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Vom Digitalfoto zum 3D-Druck: Vortrag im Mindener Museum

12. September 2016 | Minden. Am Dienstag, 27. September 2016, hält Prof. em. Dr. Günter Pomaska um 19 Uhr im Mindener Museum einen Vortrag „Vom Digitalfoto zum 3D-Druck".

  • Computer können nicht nur Daten speichern oder rechnen, sondern auch sehen. Maschinelles Sehen, auch Computer Vision, ist seit den 1960er Jahren ein Forschungsfeld, dessen Ergebnisse sich in heutigen spektakulären Anwendungen wie der Kartografierung des Planeten Mars oder der kürzlich in London aufgestellten Replik des Triumphbogens von Palmyra darstellen. Am Dienstag, 27. September 2016, hält Prof. em. Dr. Günter Pomaska um 19 Uhr im Mindener Museum einen Vortrag „Vom Digitalfoto zum 3D-Druck". Der Experte, der bis 2015 an der FH Bielefeld - Campus Minden – lehrte, wird über die Anfänge der Perspektive im 15. Jahrhundert ebenso referieren, wie er die Entwicklung der Photogrammetrie im 19. Jahrhundert bis zu den heutigen Verfahren mit 3D-Druck und Datenbrille beleuchtet. Der Referent, der seit mehreren Jahren auch mit dem Mindener Museum kooperiert (www.pferdchen.imagefact.de/de/impressum.html), geht in seinem Vortrag auf bereits dokumentierte Exponate des Museums ein und erörtert die Kriterien für den Privatanwender hinsichtlich der fotografischen Aufnahme und digitalen Auswertung. Weitere Informationen zum Thema auch im Internet unter www.bild-modellierung.de. Das Mindener Museum ist anlässlich des Vortrages bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

    Ein Foto stellt einen Datencontainer mit hoher Informationsdichte dar. Neben den radiometrischen Werten kann das Bild aber auch Tiefe-Informationen liefern, wenn es mit anderen Fotos in Verknüpfung gebracht wird. Durch die Bewegung der Kamera von einem Standpunkt zum anderen kann die Struktur des Objekts mit der richtigen Software automatisch erkannt werden. Es wird eine Punktwolke berechnet, zwischen benachbarten Punkten werden Dreiecksmaschen gebildet und die Textur berechnet. Man erhält ein dreidimensionales fotorealistisches Abbild des Originals. Ein derartiges Modell kann mit den heutigen Medien animiert oder interaktiv publiziert werden. Virtual Reality und Augmented Reality Systeme erhalten auf diese Weise ihre Datengrundlage. In der Unterhaltungsbranche, Architektur und Denkmalpflege, Kartographie und Messtechnik findet die Technologie Eingang bis hin zur Erstellung von Replikaten im 3D-Druckverfahren. Mit den Alltagsgegenständen Digitalkamera und PC, Freeware und Open-Source-Programmen bleibt das Anwendungsspektrum nicht nur den Experten vorbehalten. Auch der Tourist kann die Lieblingsstatue aus dem Urlaub digital mit nach Hause nehmen und reproduzieren.

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