin Fairtrade-Town ist, war die Aktion „Banner zu Taschen“. Hier sind mehrere Kilogramm Banner wiederverwertet worden. Aus den PVC-Banner sind einzigartige, individuelle und hochwertige Umhängetaschen, Shopping-Bags und Smartphone-Hüllen entstanden. Das Projekt ist in Kooperation zwischen der Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden Diana Berg, der Öffentlichkeitsarbeit und der städtischen Wirtschaftsförderung entstanden. Die Vermarktung übernahm die Minden Marketing GmbH. „Dass das Upcycling-Projekt beim Verein so gut ankommt hätten wir nicht gedacht. Aber es ist toll, dass Minden ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft gesetzt hat und dadurch das Thema Fair Trade und sinnvoller Umgang mit Rohstoffen näher ins Bewusstsein der Gesellschaft rückt“, betont André Gerling, Stadtentwickler und Sprecher der lokalen Steuerungsgruppe.

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