Kinder der Domschule und Grundschule Kutenhausen haben Drachen gebastelt

Domschüler*innen singen zur Ausstellungseröffnung ein Lied

Internationaler Wettbewerb: Kinder malen Bilder aus ihrer Heimat

13. Juni 2018 | Minden. 20 Beiträge aus Minden wurden ausgezeichnet. Die  Ausstellung in der St. Simeonis-Kirche läuft noch bis 30. Juni.-

  • Unter dem Titel „Heimatstadt/Träume der Zukunft“ steht eine Ausstellung, die seit Donnerstag, 7. Juni, in der Offenen Kirche St. Simeonis zu sehen ist. Die Künstler*innen sind unter anderem Kinder aus Minden und der chinesischen  Partnerstadt Changzhou. Zwei Mindener Grundschulen haben sich Ende 2017 mit 86 Bildern an einem internationalen Malwettbewerb beteiligt. 20 Beiträge aus Minden wurden ausgezeichnet. Mitgemacht haben Mädchen und Jungen der Grundschule Kutenhausen und der Grundschule Domschule.

    Insgesamt sind rund 180.000 Bilder eingesendet worden. Für die Bundesrepublik Deutschland haben sich Minden und Essen beteiligt. In der St. Simeonis-Kirche sind alle 55 preistragenden Bildern ausgestellt. Darunter auch Werke von Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern wie Russland, Namibia, Ukraine, Sri Lanka, Amerika, Korea, Schweden, Polen, Australien und Kambodscha.

    Die Ausstellung, die noch bis zum 30. Juni läuft, eröffneten Bürgermeister Michael Jäcke (links auf dem Foto) und der Vorsitzende des Trägervereins Partnerschaft Minden-Changzhou, Olrik Laufer. Sie sprachen zu den Kindern von der Kanzel - ein spontaner Vorschlag vom gastgebenden Pfarrer Andreas Brügmann. Und die Mädchen und Jungen hatten auch etwas Passendes zum Termin mitgebracht: selbstgebastelte, chinesische Drachen, die sie zur Begrüßung fröhlich in die Höhe streckten.

    Michael Jäcke betonte in Bezug auf die Städtepartnerschaften, die Minden hat, wie wichtig es ist, dass verschiedene Kulturen sich austauschen. „Und wenn man schon früh, also als Kind, diese Kontakte habe, dann bekriegt man sich anschließend auch nicht“, so die Botschaft des Bürgermeisters. Olrik Laufer erinnerte daran, dass China schon sehr alt ist und auf eine mehr als 5000-jährige Geschichte zurückblicken kann. In China wurde unter anderem das Porzellan, das Schießpulver, der Tee und die Seide erfunden – ein großes Geheimnis seinerzeit.

    Seide sei im Mittelalter und auch danach ein sehr begehrtes Handelsgut gewesen und deshalb habe man die Route zwischen Europa und Asien „Seidenstraße“ genannt, so Laufer. Damit spann er einen Bogen zum internationalen Wettbewerb, der den Titel „One Belt, one Road“ – „Neue Seidenstraße“ trug. Auf der alten Seidenstraße wurden vor allem wertvolle Güter auf Kamelen, Pferden und anderen Lasttieren transportiert. Auf der neuen Seidenstraße – eine Initiative von Staatspräsident Xi Jingping aus dem Jahr 2013 - sind die Güter meist in Container verpackt, rollen auf Zügen oder kommen auf großen Schiffen zu uns, erklärte der Vorsitzende des Trägervereins den Kindern.

    Changzhou hat rund 3,5 Millionen Einwohner*innen. Das seien zwar deutlich mehr als in Minden (84.000) hat, aber im Verhältnis zu China gesamt mit 1,4 Milliarden Einwohnern stimme das Größenverhältnis der Städte im Land dann wieder, so Laufer. Minden habe den Mittellandkanal und Changzhou den Kaiserkanal – auch hier gebe es Parallelen.

    Zum Wettbewerb aufgerufen hat 2017 die chinesische Provinz Jiangsu, in der Mindens Partnerstadt Changzhou liegt. Die 180.000 eingereichten Bilder sind von einer Fachjury, bestehend aus Expertinnen und Experten für Malerei und Leitern von Kunsthochschulen, bewertet worden. Es gab für 26 Bilder den 1. Preis, darunter auch ein Werk einer Schülerin der Domschule, zwölf Bilder wurden mit dem zweiten Preis ausgezeichnet und 17 Bilder mit dem 3. Preis. In der St. Simeonis-Kirche sind neben den Bildern der Schülerinnen und Schüler aus Minden auch einige prämierte Bilder aus Changzhou zu sehen.

    Im Frühjahr diesen Jahres kam die Anfrage, die im Rahmen des Projektes ausgeschrieben wurde. Die Neue Seidenstraße ist eine Initiative, die im September 2013 ins Leben gerufen wurde. Er stellte den Bezug zur historischen Seidenstraße her, die vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 13. Jahrhundert die wichtigste Handelsverbindung auf dem eurasischen Kontinent war.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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