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Letzte Chance: Ausstellung „REVOLUTIONjungSTEINZEIT“ endet bald

21. September 2017 | Minden. Noch bis zum 22. Oktober 2017 ist das außergewöhnliche Jadeitbeil aus der Sammlung des Mindener Museums in Herne in der Ausstellung „REVOLUTIONjungSTEINZEIT“ zu sehen.

  • Die Ausstellung thematisiert den Umbruch vom Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen.
    Erstmals werden in der großen Schau die Auswirkungen des enormen gesellschaftlichen Wandels, der sich in der Zeit von Ötzi und Stonehenge vollzog, den brennenden Fragen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gegenüber gestellt: von Überbevölkerung und Überschussproduktion bis hin zu Ernährung und Klimawandel.

    In einem zweiten Abschnitt widmet sich die Schau den bedeutendsten archäologischen Funden Nordrhein-Westfalens aus den vergangenen fünf Jahren, darunter der Sensationsfund des ältesten Waldes unserer Erde. Insgesamt rund 1.000 Objekte aus Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa, darunter eine Vielzahl noch nie zuvor ausgestellter Funde, machen dieses umfassende Ausstellungsprojekt zu einem einzigartigen überregionalen Ereignis. Die letzte Station der Ausstellung ist bis zum 22. Oktober 2017 das LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum Herne.

    Entdeckt wurde das Jadeitbeil aus dem Mindener Museum im Jahr 1931 im Ackerland bei Uphausen an der Nordseite des Wiehengebirges. 2015 wurde der frühere Leiter der Bielefelder Archäologie-Außenstelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Daniel Bérenger auf das Beil aufmerksam. Er ließ das auffällig grüne Gestein mithilfe einer Farbskala zerstörungsfrei von Mitarbeitern des internationalen JADE-Forschungsprogramms untersuchen. Die Wissenschaftler konnten bestätigen, dass es sich um das noch heute wertvolle Material Jadeit vom Monte Viso bei Turin handelt.

    Das außergewöhnliche Material Jadeit wurde in der Jungsteinzeit aufgrund seiner Zähigkeit und Härte zu Beilen verarbeitet. Die Bearbeitung war mühsam und zeitaufwendig. Das Beil aus Minden ist mit seinen 25,8 cm sehr groß und war damit weniger ein profanes Werkzeug als ein Gegenstand mit einer religiösen oder sozialen Funktion.

    Der Transport des ursprünglich vom Monte Viso stammenden Gesteins bis nach Minden verdeutlicht, wie mobil die Menschen der Jungsteinzeit tatsächlich waren. Es belegt auch, dass die Menschen vor 12.000 Jahren über weite Strecken Handel betrieben.

    Nähere Informationen unter http://www.revolution-jungsteinzeit.de.

    Mindener Museum, Di - So 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.
    Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder .

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