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Bürger*innen arbeiten weiter intensiv an Integrationskonzept mit

2. Oktober 2019 | Minden. Bei der ersten Workshop-Phase im Begegnungszentrum Bärenkämpen wurden zahlreiche Maßnahmen formuliert.

  • Rund 120 Bürgerinnen und Bürger haben sich jetzt an der weiteren Entwicklung eines Integrationskonzeptes für die Stadt Minden beteiligt. Nach einer allgemeinen Bestandsaufnahme sowie Expert*innen und Experten-Interviews im Frühjahr gab es Ende Mai 2019 eine Auftaktveranstaltung mit großer Resonanz. Nun stand am 27. und 28. September die erste Workshop-Phase an. Zu vier verschiedenen Themen konnten die Teilnehmer*innen diskutieren und Maßnahmen vorschlagen, die in das Konzept einfließen sollen.

    „Die Herausforderungen wurden bereits Ende Mai definiert. Nun ging es darum, konkret zu werden und Maßnahmen zu formulieren, die die Stadt Minden mit den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen will“, berichtet die Integrationsbeauftragte Selvi Arslan-Dolma. Vorschläge waren zum Beispiel, den herkunftssprachlichen Unterricht zu stärken, mehr Orte für Begegnungen zu schaffen und eine Börse für Mieter und Vermieter einzurichten, die von einer Fachstelle koordiniert werden soll, so Arslan-Dolma weiter. Zusammen mit dem beauftragten Ibis-Institut (Duisburg) sowie den Kolleginnen Gisela Posch, Natalie Egert, Thomas Neidiger, Sirwan Gozel und Ceren Gümrükcü hatte sie die Workshops im Begegnungszentrum Bärenkämpen vorbereitet.

    Erneut waren zahlreiche Mindener*innen aller Generationen und vieler Kulturen der Einladung der Stadt Minden gefolgt, um in den Workshops aktiv mitzuwirken. Darunter waren auch Stadtverordnete, Mitglieder des Integrationsrates, Verwaltungsmitarbeiter*innen, Ehrenamtliche und Aktive, wie Mitarbeiter*innen und Vertreter*innen von Migrantenselbsthilfeorganisationen, karitativen und kirchlichen Einrichtungen sowie Kulturvereinen, der Wirtschaft und weitere Akteure der Stadtgesellschaft.

    Die einzelnen Workshops hatten Themenschwerpunkte und fanden nicht parallel, sondern hintereinander an zwei Tagen statt, „so dass die interessierten Bürger*innen sich überall einbringen konnten, wenn sie wollten“, erläutert Arslan-Dolma. Die Workshops hatten die Themen „Bildung und Sprache“ und „Wohnen“ (beide am 27. September) sowie „Zusammenleben und Teilhabe“ und „Arbeitsmarktintegration“ (beide am 28. September). Die Ergebnisse und auch Fotos von den Workshops werden in Kürze auf der städtischen Internetseite eingestellt.

    Erster Beigeordneter Peter Kienzle war mit der Beteiligung und den erarbeiteten Ergebnissen sehr zufrieden: „Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe und deshalb wollen wir das Konzept auch gemeinsam mit vielen Vertretern der Stadtgesellschaft erstellen.“ Hier sollen neben professionellen Angeboten auch bereits bestehende und erfolgreiche Projekte sowie die sehr gut funktionierende ehrenamtliche Arbeit einfließen, so Kienzle weiter. Schon bei der ersten Workshop-Runde sei immer wieder klar geworden, dass es sich um langfristig angelegte Prozesse handeln werde, stellt der Erste Beigeordnete fest.

    Weiter vertieft werden sollen die Maßnahmen in der zweiten Workshop-Phase am 8. und 9. November. Der Ort werde noch bekanntgegeben, so Selvi Arslan-Dolma. In der zweiten Workshop-Phase werden die zuvor benannten Maßnahmen nach Umsetzungsmöglichkeiten beleuchtet werden. Danach werden alle Ergebnisse in einem konkreten Maßnahmenkatalog gebündelt, der nicht nur für die Verwaltung, sondern alle im Integrationsprozess Aktiven eine Handreichung zur künftigen Arbeit darstellt. Ziel des gesamtes Prozesses ist es, gemeinsame Handlungsstrategien zu erarbeiten, die lebendig und nachhaltig sein sollen. So ist eine regelmäßige Nachbetrachtung und eine Fortschreibung alle zwei Jahre geplant.

    Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon 0571 89204,

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