Jugendschutzkontrollen am Himmelfahrtstag im Kreis Minden-Lübbecke

24. Mai 2019 | Minden. Das Ziel ist es aufzuklären, zu warnen, zu kontrollieren und gegebenenfalls einzuschreiten, damit Minderjährige sich nicht mit einem schädlichen Vollrausch den Feiertag verderben.

  • Am Himmelfahrtstag ziehen wieder traditionsgemäß viele Ausflugsgruppen durch die Gegend und es wird im Zuge dessen verstärkt Alkohol konsumiert. Auch für viele Jugendliche ist der sogenannte Vatertag ein Tag des Feierns. Oftmals kommt es hierbei aber auch zu Alkoholmissbrauch durch Minderjährige.

    Wie bereits in den vergangenen Jahren werden Kräfte der Jugendämter, der Polizei und der Ordnungsbehörden im Kreis Minden-Lübbecke an Schwerpunktorten präventive Kontrollen durchführen. Das Ziel ist es aufzuklären, zu warnen, zu kontrollieren und gegebenenfalls einzuschreiten, damit Minderjährige sich nicht mit einem schädlichen Vollrausch den Feiertag verderben.

    Im Kreisgebiet ist die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr, entgegen dem Trend in NRW, gestiegen. Insgesamt sind rund 67 Jungen und Mädchen mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Besonderer Anlass zur Sorge bereitet allen zuständigen Stellen der Alkoholmissbrauch jüngerer Mädchen und Jungen im Alter von 10-15 Jahren. Auch aus dieser Gruppe mussten bereits Kinder und Jugendliche aufgrund einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

    Zur Information:
    Die Abgabe von Branntwein oder branntweinhaltigen Getränken an Kinder und Jugendliche ist verboten. Andere alkoholische Getränke (Bier, Sekt, Wein etc.) dürfen nur an Personen verkauft werden, die mindestens 16 Jahre alt sind. Aber auch bei dieser Personengruppe sollte bedacht werden, dass sie häufig wenig Erfahrung mit dem Konsum von Alkohol haben und dessen Wirkung oftmals unterschätzen. Hier geht es den handelnden Personen im Rahmen des Jugendschutzes vor allem um einen verantwortungsvollen Umgang der jungen Menschen mit Alkoholika.

    Insbesondere Eltern oder Erziehungsberechtigte spielen hier eine wichtige Rolle und sind aufgrund ihres Erziehungsauftrages aufgerufen, ihren Kindern und Jugendlichen keinen Alkohol zugänglich zu machen und darauf zu achten, dass dieses nicht durch Dritte passiert. Auch Verkaufsstellen müssen konsequent auf das Alter achten und sich an das Jugendschutzgesetz halten. Bei Verstößen gegen die geltenden Bestimmungen können empfindliche Geldbußen verhängt werden.

    Bei Fragen zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz stehen die jeweils zuständigen Jugendämter des Kreises Minden-Lübbecke sowie der Städte Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen beratend zur Seite. Die jeweiligen Ansprechpartner*innen sind auf den Internetseiten des Kreises und der Städte zu finden.

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