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Mindener Museum zeigt Sonderausstellung zur Revolution 1918 und 1919 in Minden

19. Juli 2018 | Minden. Die Präsentation versucht, am lokalen Beispiel Minden das unübersichtliche Geschehen der Jahre 1918/19 etwas zu entzerren.

  • Vor 100 Jahren vollzieht sich in Deutschland der revolutionäre Umbruch vom Kaiserreich zur Republik. Zugleich endet der Erste Weltkrieg mit der Niederlage Deutschlands. Die Geschwindigkeit, die Vielzahl und Vielfalt gleichzeitiger Ereignisse, Akteure, Prozesse und Handlungsstränge überfordert schon damals die Menschen. Vieles gerät in den Jahren danach bewusst oder unbewusst in Vergessenheit oder wird absichtlich für politische Zwecke verfälscht. Lange Jahre streiten selbst Historiker*innen darüber, ob dieser Umbruch tatsächlich eine Revolution war. Das Mindener Museum nimmt diese Ereignisse und Bewertungen zum Anlass, um unter dem Titel „Eine Revolution in völliger Ordnung“?! eine Sonderausstellung zum Übergang vom Kaiserreich zur Republik in Minden in den Jahren 1918/19zu präsentieren.

    Die Präsentation versucht, am lokalen Beispiel Minden das unübersichtliche Geschehen der Jahre 1918/19 etwas zu entzerren. Sie beleuchtet erstmals vor dem Hintergrund der nationalen Ereignisse den komplexen Beginn der Demokratie in der preußischen Garnisons- und Verwaltungsstadt. Die Ausstellung stellt lokale Akteure vor, skizziert Herausforderungen und deren Lösungsversuche und blickt auf den Alltag der Menschen. Sie zeigt aber auch, wie schnell und unter welchen Verhältnissen politische Systeme ihren gesellschaftlichen Rückhalt verlieren können. Überzogene Hoffnungen und enttäuschte Erwartungen führen nicht nur zum Untergang des Kaiserreichs, sondern radikalisieren rasch auch Befürworter*innen und Gegner*innen der jungen Republik.

    In Minden scheint es 1918/19 kaum Demonstrationen, politische Zusammenstöße oder gar Straßenkämpfe zu geben. Aber kann sich eine Revolution wirklich „in völliger Ordnung“ vollziehen? Haben Hunger, Krieg, Gewalt, Niederlage und Revolution die Menschen hier wirklich nicht radikalisiert? Oder haben sich bis heute nur keine Spuren in der Erinnerung erhalten? Und wie wird dieser Revolution erinnert? Fragen auf die Besucher*innen in der Ausstellung Antworten finden.
    Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bielefeld. Sie wird am Samstag, 28. Juli, um 16 Uhr eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung ist der Eintritt frei.
    Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.
    Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder

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