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Öffentliche Radtour entlang des geplanten Radschnellweges OWL

6. Juni 2016 | Minden. Teilstrecken des geplanten Radschnellweges OWL konnten am vergangenen Samstag (4. Juni) rund 100 Radfahrerinnen und Radfahrer bereits jetzt schon abfahren.

  • Die beteiligten Projektpartner Stadt Minden, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, Löhne und Herford luden zur öffentlichen Radtour ein. Ab Herford starteten rund 70 Personen und in Minden beteiligten sich rund 25 Menschen an der Radtour. Die Mindener Gruppe war bunt gemischt: Der jüngste Teilnehmer war zwei Jahre alt und wurde zusammen mit seiner Schwester von dem Vater im „Familienfahrrad“ mitgenommen. Die älteste Teilnehmerin mit 79 Jahren war extra aus Bierde angereist, um sich über den Radschnellweg zu informieren. Auch die Drahtesel waren ganz unterschiedlich – gefahren wurde unter anderem auf Tourenrädern, einem Rennrad, auf Pedelecs, einem Lastenrad und einem Familienfahrrad.

    Los ging es gegen 14.45 Uhr am Straßenverkehrsamt in Minden. Ziel war Bad Oeynhausen. Auf dem Weg entlang der Weser zeigte sich schnell, dass dieser auf den meisten Streckenabschnitten zu schmal ist. Denn neben anderen Radtour-Gruppen nutzen auch einige Inlinefahrer und Fußgänger den Weg, so dass oftmals abgebremst werden musste. Es zeigte sich bei der Befahrung auch, dass die vorhandenen Gegebenheiten für einen Radschnellweg noch nicht ausreichend sind.

    Ähnliche Erfahrungen machte die Gruppe auch auf den straßenbegleitenden Radwegen und an den beampelten Kreuzungen. Die benutzungspflichtigen Radwege waren teilweise so schmal, dass diese für das Lastenfahrrad und das Familienfahrrad nicht ausreichend waren und der angrenzende Gehweg mitbenutzt wurde. Ebenfalls zeigte sich im Praxistest, dass die Gruppe an den Kreuzungen häufig nicht innerhalb einer Grünphase gemeinsam queren konnte. Das liegt zum einen daran, dass die Grünphasen zu kurz waren und zum anderen daran, dass auf den Mittelinseln maximal sieben Fahrradfahrer gleichzeitig Platz haben.

    Die Planer der Kommunen und des beauftragten Ingenieurbüros standen während der Fahrt und in den Pausen für Fragen zur Verfügung. Einige Fragen blieben aber offen, denn wann mit der tatsächlichen Planung oder gar mit dem Bau begonnen wird, konnten die Vertreter der Behörden derzeit noch nicht beantworten. Mit der bereits erstellten Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg OWL wurde eine fundierte planerische Grundlage geschaffen. „Es liegt jetzt bei den Politikern, sich für die Förderung des Radverkehrs einzusetzen und sich somit zu einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik zu bekennen“, so die beteiligten Projektpartner.

    Die teilnehmenden Städte und Kreise wünschen sich, dass das Votum positiv ausfällt und mit dem Radschnellweg OWL ein wichtiger Schritt in die Zukunft des Radverkehrs getan wird. Die Machbarkeitsstudie ist unter www.minden.de/Fahrradfreundliches Minden einzusehen.

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