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Weihnachten im Mindener Museum

21. Dezember 2016 | Minden. Das Mindener Museum ist an Heiligabend, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag sowie Silvester und Neujahr geschlossen. Ab Dienstag, 27. Dezember 2016 bis Freitag, 30. Dezember 2016 ist das Mindener Museum wie gewohnt von 12 Uhr – 18 Uhr geöffnet.

  • Zu sehen sind neben der Dauerausstellung drei interessante Sonderausstellungen:

    „Neue Sache, die man Martinisch nennt“ – Bilder und Schriften zur Reformation in Minden ist mittlerweile die sechste Kabinettausstellung, die wir in unserem Hause präsentieren. 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg. Ein Jahrtausendereignis, das unter verschiedenen Aspekten tiefe Veränderungen in der Lebenswelt und im Alltag der Menschen auslöste. Um 1525/30 begann auch in Minden die Reformation. Dass die neue Lehre hier auf fruchtbaren Boden fiel, war den unruhigen politischen Zuständen und dem Fehlverhalten der Geistlichkeit geschuldet. Die Reformation hatte weitreichende Folgen für die Entwicklung der Stadt, die seit ihrer Gründung von Bischofssitz, Kirchen und Klöster stark geprägt war. Minden war die erste Stadt Westfalens, die eine eigene evangelische Kirchenordnung erließ. (Bis 8. Januar 2017)

    „Fakten und Fiktionen – KriegsFamilienGeschichten im Comic“ ist eine weitere Präsentation, die im Werberg- sowie im Natorpsaal zu sehen ist.
     Seit gut 20 Jahren sind Comics und Graphic Novels ein wichtiger Zugang zum historischen Lernen. Die Ausstellung „Fakten und Fiktionen – KriegsFamilienGeschichten“ präsentiert einen Spannungsbogen von Comics und Graphic Novels zwischen authentischer Geschichte und fiktionaler Erzählung. Die ausgewählten Werke zeigen das familiäre, private Erinnern an den Krieg, an Gewalt- und Verlusterfahrungen der handelnden Figuren und an die entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahre. Diese Erinnerungen bilden das Erklärungsmuster für die entstehenden Generationenkonflikte, die auf gegenseitigem Unverständnis und mangelnder emotionaler Verbundenheit beruhen. Die Kriegs- und Gewalterfahrungen hinterlassen auch in der Folgegeneration ihre Spuren, die die Ausstellung exemplarisch beleuchtet. (Bis 12. März 2017)

    „Die Erfindung des Traktors – Steinzeitkraft verändert die Welt“ zeigt die Erfindung des Rades und die Nutzung der tierischen Zugkraft. Um das Jahr 3500 v. Chr. kommt es im steinzeitlichen Europa zu einem Innovationsschub und zu tiefgreifenden Veränderungen. Im Gegensatz zum früheren Furchenziehen per Hand kann jetzt mit Hilfe eines Ochsen im Joch die Feldgröße auf das Hundertfache gesteigert werden. Die Sonderschau zeigt die Hintergründe, die zu diesen Neuerungen geführt haben, und wie die Menschen mit technischen Innovationen auf Herausforderungen reagieren. Erst 5000 Jahre später folgt der neolithischen Revolution die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts – jetzt mit Dampf- und Dieseltraktoren. Diese Zeiten voller Pioniergeist beleuchtet die Sonderschau mit archäologischen Funden und historischen Bildern und Traktoren. Eine Sonderschau in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum für Vorgeschichte. (Bis 22. Januar 2017)

    Neugierige Kinder ab acht Jahren, die einen Blick hinter die Kulissen des Museums werfen möchten, können am 28. Dezember von 14-17 Uhr in die Rolle von Wissenschaftlern*innen schlüpfen. Jedes Kind bringt einen alten Gegenstand von zu Hause mit, der im Museum erforscht wird. Ausgerüstet mit Lupe, Maßband und Handschuhen versuchen die Teilnehmer*innen gemeinsam Informationen über die historischen Schätze herauszufinden. Eine Expertin steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Anschließend bereiten sie mit den eigenen Objekten eine kleine Ausstellung vor. Pro Kind fallen Kosten in Höhe von 5 Euro an.

    Für Kinder ab sechs Jahren steht am 29. Dezember von 9-12 Uhr oder am 3. Januar von 14-17 Uhr die Aktion „Wer erfand den Traktor? Vom Steinzeit-Traktor bis in die Gegenwart“ auf dem Ferienprogramm. Die Teilnehmer*innen erfahren, wie vor 5000 Jahren der Vorläufer des modernen Traktors erfunden wurde. Sie kommen dem Erfindergeist der Steinzeit auf die Spur und werden anschließend selbst kreativ: Jedes Kind kann sich einen eigenen kleinen Traktor aus Holz bauen und dazu passende Bauernhoftiere modellieren. Pro Kind kostet die Aktion 10 Euro.

    Die erste Donnerstagabendführung des neuen Jahres findet am 5. Januar 2017 um 17 Uhr zum Thema „Die Erfindung des Traktors – Steinzeitkraft verändert die Welt“ statt. Führungsgebühr 5 Euro. Kinder von sechs bis zwölf Jahren können gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson im Anschluss ab 18 Uhr mit einer Taschenlampe auf eine geheimnisvolle, gut einstündige Entdeckungstour durch das dunkle Museum und seine Ausstellung gehen. Taschenlampen sind bitte selbst mitzubringen. Der Eintritt kostet pro Erwachsenem mit einem Kind 3 Euro.

    Weitere Informationen unter www.mindenermuseum.de

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