Die Dienststellen der Stadtverwaltung sind persönlich nur nach Terminvereinbarung erreichbar. Mehr Informationen. 

Klausenwall diese Woche wieder frei

27. August 2018 | Minden. Die Bauarbeiten auf dem Klausenwall werden fristgerecht fertig. Wahrscheinlich kann der Verkehr ab kommenden Donnerstag wieder rollen.

  • Der Klausenwall wird nach einer knapp vierwöchigen Vollsperrung in dieser Woche wieder für den Verkehr freigegeben. Momentan laufen Restarbeiten und Markierungen (Foto unten). Auf einen genauen Tag der Wiederfreigabe kann sich Projektleiter Volker Kroppenstedt, Städtische Betriebe Minden (Bereich Abwasser und Straßen), aufgrund der Wetterlage aktuell noch nicht ganz festlegen - voraussichtlich am Donnerstag. Fest steht aber, dass ab Mittwoch, 29. August, mit Schulbeginn in Nordrhein-Westfalen der Busverkehr ohne Behinderungen rollen soll. Seit dem 2. August konnten nur noch Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sowie und der Öffentliche Personennahverkehr über drei Schrankenanlagen den Baustellenbereich passieren.

    Anlieger, Innenstadtakteure und Handels-Verbände sind bereits Anfang des Jahres ausführlich über die Maßnahme informiert worden. Sie wurden in den vergangenen Wochen über einen Newsletter der Städtischen Betriebe (SBM) und eine Internetseite auch immer auf dem Laufenden gehalten, wie sie aktuell ihre Häuser und auch Tiefgaragen erreichen konnten, berichtet Volker Kroppenstedt. „Die Vollsperrung wurde bewusst in die Sommerferien gelegt, weil das Verkehrsaufkommen insgesamt deutlich niedriger ist und auch kein Schülerverkehr läuft“, macht Wilhelm Rodenbeck, Bereichsleiter Abwasser und Straßen bei den SBM deutlich. Rund 19.000 Fahrzeuge rollen – nach der letzten Verkehrszählung – täglich über die vierspurige Straße.

    „Eben wegen der starken Belastung wurde ein besonders strapazierfähiger, hochwertiger Asphalt gewählt“, erläutert Kroppenstedt bei einer Besichtigung der Baustelle. Dieser sehe noch etwas grob aus, werde sich aber unter dem bald wieder rollenden Verkehr noch „glätten“. Die Asphaltierungsarbeiten hat das nach einer Ausschreibung beauftragte Unternehmen Koopmann & Wienhoop übernommen. Diese rückten mit einem Asphaltfertiger an, nachdem die Straßenentwässerung ausgebessert und der Schotter aufgebracht war. 8.000 Quadratmeter Straße erhielten eine neue Decke, über 1500 Tonnen Asphalt wurden verarbeitet.

    Mit einer Temperatur von ca. 160 Grad wird der Asphalt aufgebracht. Bei teilweise mehr als 35 Grad Außentemperatur war das eine echte Herausforderung für die dort tätigen Arbeiter, weiß Wilhelm Rodenbeck. Die anhaltende Hitze der vergangenen Wochen habe aber für keine Verzögerung bei der Maßnahme geführt, nur dass der Asphalt halt länger zum Aushärten braucht. „Wir haben zu jeder Zeit gut im Rennen gelegen“, ist der Projektleiter zufrieden. So eine große Baustelle auf einer hoch frequentierten Landesstraße in der Innenstadt, stelle eine echte Herausforderung in der Vorbereitung und Abwicklung dar, berichtet Kroppenstedt.

    Die Bauarbeiten auf dem Klausenwall haben bereits Ende Mai begonnen. Der gesamte Baustellenbereich erstreckte sich auf 487 Metern – von der Ecke Domstraße bis zum Schwichowwall. Als erste Maßnahme wurden die Straßenentwässerungen mit den Gossen und den Straßenabläufen im Baustellen-Bereich nach Bedarf saniert. Dies erfolge im Rahmen der Sperrung einer Fahrspur je Richtung. Parallel zu den diesen Arbeiten wurden auch die anliegenden Geh- und Radwege saniert. Der von Fußgängern stark genutzte Übergang an der Tonhallenstraße wurde an dem Ampeln zudem neu mit taktilen Leitflächen nach heutigen Maßstäben barrierefrei umgebaut.

    Seit vier Jahren liegt die Verkehrssicherungspflicht des Klausenwalls, der gleichzeitig Landesstraße ist, bei den Städtischen Betriebe Minden/der Stadt Minden. „Der Zahn der Zeit, in Verbindung mit den Verkehrsbelastungen, hatte seine Spuren an dieser Verkehrsfläche hinterlassen. Risse in der Decke und Absenkungen am Fahrbahnrad machten eine umfassende Sanierung notwendig“, so Wilhelm Rodenbeck. Rund 550.000 Euro sind für diese Maßnahme eingeplant. Dazu kommen noch Kosten für Kanalsanierungen und Regenentwässerung. Welcher Betrag insgesamt dabei herauskommt, wisse man erst nach Endabrechnung, so Rodenbeck.

    Für die Dauer der Vollsperrung wurde der Verkehr weiträumig über die Ringstraße und die Hafenstraße umgeleitet. Hier gab es keine größeren Probleme, wohl aber mit einigen Autofahrern, die trotz Sperrbaken immer wieder versuchten, die Baustelle zu durchfahren. „Richtig ärgerlich war es, als vergangene Woche ein Auto eines Pflegedienstes von der Lindenstraße kommend in den frisch aufgebrachten Asphalt gefahren ist und Schaden angerichtet hat“, so Kroppenstedt.

    Bereits im vergangenen Jahr war der Klausenwall für einige Zeit voll gesperrt, weil Kanalsanierungsarbeiten in der Tonhallenstraße anstanden, die die Landesstraße 534 quert. „Eigentlich sollte schon 2017 auch die Sanierung der Straßendecke erfolgen, das ließ aber nicht einrichten, weil im Sommer die Weserbrücke unter Teilsperrung saniert werden musste. „Das hätte sonst zu einem Verkehrschaos geführt“, weiß Wilhelm Rodenbeck.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

  • © 2016 Stadt Minden

    Bitte wählen Sie Ihre Cookie-Präferenzen.