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Jugend hackt: Hello World – Erstes Hackercamp in Minden

20. Juli 2017 | Minden. Vor Publikum präsentierten die Nachwuchstüftler*innen ihre Ergebnisse zum Abschluss des zweitägigen Camps "Jugend hackt" in der Stadtbibliothek.

  • Viel Applaus gab es am Mittwoch, 19. Juli, für die Ergebnisse aus dem zweitägigen Camp in der Stadtbibliothek „Jugend hackt“. Teilweise bis in den späten Abend hinein wurde von 27 Teilnehmer*innen im Alter ab zehn Jahre programmiert, getüftelt und gebaut, was das Zeug hielt. Dabei mussten auch einige Misserfolge verkraftet werden, wenn beispielsweise das Seil eines Aufzugs sich immer wieder verhedderte, ein Auto mit programmiertem Modul nicht fuhr oder zum unzähligen Mal eine Dominostein-Reihe aufgebaut werden musste, die ein selbstgebauter Roboter anfahren und im Idealfall einen kleinen Wind-Rotor damit auslösen sollte. Am Ende aber konnten alle Gruppen, Duos und Trios Erfolge verbuchen, die am gestrigen Nachmittag vor Eltern, Geschwistern und Freunden stolz präsentiert wurden. Alle erhielten eine Urkunde.

    Zum ersten Mal gab es zu Beginn der Sommerferien ein Hacker-Camp in der Stadtbibliothek. Eingeladen hatte dazu Medienpädagoge Lukas Opheiden zusammen mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur aus Köln. Die Resonanz war sehr gut, schnell waren alle Plätze für den „Hackathon“ vergeben. In dem Camp – inklusive kostenloser Übernachtung und Verpflegung – galt es, gemeinsam mit anderen Interessierten eigene Ideen umzusetzen und spannende Erfahrungen zu sammeln. Den Kindern und Jugendlichen stand dabei „ein tolles Team von Mentor*innen mit verschiedenen Skills bei Fragen zur Seite“, so Opheiden. Allen habe es sehr viel Spaß gemacht.

    Je nach Interesse und Vorkenntnissen konnten sich die Teilnehmer*innen entscheiden, bei welchem der drei Projekte sie mitmachen wollten. Im Angebot waren:

    1. Einen eigenen Roboter bauen – und dabei mit Hardware basteln und Alltagsgegenstände umnutzen. Die Jugendlichen haben sie hierbei mit Grundlagen der Robotik und Sensorik auseinandergesetzt. Ziel war es, den Bot am Ende selbst zu steuern.

    2. Smart-Home – hier geht es um das zu Hause der Zukunft. Die Aufgabe lautete: Wie kann man Abläufe verbessern? Welche Ideen für ein intelligentes zu Hause gibt es? Hier war Kreativität gefordert, um die eigenen Visionen in einem Modell umzusetzen.

    3. Der NRW-Rover – dieses Projekt richtet sich vor allem an diejenigen, die schon Erfahrung mit Programmierung und Technik mitbringen. Ähnlich wie ein Mars-Rover, haben die Jugendlichen in diesem Projekt ein Konzept für einen Roboter erstellt, der Daten sammelt und diese dann offen zur Verfügung stellt.

    Am Ende lief der NRW-Rover mit sechs Rädern und sechs Motoren – ausgestattet mit kleinen Kameras und Sensoren, die verhindern sollen, dass der Roboter gegen die Wand oder andere Hindernisse fährt. Das Modell soll bei weiteren „Jugend hackt“-Camps in NRW weiterentwickelt werden, kündigte die Gruppe, die sich damit eineinhalb Tage beschäftigt hatte, an.

    Auch das „Smart-Home“ – ein Haus im Anschnitt mit zwei Stockwerken – verfügte am Ende über eine Klingel, einen elektronisch gesteuerten Aufzug, Musik, die durch Bewegung gesteuert wurde, eine LED-Lichtschranke mit Sensoren, die ein kleiner Mini-Roboter durch Bewegung ein- und ausschalten konnte, einen verspielten Hund, der einen vorgezeichneten und programmierten Weg lief, und eine Garage mit einem von Sensoren gesteuerten Tor, das bei Bewegung eines kleinen Mini-mittels eines angeschlossenen Motors auf- und wieder zuging.

    Das größte Interesse gab es bei den Camp-Teilnehmern – das waren bei dieser Aufgabe hier nur Jungs -  einen Roboter selbst zu konstruierten und zu steuern. Die meisten Modelle fuhren – eines reagierte sogar auf Lichteinflüsse. Einige waren letztendlich nicht ganz zu Ende programmiert. Hier hakte es gelegentlich, was das Publikum aber dennoch mit einem kräftigen Applaus honorierte. Begeisterung löste auch ein Roboter aus, der Musik nachspielen „gelernt“ hat.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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